Übelriechend und rasante Ausbreitung: Riesige Algenteppiche an kroatischer Adriaküste
VonMarco Blanco Ucles
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An der kroatischen Adriaküste breiten sich im Sommer 2024 rasant Algen aus. Nicht nur die Optik vieler Urlauber ist dadurch gestört – es riecht zudem unangenehm.
Update vom 21. Juni 2024, 11:30 Uhr: Die Kroatische Zentrale für Tourismus teilte gegenüber IPPEN.MEDIA mit, dass die in der Erstmeldung erwähnten Algenteppiche inzwischen wieder verschwunden sind. Das normale Naturphänomen war in diesem Jahr auch nicht besonders intensiv gewesen und ist für den Menschen nicht gefährlich. Negative Auswirkungen auf die Wasserqualität haben die Algen nicht. Die Badegewässerqualität in Kroatien gehört laut Berichten der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur, zu den höchsten in Europa.
In den sozialen Netzwerken wird in Bezug auf die Zustände an den kroatischen Stränden – unter anderem in der Region rund um die Stadt Poreč – mittlerweile sogar häufig von „Meeresrotz“ geschrieben. Doch was steckt überhaupt dahinter? Der Tourismusverband Infovrsar erklärt, dass es sich dabei um eine sogenannte Meeresblüte handelt, die bei entsprechenden Witterungsbedingungen auftritt. Die Meeresblüte entsteht durch eine Ansammlung einzelliger Algen, die bei veränderter Meerestemperatur und hoher Niederschlagsrate auftreten kann.
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Bedingt durch den Klimawandel steigt die Meerestemperatur immer weiter an, Phytoplankton kann sich dadurch leichter vermehren, erklärt Focus.de. Immerhin: Für die Gesundheit der Menschen stellt die Meeresblüte keine Gefahr dar, ist nicht giftig. Der unangenehme Geruch, der die Algenteppiche häufig begleitet, entsteht, wenn sich die Meeresblüte zersetzt.
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Generell gilt: Nicht nur die Meeresblüten, sondern beinahe alle Algen sind für die Urlauber im Meer ungefährlich. Die unangenehme Ausnahme kann die Blaualge darstellen. Sind die Temperaturen im Wasser über einen längeren Zeitraum hoch, kann diese sich schnell vermehren und die Wasserqualität einschränken. Dadurch werden Stoffe produziert, die bei Badenden für Erbrechen, Hautausschläge und Durchfall sorgen kann. Ist das Wasser blaugrün getrübt, ist Vorsicht geboten, erklärt der ADAC: „Befindet man sich knietief im Wasser und kann die eigenen Füße nicht mehr sehen, kann dies ein Anzeichen für eine zu hohe Konzentration von Blaualgen sein. Man sollte aufsBadenverzichten.“