Ekel-Momente für Urlauber

Übelriechend und rasante Ausbreitung: Riesige Algenteppiche an kroatischer Adriaküste

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An der kroatischen Adriaküste breiten sich im Sommer 2024 rasant Algen aus. Nicht nur die Optik vieler Urlauber ist dadurch gestört – es riecht zudem unangenehm.

Update vom 21. Juni 2024, 11:30 Uhr:
Die Kroatische Zentrale für Tourismus teilte gegenüber IPPEN.MEDIA mit, dass die in der Erstmeldung erwähnten Algenteppiche inzwischen wieder verschwunden sind. Das normale Naturphänomen war in diesem Jahr auch nicht besonders intensiv gewesen und ist für den Menschen nicht gefährlich. Negative Auswirkungen auf die Wasserqualität haben die Algen nicht. Die Badegewässerqualität in Kroatien gehört laut Berichten der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur, zu den höchsten in Europa.

Erstmeldung vom 17. Juni 2022, 17:15 Uhr:

Nicht zuletzt aufgrund der malerisch schönen Strände entscheiden sich jedes Jahr zahlreiche Menschen, ihren Urlaub in Kroatien zu verbringen. Im Sommer 2024 jedoch reiben sich viele Urlauber verwundert die Augen. An vielen Stränden entlang der Adriaküste ist das Meer voll mit schlammigen Algenteppichen.

Hohe Meerestemperatur sorgt für Algenteppich in kroatischen Gewässern

In Kroatien breiten sich Algen mit großer Geschwindigkeit aus.

In den sozialen Netzwerken wird in Bezug auf die Zustände an den kroatischen Stränden – unter anderem in der Region rund um die Stadt Poreč – mittlerweile sogar häufig von „Meeresrotz“ geschrieben. Doch was steckt überhaupt dahinter? Der Tourismusverband Infovrsar erklärt, dass es sich dabei um eine sogenannte Meeresblüte handelt, die bei entsprechenden Witterungsbedingungen auftritt. Die Meeresblüte entsteht durch eine Ansammlung einzelliger Algen, die bei veränderter Meerestemperatur und hoher Niederschlagsrate auftreten kann.

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Bedingt durch den Klimawandel steigt die Meerestemperatur immer weiter an, Phytoplankton kann sich dadurch leichter vermehren, erklärt Focus.de. Immerhin: Für die Gesundheit der Menschen stellt die Meeresblüte keine Gefahr dar, ist nicht giftig. Der unangenehme Geruch, der die Algenteppiche häufig begleitet, entsteht, wenn sich die Meeresblüte zersetzt.

Wunderschönes Kroatien: Zehn der schönsten Orte, die Sie sich im Urlaub nicht entgehen lassen dürfen

Blick auf Split in Kroatien
Im Herzen der Region Dalmatien liegt die zweitgrößte Stadt Kroatiens: Split. Die Adria-Schönheit blickt auf eine 1.700 Jahre alte Geschichte zurück – einst war es Teil des Römischen Reichs, dann venezianisches Schutzgebiet, später unter osmanischer Herrschaft. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählt der Diokletianspalast, der einst dem römischen Kaiser Diokletian als Alterssitz diente und heute zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Urlauber können aber auch an der palmengesäumten Uferpromenade Riva entlangschlendern und die frische Seeluft schnuppern.  © Pond5 Images/Imago
Küstenlinie von Opatija
Die Küstenstadt Opatija war im 19. Jahrhundert ein begehrter Kurort an der Kvarner Bucht, den auch schon die Kaiserin Sisi als Urlaubsdomizil genutzt hat. Hier lässt sich wunderbar an der Promenade Lungomare entlang flanieren oder durch das Stadtzentrum schlendern, um die prächtige Villa Angiolina mitsamt Park zu besuchen.  © Dalibor Brlek/Imago
Altstadt von Šibenik
Šibenik befindet sich im Norden der Region Dalmatien und ist ein perfekter Ort für alle, die sich für Kultur interessieren. In der Altstadt reihen sich Kirchen, Klöster und Paläste aneinander, obendrein gibt es eine Vielzahl von Museen und Galerien. Zu den Highlights zählen vier venezianische Festungsanlagen, die Jahrhunderte lang dem Schutz vor Überfällen dienten. Zum Unesco-Weltkulturerbe gehört überdies die Kathedrale des Heiligen Jakob, dessen Dach ein Tonnengewölbe bildet. © Pond5 Images/Imago
Wasserfälle in Krka-Nationalpark in Kroatien
Nur wenige Kilometer von Šibenik entfernt befindet sich der Nationalpark Krka. Der gleichnamige Fluss schlängelt sich hier mal durch sanfte Hänge und mal durch tiefe Schluchten – und stürzt dann mal in Form eines Wasserfalls mehrere Meter hinab. An den Ufern können Wanderer außerdem zahlreiche Festungsruinen finden. Inmitten eines großflächigen Sees liegt eine Klosterinsel.  © YAY Images/Imago
Dorf Rovinj in Kroatien
An der Westküste Istriens befindet sich die kleine Hafenstadt Rovinj. Sie zeichnet sich durch ihre malerischen, verwinkelten Gassen aus, zu den romantischsten gehören Trevisol und Garzotto. Die Häuser entlang des Weges sind mit bunten Fassaden und strahlenden Blumen versehen. Als Wahrzeichen der Stadt gilt der etwa 60 Meter hohe Turm der Kirche der Heiligen Euphemia, der sich im Herzen des historischen Teils von Rovinj befindet.  © Pond5 Images/Imago
Nationalpark Paklenica in Kroatien
Winnetou-Fans wird der Nationalpark Paklenica vielleicht ein Begriff sein – die wildromantische Landschaft diente als Drehort für die Karl-May-Filme (genauso wie die Plitvicer Seen). Besonders Wanderbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten, denn es gibt 150 bis 200 Kilometer an Wegen und Pfaden im Park. Zu entdecken gibt es hohe Felswände, Grotten und Höhlen sowie Pinien und Hunderte verschiedene Pflanzen- und Vogelarten. © Panthermedia/Imag
Kathedrale in Zagreb
Die Hauptstadt Kroatiens bleibt im Urlaub meist unter dem Radar der Reisenden – dabei hat Zagreb einiges zu bieten. Sie blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück und lag einst in der Hand der Habsburger. Die Österreicher errichteten beeindruckende Prachtbauten, Jugendstilgebäude und riesige Grünanlagen, die zum Flanieren einladen. Die Kulinarik der Stadt lässt sich an einem der vielen Märkte im Freien erleben, außerdem bietet der Jarun-See – auch als “Zagreber Meer” bekannt – genügend Erholung und ein vielfältiges Angebot für Wassersportler. © Pond5 Images/Imago
Plitvicer Seen
Wer nicht nur auf Städtetrips aus ist, sondern auch etwas von der zauberhaften Natur Kroatiens sehen möchte, ist im Nationalpark Plitvicer Seen perfekt aufgehoben. Spektakuläre Wasserfälle, türkisfarbene Stromschnellen und eine vielfältige Flora und Fauna machen den bekanntesten und ältesten Nationalpark des Landes zu einem Must-see für jeden Aktivurlauber.  © ingimage/Imago
Blick auf den Hafen der kroatischen Insel Hvar.
Von Split aus ist innerhalb einer Stunde die Insel Hvar mit dem Boot zu erreichen. Sie ist für ihren Wein- und Olivenanbau sowie den Lavendel bekannt, der hier überall zu sehen ist. Schon im 19. Jahrhundert wurde Hvar für den Tourismus entdeckt, mittlerweile ist es ein beliebtes Ziel für Jet-Setter. Badeurlauber finden zahlreiche Buchten, um für Erfrischung zu sorgen, während Aktiv-Reisende einen der vielen Wanderwege beschreiten können.  © YAY Images/Imago
Luftaufnahme von Dubrovnik
Spätestens seit Dubrovnik in der HBO-Serie “Game of Thrones” als Schauplatz von Königsmund diente, ist die kroatische Hafenstadt ein absoluter Touristenmagnet. Aber auch unabhängig davon ist die “Perle der Adria”, die sich im südlichsten Teil des Landes befindet, einen Besuch wert. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten Straßen und dem fast 2.000 Meter langen Mauerring befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand. Ein Blick in vergangene Zeiten ist also vorprogrammiert.  © Panthermedia/Imago

Generell gilt: Nicht nur die Meeresblüten, sondern beinahe alle Algen sind für die Urlauber im Meer ungefährlich. Die unangenehme Ausnahme kann die Blaualge darstellen. Sind die Temperaturen im Wasser über einen längeren Zeitraum hoch, kann diese sich schnell vermehren und die Wasserqualität einschränken. Dadurch werden Stoffe produziert, die bei Badenden für Erbrechen, Hautausschläge und Durchfall sorgen kann. Ist das Wasser blaugrün getrübt, ist Vorsicht geboten, erklärt der ADAC: „Befindet man sich knietief im Wasser und kann die eigenen Füße nicht mehr sehen, kann dies ein Anzeichen für eine zu hohe Konzentration von Blaualgen sein. Man sollte aufs Baden verzichten.“

Rubriklistenbild: © Bluegreen Pictures/IMAGO

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