Sommerreise 2025

Nicht Mallorca: Dieses Land ist bei deutschen Urlaubern jetzt ganz vorne

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Viele Menschen sind gedanklich schon beim nächsten Sommerurlaub oder haben ihre Reise bereits gebucht. Ein Land liegt 2025 besonders im Trend.

Grauer Himmel, eisige Temperaturen: Der Winter hat Deutschland derzeit voll im Griff. Bei vielen Menschen wächst nun die Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Urlaub. An trüben Wintertagen gibt es kaum etwas Schöneres, als von unbeschwerten Stunden am Strand zu träumen. Kein Wunder, dass zahlreiche Deutsche schon jetzt ihre Sommerreise für 2025 planen. Ein Land steht ganz oben auf der Liste der beliebtesten Reiseziele.

Sommerurlaub 2025: Überdurchschnittlich starker Trend zum Frühbuchen

Warum mit der Reiseplanung warten, wenn die Preise jetzt deutlich billiger sind? Dieser Gedankengang hat zahlreiche Touristen schon Monate vorher zum Buchen bewegt. Reiseanbieter wie TUI stellen einen Rekord an Frühbuchungen für den Sommer 2025 fest. „Der nächste Sommer wird so früh gebucht wie nie zuvor“, sagt TUI-Deutschland-Chef Benjamin Jacobi. „Sonne, Strand und Meer sind definitiv gefragt.“ 

Einfach mal abschalten und nichts tun – der Sommerurlaub macht‘s möglich.

Jacobi zufolge haben sich „noch nie so viele Urlauber ihre Wunschreise für den nächsten Sommer bereits unmittelbar nach der Rückkehr gesichert“. Der diesjährige Reisetrend laute: „Relax, Return und Rebook.“

Dieses Land ist bei deutschen Touristen beliebter als Mallorca

Doch welche Urlaubsziele sind eigentlich am beliebtesten? An der Spitze steht nicht etwa der deutsche Ferienklassiker Mallorca. Stattdessen nennt TUI die Türkei als gefragteste Destination für den Sommerurlaub 2025. Die Buchungszahlen bei deutschen Urlaubern seien bereits um über 30 Prozent gestiegen.

Andere Reiseanbieter schließen sich diesem Reisetrendbericht an. Das Online-Reiseportal weg.de meldet sogar einen Buchungszuwachs von 124 Prozent für die türkische Metropole Istanbul im Vergleich zum Vorjahr. Damit steht die Stadt an der Spitze der angesagtesten Reiseziele für 2025. Besucher schätzen vor allem die reiche Geschichte und Kultur Istanbuls. Zu den Höhepunkten gehören Wahrzeichen wie die Hagia Sophia, der Topkapi-Palast und der Große Basar.

Platz zwei und Platz drei in dem Ranking gingen an Dubai (Vereinigte Arabische Emirate, +60 Prozent) und Rhodos (Griechenland, +51 Prozent).

Für Wellness-Fans: 18 natürliche heiße Quellen in Europa und der Welt

Saturnia in der Toskana
Wie aus einem Märchen wirken die Cascate de Mulino, die sich in dem kleinen Örtchen Saturnia am Fuße des Vulkans Monta Amiata in der Toskana befindet. Schon die Römer entdeckten die Wasserfälle für sich, wie die Ruinen eines “Bagno secco” beweisen. Deshalb wird die Saturnia Quelle auch gerne als die älteste Thermalquelle Italiens bezeichnet. Das schwefelhaltige Wasser ist etwa 37 Grad warm, sodass auch im Winter entspannt darin gebadet werden kann. Außerdem muss kein Eintritt gezahlt werden. © Depositphotos/Imago
Blaue Lagune in Island
Als Vulkaninsel verfügt Island über eine Vielzahl an heißen Quellen. Die bekannteste dürfte die Blaue Lagune in der Nähe der Hauptstadt Reykjavík sein. Das milchig-blaue Wasser ist durchschnittlich 39 Grad Celsius warm und enthält zahlreich natürliche Mineralien. Weil ständig neues Wasser in die Lagune fließt, erneuert sich das Wasser alle 48 Stunden vollständig. Ein Besuch der Blauen Lagune ist für viele Island-Reisende ein Muss. Aufgrund seiner Beliebtheit sollte aber weit im Voraus der Eintritt gebucht werden.  © Depositphotos/Imago
Thermophylen in Griechenland
Die Thermopylen (dt. „heiße Pforten“) sind Geschichtsinteressierten womöglich aufgrund der Schlacht bekannt, die dort im 5. Jahrhundert v. Chr. während der Perserkriege stattgefunden hat. Heute handelt es sich bei ihnen um einen beliebten Kurort im Norden Athens. Unter einem künstlich angelegten Wasserfall können Besucher in dem bis zu 42 Grad warmen Fluss ein Bad nehmen. © Depositphotos/Imago
Hévízer Thermalsee in Ungarn
In Ungarn finden Reisende den größten natürlichen Thermalsee Europas – den Hévízer See. Er speist sich aus Quellen, die in 38 Metern Tiefe liegen und verfügt über zahlreiche Naturstoffe wie Schwefel, Radium und Mineralien. Die Wassertemperatur fällt auch im Winter nie unter 23 Grad, die Maximaltemperatur liegt bei etwa 33 Grad. Besonders hübsch: Auf dem See wachsen wunderschöne Lotusblüten und Seerosen.  © Nikola Dubivská/Imago
Velingrad in Bulgarien
Eine größere Dichte an Thermalquellen als in Velingrad gibt es nur an wenigen Orten auf der Welt. Die mehr als 90 Thermalquellen sind auch der Grund, warum die Stadt schon einmal zur Spa-Hauptstadt Bulgariens gekürt wurde. Die Wassertemperatur der Quellen reicht von 28 bis 86 Grad und enthält Mineralien, Radon, Kieselsäure und Fluor. Viele Menschen besuchen den Kurort, um Lungen- und Gelenkerkrankungen sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates behandeln zu lassen.  © Dreamstime/Imago
Elisenbrunnen in Aachen
Auch in Deutschland gibt es natürliche, heiße Quellen – die Aachener Thermalquellen gelten sogar als die heißesten in Europa. Am Austrittsort erreicht das Wasser teilweise noch Temperaturen von 70 Grad. Leider kann darin nicht wirklich gebadet werden, denn die meisten Quellaustritte sind überbaut oder zugedeckt. Die Carolus-Therme in Aachen bezieht jedoch ihr Thermalwasser über eine Rohrleitung aus der Aachener Rosenquelle.  © Depositphotos/Imago
Frau schwimmt im Maibachl in Österreich
Im Kärntner Wald in Österreich versteckt sich die idyllische Thermaquelle Maibachl. Wer ein geruhsames Bad in dem etwa 29 Grad warmen, leuchtend blauen Wasser genießen möchte, muss jedoch den richtigen Zeitpunkt wählen. Die beiden Becken werden nämlich nur zur Schneeschmelze im Frühjahr oder nach starkem Regen mit genügend Wasser aus der Quelle gefüllt.  © Depositphotos/Imago
Pozar in Griechenland
Etwa 100 Kilometer entfernt von Thessaloniki in Griechenland, umgeben von steilen Felsen und wilder Natur, befinden sich die Thermalquellen Loutra Pozar. Schon die makedonischen Könige nutzten das 37 Grad warme Wasser, um sich nach kräfteraubenden Kämpfen etwas Erholung zu gönnen.  © Depositphotos/Imago
Landmannalaugar in Island
Im Gebiet Landmannalaugar in Island wimmelt es nur so von heißen Quellen, die zu einem wärmenden Bad einladen. Die Aussicht auf die farbenfrohen Felsformationen und Bergspitzen ist dabei atemberaubend. © Dreamstime/Imago
Gellért-Thermalbad in Ungarn
In Budapest richteten die Römer schon vor etwa 2.000 Jahren die ersten Bäder ein. Grund dürften die rund 120 heißen Quellen sein, die sich in dem Gebiet befinden. Mittlerweile speisen sie 14 Thermalbäder – eines davon ist das bekannte Gellért-Thermalbad, das auch wegen seiner Jugendstil-Architektur eine Sehenswürdigkeit darstellt. © Pond5 Images/Imago
Bogenbrücke bei Bënjë in Albanien
Die schwefelhaltigen Thermalquellen in Bënjë sind bei Einheimischen in Albanien sehr beliebt und werden für therapeutische Zwecke wie Schmerzlinderung verwendet. Im Vergleich zu anderen Quellen sind sie aber nicht allzu heiß, eher warm – bei 22 bis 28 Grad. Eingebettet sind die insgesamt sechs Steinbecken in die malerische Landschaft der Lëngarica-Schlucht. Nicht weit entfernt befindet sich die osmanische Steinbogenbrücke Ura e Kadiut, die bei einem Spaziergang erkundet werden kann.  © Arnulf Hettrich/Imago
Mývatn Nature Baths in Island
Und noch einmal Island: Die Mývatn Nature Baths befinden sich im Norden der Insel und zeichnen sich – wie die Blaue Lagune – durch ihr milchig-blaues Wasser aus. An einem entspannten Tag in den Naturbädern können Gäste die atemberaubende Landschaft der Region genießen. Wer Glück hat, erblickt vielleicht sogar die Nordlichter oder kann der Mitternachtssonne beiwohnen – die Bäder haben nämlich bis in die Nacht geöffnet.  © Depositphotos/Imago
Fuente de los Baños
Im Südosten Spaniens befindet sich die Fuente de los Baños - eine Thermalquelle, die den Fluss Río Mijare speist. Sie liefert ganzjährig eine konstante Temperatur von 25 Grad und ist für jeden frei zugänglich. Bei einem Bad in dem warmen Wasser genießen Besucher die eindrucksvolle Felsenlandschaft der Montanejos. © Depositphotos/Imago
Badegäste in Pamukkale
Etwa 170 Kilometer von der türkischen Ägäis entfernt liegt der Ort Pamukkale. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Baumwollburg”. Zu verdanken hat er diesen Namen den Kalksteinterrassen etwas nördlich der Stadt, die mittlerweile zum Unesco-Welterbe zählen. Sie sind durch die Verdunstung des heißen, kalkhaltigen Wassers der dort befindlichen Thermalquellen entstanden. Die natürlichen Becken dürfen heute nicht mehr betreten werden, doch nicht weit entfernt wurden künstliche errichtet, die optisch genauso aussehen und bei 35 Grad eine schöne Aussicht bieten.  © Depositphotos/Imago
Aguas Termales de Polques in Bolivien
Auf der Salztonebene Salar de Chalviri in Bolivien befindet sich das Thermalbecken “Aguas Termales de Polques”. Badegäste können es sich in einem Steinbecken bequem machen und eine lauschige Temperatur von 29 Grad genießen – und das auf circa 4.000 Höhenmetern.  © Dreamstime/Imago
Termas Geométricas in Chile
Termas Geométricas in Chile © Depositphotos/Imago
Travertine Hot Springs in Kalifornien
Die Sierra Nevada in den USA mal aus einer ganz anderen Perspektive genießen – das können Sie von den Travertine Hot Springs aus. Über die Jahrtausende hinweg hat hier das Thermalwasser die Travertinterrassen aus dem Kalkstein gebildet. Die natürlichen Pools sind vom Highway 395 einfach zu erreichen und kostenlos zugänglich.  © Dreamstime/Imago
7 Höllen von Beppu – Onsen in Japan
Zu einer Japan-Reise gehört ein Besuch der Onsen – wie die heißen Quellen hier genannt werden – unbedingt dazu. Sie sind im ganzen Land zu finden, vom sibirischen Hokkaido bis zu den subtropischen Okinawa-Inseln. Besonders der Ort Beppu (s. Foto) ist für seine Onsen bekannt. Hier sind die heißen Quellen zu einer wahren Touristenattraktion mit Zoos, Vergnügungsparks und Einkaufszentren ausgebaut worden.  © Depositphotos/Imago

Mallorca: Ewiger Klassiker oder überholtes Reiseziel?

Und wie schneidet Mallorca im Vergleich ab? In der Top 10 von weg.de fehlt von der beliebten Sonneninsel jede Spur. Der Grund dafür ist aber wohl, dass die Buchungszahlen relativ konstant geblieben sind, während Istanbul und Co. zuletzt deutlich an Anziehungskraft gewonnen haben. Mallorca ist also weiter beliebt, bekommt aber starke Konkurrenz.

Das Reiseportal Kayak meldet, dass die Baleareninsel auch 2025 das am meisten gesuchte Sommerurlaubsziel der Deutschen ist. Eine Flugreise nach Mallorca kostet Urlauber im Durchschnitt 249 Euro. Auch TUI hält an dem deutschen Dauerbrenner fest und will das Angebot eigenen Angaben zufolge vor allem im Frühling und Herbst ausbauen. Mit über 220.000 Flugsitzplätzen und 88 wöchentlichen Flügen ist Mallorca die Nummer eins bei der konzerneigenen Airline TUI fly.

Das Reiseunternehmen kündigte zugleich an, mehr Flüge in die Türkei anzubieten. Das Flugangebot werde auf mehr als 1.600 wöchentlichen Verbindungen nach Antalya, Dalaman, Bodrum und Izmir ausgebaut. Damit wolle man den starken Sommer 2024 mit über einer Million Gästen übertreffen.

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Schnäppchen-Alarm: Fernreisen winken mit lukrativen Deals

Auch bei Fernreisen zeichnen sich klare Trends ab. Kayak nennt die thailändische Hauptstadt Bangkok als zweitgefragtestes Sommerziel bei deutschen Urlaubern. Die gute Nachricht ist, dass die Preise nach Thailand stabil geblieben sind (durchschnittlich 870 Euro). Alternativ können Reisende auch nach Phuket City oder Koh Samui fliegen. Hier fallen die Preise sogar um fünf bzw. vier Prozent günstiger aus als im Sommer 2024.

Platz drei geht an die US-Metropole New York. Doch auch Flüge in Städte wie Boston, San Diego und Los Angeles sind derzeit preiswerter als im Vorjahr. Bis zu elf Prozent können Reisende demnach sparen, wenn sie ihren Sommerurlaub dort verbringen. Kanadische Städte wie Vancouver oder Montreal sind ebenfalls günstiger als 2024.

Ähnliches gilt für Flüge nach Südkorea, Malaysia und Vietnam. Das Nachsehen haben dagegen Griechenland-Urlauber: Aufgrund der steigenden Nachfrage kosten die Flugtickets in das südosteuropäische Land dieses Jahr deutlich mehr.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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