Noch vor Ägypten: Afrika hat ein neues Top-Reiseziel
VonFranziska Kaindl
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Normalerweise ziehen Ägypten und Südafrika die meisten Touristen in Afrika an. Doch ein Land hat kürzlich stark aufgeholt.
Marokko hat sich im Jahr 2024 als aufstrebendes Reiseziel in Afrika etabliert. Mit 17,4 Millionen internationalen Gästen hat das Land ein touristisches Rekordjahr verzeichnet – das entspricht einem beeindruckenden Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit positioniert sich Marokko vor anderen beliebten Reisezielen auf dem afrikanischen Kontinent wie Ägypten und Südafrika, wie die Tourismusministerin Fatim-Zahra Ammor laut dem Branchenmagazin FVW sagte.
Tourismuszahlen in Marokko sollen noch weiter steigen
„Das Rekordjahr 2024 macht uns sehr stolz. Damit haben wir das Ziel unserer touristischen Roadmap zwei Jahre früher erreicht, als wir geplant hatten“, sagte die Ministerin. Marokko hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2030 sollen die Besucherzahlen auf 26 Millionen steigen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2030, die Marokko gemeinsam mit Spanien, Portugal, Argentinien und Uruguay ausrichten wird.
Neue Flugverbindungen, neue Anreize: Was Marokko plant
Der Tourismus macht in dem nordafrikanischen Land ungefähr sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums heißt. Um Nachfrage weiter anzukurbeln, investiert Marokko massiv in seine touristische Infrastruktur. Der Bau neuer Hotels, der Ausbau von Straßen und zusätzliche Flugrouten sind Teil dieser Bemühungen.
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Allein für Agadir, einem marokkanischen Urlaubsziel an der Atlantikküste, wurden fünf neue Direktverbindungen von Deutschland aus eingerichtet. Dadurch wurde die Zahl der Touristenankünfte aus der Bundesrepublik um über 200 Prozent gesteigert, wie eine Analyse des Marktforschers Mabrian zeigt. Das macht Deutschland zum drittgrößten Markt für Reisen nach Agadir. Auch andere Städte sollen mehr in den Fokus von Reisenden gerückt werden – darunter Casablanca, Rabat, Tanger oder Fès, wie es in einem Bericht der BBC heißt. Nicht nur, dass Stadien für die WM renoviert werden, der Tourismus soll weiterentwickelt und neue Hotels gebaut werden.
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Ein weiterer Faktor kommt Marokko ebenfalls zugute: In der aktuellen Risk Map von A3M wurde das Land hellgrün gefärbt. Somit besteht für Reisende aus Sicht des Krisenfrühwarnexperten nur ein „geringes Risiko“, was ihre Reisesicherheit angeht. Im Vorjahr war Marokko noch als gelb, also ein „erhöhtes Risiko“, eingestuft.