Ungestört im Urlaub

Nicht Gardasee oder Lago Maggiore: Fünf Seen in Italien, die noch unbekannt sind

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Im Sommer wimmelt es an Italiens großen Seen nur so von deutschen Touristen. Wer es etwas ruhiger mag, wird aber ebenfalls fündig.

Ob Gardasee, Lago di Maggiore oder Comer See: Italiens Badegewässer sind auch bei deutschen Urlaubern äußerst beliebt. Leider kann es aus diesem Grund auch schnell voll werden. Wer noch etwas Idylle sucht, muss in Bella Italia nicht allzu lange suchen. Es gibt zahlreiche wunderschöne Seen, die vergleichsweise unbekannt und daher ruhiger für einen Besuch sind.

Lago Trasimeno in Umbrien

Der Lago Trasimeno ist im Vergleich zu anderen Seen Italiens noch wenig touristisch.

Obwohl der Lago Trasimeno – oder zu Deutsch: Trasimenischer See – an sich kein Geheimtipp ist, bleibt er weitestgehend vom Massentourismus verschont. Um den See herum gibt es einige schöne Badestellen und süße Städtchen, die Sie auf Tagesausflügen besuchen können. Zu den bekanntesten zählen Castiglione del Lago, Sant Arcangelo und Castel Rigone. Die Hauptstadt Region Umbrien, Perugia, ist ebenfalls nur eine kurze Autofahrt entfernt. Wer seinen Urlaub am Lago Trasimeno verbringt, sollte eines auf jeden Fall tun: der Isola Maggiore einen Besuch abstatten. Das kleine Eiland im Trasimeno lässt sich von Passignano, Tuoro und Castiglione mit einem Boot ansteuern. Auf der Insel gibt es keine Autos, stattdessen können Besucher entspannt wandern oder durch das kleine Dorf schlendern.

Lago d‘Iseo in der Lombardei

Verschiedene Inseln befinden sich im Lago d‘Iseo – darunter Loreto.

Nach den bekannten Touristen-Hotspots Gardasee, Comer See und Lago Maggiore ist der Lago d‘Iseo (deutsch: Iseosee) der viertgrößte See Italiens. Im Gegensatz zu ihnen konnte die Region um den See jedoch ihren ursprünglichen Charme bewahren. Am südlichen Ufer vom Lago d‘Iseo befindet sich die gleichnamige Stadt Iseo. Besucher können an der Uferpromenade spazieren oder die leckere italienische Küche in einem der Restaurants genießen.

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Zu den Highlights des Sees gehört allerdings die Monte Isola, eine Insel, deren höchster Punkt etwa 400 Meter hoch liegt. Auf ihr befinden sich mehrere Dörfer, wobei Peschiera Maraglio das bekannteste unter ihnen ist. Von der Kirche Santuario della Madonna della Ceriola haben Besucher eine wunderschöne Aussicht auf den Lago. Wer eine Bootsrundfahrt unternimmt, kann außerdem einen Blick auf die malerische kleine Insel Loreto werfen, die wirkt, als wäre sie einem Märchen entsprungen.

Lago di Scanno in den Abruzzen

Lago di Scanno ist aufgrund seiner Herzform ein beliebtes Fotomotiv.

Lust auf eine Reisedestination in Herzform? Dann sollten Sie sich den Lago di Scanno in den italienischen Abruzzen nicht entgehen lassen. Der See ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein begehrtes Bade- und Wassersportziel. Vor Ort können sich Besucher ein Ruder- oder Tretboot ausleihen, Kanus sind ebenfalls vorhanden. Ein Ausflug zum Bergdorf Scanno ist ebenfalls ein Muss: Zwischen den verwinkelten Gassen und alten Häusern werden traditionelle Handwerkskünste wie die Schmuckherstellung und das Klöppeln noch gelebt.

Lago d‘Orta im Piemont

Die Insel San Giulio auf dem Lago d‘Orta ist ein hervorragendes Ausflugsziel.

Unweit des Lago Maggiore befindet sich eine ruhigere Alternative: der Lago d‘Orta oder auch Ortasee. Rund um den See gibt es einige Badestellen und kleine Strände, die zum Schwimmen im glasklaren Wasser einladen. Wer genug vom Baden hat, kann sich einen der malerischen Orte rund um den Lago ansehen – zum Beispiel Orta San Giulio, Pettenasco oder Pella.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

Im Städtchen Orta San Giulio gibt es zahlreiche herrschaftliche Palazzi und prachtvolle Gärten, die von der Kunst der Renaissance und des Barocks beeinflusst sind. Für einen Ausflug lohnt sich außerdem die gegenüberliegende Isola San Giulio, auf der es eine romanische Basilika, einen Bischofspalast und eine Benediktinerabtei zu entdecken gibt.

Lago di Molveno im Trentino

Schon mehrfach zum schönsten See Italiens gekürt: der Lago di Molveno.

Schon mehrfach wurde der Lago die Molveno im Trentino von der Umweltorganisation Legambiente und vom Touring Club Italien zum schönsten See des Landes ausgezeichnet. Grund genug, sich das Gewässer genauer anzusehen. Schon die Lage ist bezaubernd: Eingerahmt zwischen der Brenta-Gebirgskette und dem Paganella-Massiv sowie von Ahorn- und Birkenwälden umgeben leuchtet das Blau des Wassers umso stärker. Besonders Aktivurlauber können hier nahezu jede Fortbewegungsmöglichkeit zu Wasser austesten – vom Kanu, Kajak oder Tretboot bis hin zum Stand-up-Paddle-Board oder Segelboot.

Rubriklistenbild: © Joana Kruse/Imago

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