Fünf Spartipps

Jeder fünfte Deutsche hat kein Geld für eine Woche Urlaub übrig

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Deutsche lieben es, zu verreisen – allerdings können es sich immer weniger Menschen hierzulande leisten. Das zeigen aktuelle Daten von Eurostat.

Der Urlaub ist dazu da, vom stressigen Alltag in der Arbeit abzuschalten – für viele Deutsche bedeutet das, die Koffer zu packen und zu verreisen. Aber bei immer mehr Bundesbürgern bleibt nicht genügend Geld für eine Reise übrig, wie Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigen. 22,6 Prozent der Menschen hierzulande kann es sich demnach nicht leisten, einmal im Jahr für eine Woche wegzufahren. Im Vergleich zu 2022 ist der Anteil der Bevölkerung, auf den das zutrifft, im Jahr 2023 um 0,4 Prozentpunkte gestiegen.

Nicht genug Geld für eine Woche Urlaub

Ein Mann und ein kleines Mädchen spazieren am Strand.

Allen voran unter den Alleinstehenden mit Kindern bleibt mit 43,2 Prozent bei vielen kein Geld für eine Woche Urlaub übrig. Zu einem großen Teil sind außerdem Familien mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern (31,3 Prozent) betroffen. Generell haben es jedoch Alleinstehende schwieriger (30,4 Prozent) genügend Geld für eine Urlaubsreise anzusparen als Paare (16,8 Prozent). „Nahezu jeder Vierte kann sich nicht einmal eine Woche erholen“, kritisierte die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht, die die Daten beim Statistischen Bundesamt abgefragt hatte. Dass sich 2023 weniger Menschen einen Urlaub leisten konnten als 2022, könnte an der hohen Teuerungsrate nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine liegen.

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Fünf Tipps für eine Reise mit kleinem Budget

  • Deutschland-Ticket: Die Einführung des 49-Euro-Tickets hat das Verreisen mit der Bahn innerhalb Deutschlands enorm erleichtert. Nicht nur, dass Bahnfahrten im Nahverkehr damit deutlich günstiger ausfallen können, Reisende müssen sich auch nicht mehr mit dem Tarifdschungel in vielen Ballungsgebieten auseinandersetzen.
  • Urlaub auf dem Fahrrad: Wer beim Transportmittel sparen möchte, kann statt Auto oder Bahn auch einfach den eigenen Fahrradsattel wählen. Der Vorteil: Sie können unterwegs voll und ganz die Natur genießen – der Weg ist das Ziel. Dass mehrtägige Radreisen in Deutschland beliebt sind, zeigt auch die aktuelle Radreiseanalyse des ADFC (Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V.). Wo 2021 noch 3,9 Millionen Menschen sich für den Urlaub auf den Drahtesel geschwungen haben, waren es 2022 schon 4,6 Millionen. Zu den beliebtesten Routen zählen der Weser-Radweg, der Elberadweg und der Ostseeküstenradweg.

Zehn der schönsten deutschen Kleinstädte – Perfekt für einen Tagesausflug

Die Rur fließt zwischen den Fachwerkhäusern in Monschau hindurch.
Ein historischer Stadtkern, prächtige Fachwerkhäuser und regionale Köstlichkeiten machen das im Rurtal gelegene Monschau zu einem tollen Ausflugsziel. In den verwinkelten Gassen laden Boutiquen und Galerien zum Shoppen und Flanieren ein, während sich in Museen wie der Historischen Senfmühle oder der Monschauer Glashütte mehr über die Kultur und Kulinarik der Stadt erfahren lässt. Im 18. Jahrhundert war Monschau übrigens für seine Tuchindustrie bekannt. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte dem Roten Haus einen Besuch abstatten – es war einst der Stammsitz einer bedeutenden Tuchmacherfamilie.  © Pond5 Images/Imago
Burg Meersburg in der gleichnamigen Stadt
Wer am Bodensee unterwegs ist, sollte unbedingt einen Ausflug nach Meersburg miteinplanen. Die Stadt liegt von Weinbergen umrahmt direkt am Ufer des Sees und seine verwinkelten Gassen eignen sich perfekt für einen Spaziergang. Ihr Wahrzeichen ist die gleichnamige mittelalterliche Burg, die als älteste Wohnburg Deutschlands gilt. Außerdem sollten sich Besucher das Neue Schloss nicht entgehen lassen, welches durch seine barocke Architektur besticht.  © Markus Hermenau/Imago
Markusturm in Rothenburg ob der Tauber
Das mittelfränkische Rothenburg ob der Tauber ist aufgrund seiner gut erhaltenen Fachwerkhäuser ein wahrer Touristenmagnet – Ausflügler von nah und fern zieht es in die Kleinstadt, um in eine vergangene Zeit einzutauchen. Nicht nur die Häuserfassaden sind jedoch sehenswert, sondern auch das Mittelalterliche Kriminalmuseum oder das Weihnachtsmuseum von Käthe Wohlfahrt.  © Peter Widmann/Imago
Panorama der Stadt Cochem an der Mosel
Fans historischer Altstädte kommen auch in Cochem voll auf ihre Kosten. Noch heute sind Bestandteile der alten Stadtmauer vorhanden, darunter das Enderttor, welches zusammen mit dem Häuschen des Torwärters noch vollständig erhalten ist. Weitere Highlights sind das barocke Rathaus, der Bockbrunnen an der Moselpromenade und natürlich die Reichsburg Cochem, die über der Stadt thront.  © Alexander Ludwig/Imago
Altstadtansicht von Mölln mit Sankt Nicolaikirche und Schulsee
Mölln ist für seinen Eulenspiegel-Kult bekannt – hier soll nämlich der berühmte Volksnarr Till Eulenspiegel im 14. Jahrhundert seinen Lebensabend verbracht haben. Viele Orte in der Stadt erinnern an den Schalk: der Eulenspiegel-Brunnen, das Eulenspiegel-Museum und Stadtführer im Eulenspiegel-Kostüm. Auf eine entsprechend lange Geschichte blickt Mölln daher auch zurück – über 800 Jahre alt ist die Stadt und 77 Häuser und Ensembles stehen unter Denkmalschutz. Auf dem historischen Marktplatz befindet sich obendrein das zweitälteste Rathaus Schleswig-Holsteins.  © S. Ziese/Imago
Die historische Bäderbahn Molli in der Altstadt von Bad Doberan
Bad Doberan diente dem Mecklenburger Hof früher als Sommerresidenz, was heute noch an den zahlreichen Villen und herrschaftlichen Bauwerken zu erkennen ist. Nobel ist allerdings auch der Stadtteil Heiligendamm an der Ostseeküste, der 1793 als erstes deutsches Seebad gegründet würde. Hier suchte früher der europäische Hochadel nach Erholung und auch heute noch lockt der Ort zahlreiche Sommerurlauber an. Bad Doberan und Heiligendamm sind durch die historische Bäderbahn Molli verbunden, die sich durch die Altstadt schlängelt.  © Heiko Kueverling/Imago
Altmarkt und Stadtkirche St. Georg in der Stadt Schmalkalden
Wer von Fachwerkhäusern nicht genug bekommen kann, ist in der Kleinstadt Schmalkalden in Thüringen genau richtig. Die Häuser der historischen Altstadt sind liebevoll restauriert, die schmalen Gassen mit ihren Boutiquen und Cafés laden zum entspannten Flanieren ein. Bedeutend ist auch das Renaissanceschloss Wilhelmsburg, in dem Besucher einen Blick auf prächtige Wandmalereien und Stuckaturen werfen können.  © H.Tschanz-Hofmann/Imago
Die legendäre Drosselgasse in der Weinstadt Rüdesheim am Rhein
Die romantische Altstadt von Rüdesheim am Rhein lockt Touristen aus aller Welt an – allein in der berühmten Drosselgasse mit ihren Weinschenken, Bierlokalen und Souvenirläden tummeln sich jährlich rund drei Millionen Besucher. Bekanntheit erlangte die Kleinstadt vor allem durch den ältesten deutschen Weinbrand, Asbach, sowie seiner Weinkultur. Die Weinregion Rheingau zählt zu den kleinsten Anbaugebieten in Deutschland, ist dadurch aber nicht weniger bedeutend. Ausflügler können neben einer Weinverkostung aber auch eines der zahlreichen Museen besuchen – zum Beispiel das Spielzeugmuseum oder das Mittelalterliche Foltermuseum.  © Arnulf Hettrich/Imago
Blick auf die Stadt Mittenwald in Bayern
Zwischen Wetterstein, Kranzberg und Karwendel gelegen befindet sich in Oberbayern das malerische Mittenwald. Aktivurlauber können hier wunderbar einen Ausflug in die Berge unternehmen und die idyllische Natur des oberen Isartals genießen. Doch auch die Stadt selbst ist absolut sehenswert: Sie zeichnet sich durch Hausfassaden aus, die mit bunten Bildern verziert sind, auch Lüftlmalereien genannt. Bekannt ist Mittenwald zudem für den Geigenbau, der hier seit drei Jahrhunderten als Handwerk betrieben wird. Seine Geschichte lässt sich im örtlichen Geigenbaumuseum erfahren. © Rico Ködder/Imago
Fachwerkhäuser in der Altstadt von Bacharach
Im Kulturerbe Oberes Mittelrheintal befindet sich das idyllische Städtchen Bacharach. Mit seinen malerischen Gassen und den wunderschönen Fachwerkhäusern war es bei vielen bekannten Schriftstellern und Künstlern wie Victor Hugo, Clemens Brentano oder William Turner Quelle der Faszination – nicht umsonst wird die Stadt auch als heimliches Zentrum der Rheinromantik bezeichnet. Ausflügler sollten bei einem Besuch einen Abstecher zur Burg Stahleck und der gotischen Wernerkapelle machen. © Volker Preußer/Imago
  • Nebensaison wählen: Wenn möglich, dann lohnt es sich zudem, die Hauptreisezeit in den Sommerzeiten zu meiden. In der Nebensaison sind Unterkünfte und Flüge oft deutlich günstiger und Sie haben die Gelegenheit, beliebte Urlaubsziele ohne Menschenmassen zu erkunden.
  • Unterkunft mit Küche wählen: Bei einer Übernachtung im Ferienhaus sollten Sie darauf achten, dass eine Küche vorhanden ist. Denn das tägliche Essen in Restaurants kann schnell zu einem Kostenfaktor werden. Lieber ein paar Mal in den Supermarkt gehen und sich selbst etwas zubereiten – dann bleibt mehr Geld für andere Aktivitäten übrig.
  • Anderen Abflughafen wählen: Für Familien kann es sich lohnen, einen Abflug von einem Flughafen in einem benachbarten Bundesland zu wählen. Falls da nämlich noch keine Schulferien sind, können die Preise dort deutlich günstiger ausfallen.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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