Entschädigung für Reisende

Nach Waldbränden im letzten Jahr: Rhodos-Urlauber können sich jetzt Hotelgutscheine sichern

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Im vergangenen Jahr mussten zahlreiche Rhodos-Touristen ihren Urlaub wegen verheerender Waldbrände vorzeitig abbrechen. Sie können sich nun für Hotelgutscheine registrieren.

Lodernde Flammen, evakuierte Hotels und Einheimische wie Touristen auf der Flucht: Diese Bilder beherrschten die Nachrichten im vergangenen Sommer, als die griechische Urlaubsinsel Rhodos von einem der verheerendsten Waldbrände der letzten Jahre heimgesucht wurde. Um betroffene Urlauber schleunigst wieder nach Hause zu bringen, boten einige Airlines sogar Sonderflüge in die Heimat an. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach schon bald von einem Ausgleich für die Reisenden. Betroffene der Waldbrände sollten 2024 die Möglichkeit bekommen, eine Woche Gratisurlaub auf Rhodos verbringen zu dürfen, so der Plan. Mittlerweile gibt es eine Plattform, auf der sich Urlauber dafür registrieren können.

Gratisurlaub auf Rhodos: Was für betroffene Urlauber gilt

Gratis auf Rhodos – das ist für Betroffene der Waldbrände in diesem Jahr möglich.

Anfang des Jahres stellte die griechische Regierung die Rahmenbedingungen für die sogenannte „Rhodos Week“ vor. Die griechische Zeitung Kathimerini berichtete davon, dass alle Gäste, die in einem evakuierten Hotel übernachtet haben, unabhängig von ihrer Nationalität für einen Zuschuss infrage kommen. Sie sollen einen Reisegutschein über einen Geldwert erhalten, der für eine vergleichbare Hotel- und Zimmerkategorie einzulösen ist, wie bei ihrem Rhodos-Urlaub während der Waldbrände.

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Die Beträge sind folgendermaßen gegliedert:

  • 300 Euro für den gesamten Aufenthalt für Hotels mit 1,2 oder 3 Sternen und Zimmern mit bis zu drei Betten
  • 400 Euro für den gesamten Aufenthalt für Hotels mit 1,2 oder 3 Sternen und Zimmern mit mehr als drei Betten
  • 400 Euro für den gesamten Aufenthalt für Hotels mit 4 oder 5 Sternen und mit bis zu drei Betten
  • 500 Euro für den gesamten Aufenthalt für Hotels mit 4 oder 5 Sternen und Zimmern mit mehr als drei Betten

Die Reisegutscheine sollen den Angaben zufolge für folgende Reisezeiträume außerhalb der Hauptsaison eingelöst werden:

  • im Frühling vom 10. April bis 31. Mai 2024
  • im Herbst vom 1. Oktober bis 15. November 2024

Antike Stätten, atemberaubende Strände, Wunder der Natur: Zehn traumhafte Urlaubsspots in Griechenland

Odeon des Herodes Atticus in Athen
Neben Rom ist Athen eine der geschichtsträchtigsten Städte Europas. Sie gilt als die Wiege der Demokratie und hat bekannte Philosophen wie Sokrates, Platon und Aristoteles hervorgebracht. Über der Metropole thront die Akropolis mit dem Parthenon und dem Heiligtum des Zeus, das Highlight eines jeden Besuchs der griechischen Hauptstadt. Am Fuß des Akropolis-Felsens befindet sich außerdem das Odeon des Herodes Atticus (wie auf dem Foto zu sehen), in dem auch heute noch Veranstaltungen stattfinden.  © Pond5 Images/Imago
Blick auf das Küstendorf Oia auf Santorin.
Die griechische Kykladeninsel Santorini ist lange kein Geheimtipp mehr und wird in den Sommermonaten geradezu von Touristen überrannt. Allen voran das malerische Dörfchen Oia ist ein wahrer Besucher-Hotspot – jeder möchte die typischen, weiß gekalkten Häuser sehen, die sich an die Klippen schmiegen. Wer die verwinkelten Gassen in Ruhe erkunden möchte, kann in der Nebensaison im April oder Oktober dorthin reisen. © imago-images
Kap Drastis auf Korfu in Griechenland
Korfu zählt zu den bekanntesten Urlaubsdestinationen Griechenlands. Touristen wissen hier vor allem die unzähligen Strände zu schätzen, die an allen Ecken und Enden der Insel zu finden sind. Aber Korfu hat noch mehr zu bieten – wie den Aussichtspunkt am Kap Drastis (hier auf dem Bild zu sehen), die alte venezianische Festung in Korfu-Stadt oder den Achilleion-Palast der Kaiserin Sisi.  © Liubomir Paut/Imago
Vikus-Schlucht in Griechenland
Wer in Griechenland etwas mehr von der Natur sehen möchte als die Strände, liegt mit dem Pindos-Gebirge im Nordwesten des Landes genau richtig. Dort befindet sich mit der Vikos-Schlucht laut dem Guinness-Buch der Rekorde die “tiefste Schlucht der Welt”, ihre Kalksteinwände führen fast senkrecht rund 1.000 Meter in die Tiefe. Eine tolle Aussicht auf die Landschaft bietet sich vom heute verlassenen Kloster Paraskevi, das direkt in die Felsen gebaut wurde. © Giorgos Efstathiou/Imago
Gasse im Fischerdorf Naoussa auf der griechischen Insel Paros
Paros ist eine der eher unbekannten Inseln der Hellenischen Republik – dabei hat sie alles zu bieten, was man sich von einem Griechenland-Urlaub nur wünschen kann. Weiße Sandstrände, spektakuläre Felsformationen und malerische Orte mit weißen Häusern, blauen Fensterläden und üppigen Blumen an der Fassade. Ein Beispiel dafür ist die Hafenstadt Naoussa, die dank ihrer Kykladen-Architektur ihren Charme als Fischerdorf behalten hat. © Natallia Pershaj/Imago
Ruinen der antiken Stätte Olympia in Griechenland
Die südlichste Halbinsel Griechenlands, Peloponnes, bietet einen perfekten Mix aus Kultur- und Badeurlaub. Einige der berühmtesten antiken Stätten befinden sich hier – darunter das Heiligtum des Zeus, Olympia, welches auch der Geburtsort der Olympischen Spiele ist. Wer nach einem anstrengenden Tag voller Besichtigungen entspannen möchte, hat die Wahl zwischen einigen der schönsten Strände Griechenlands. Ein Beispiel ist der Divari Beach, der sich über mehrere Kilometer an einer lagunenartigen Bucht erstreckt.  © YAY Images/Imago
Das Dorf Assos auf der griechischen Insel Kefalonia
Griechenland verfügt mit Rhodos, Korfu und Kreta über zahlreiche beliebte Urlaubsinseln – sehenswert ist jedoch auch das vergleichsweise kleine Eiland Kefalonia. Vor einer atemberaubenden Bergkulisse befinden sich idyllische Dörfer wie Assos – eine Aneinanderreihung von bunten Häusern, die zum Flanieren einladen. Außerdem gibt es zahlreiche weiße Sand- und Kieselstrände für einen entspannten Nachmittag. © YAY Images/Imago
Luftaufnahme des Weißen Turm von Thessaloniki
Viel Kultur und etwas Auszeit am Strand – dafür ist die Hafenstadt Thessaloniki im Norden Griechenlands perfekt geeignet. Über die Jahrhunderte weg haben hier Römer, Makedonier und Osmanen geherrscht, was sich im Stadtbild widerspiegelt. Zu den beeindruckendsten Bauwerken zählen die Hagia Sophia – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Kirche in Istanbul -, der Weiße Turm und die Rotunde des Galerius. Da die Stadt im Gegensatz zu den südlichen Regionen nicht zu sehr von Touristen überlaufen ist, lässt sich wunderbar das authentische Griechenland kennenlernen.  © Pond5 Images/Imago
Klöster von Meteora
Die Klöster von Meteora zählen aufgrund ihrer einzigartigen Lage auf der Spitze von 500 Meter hohen Sandsteinfelsen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Sie befinden sich in der Region Thessalien, nahe der Stadt Kalambaka. Die Baumaterialien sollen mithilfe von Seilen und Aufzügen auf die Felsen geschleppt worden sein – erst später wurden Wege gebaut, um den Aufstieg zu erleichtern. Von den einst 24 Klöstern können heute noch sechs besichtigt werden. © Dmitry Rukhlenko/Imago
Elafonissi Beach auf Kreta
Kreta ist das perfekte Urlaubsziel für Reisende, die alle Aktivitäten abdecken wollen: Wandern in der Samaria-Schlucht, Kultur erleben am Palast von Knossos und Entspannen am Strand. Besonders schön ist hier der Elafonissi-Strand im Südwesten der Insel. Das Wasser ist nicht nur kristallklar, sondern der Strand an einigen Stellen zartrosa verfärbt – das liegt an Tausenden zerbrochenen Muscheln, die sich im Sand befinden.  © Imago

Wie können sich Rhodos-Urlaub für das Programm registrieren?

Die Veranstalter und Hotels stellen ihre Gästelisten aus dem Zeitraum der Waldbrände der griechischen Regierung zur Verfügung. Im besten Fall haben die betroffenen Urlauber bereits bis Ende März einen Registrierungslink per E-Mail erhalten, um sich für den Gratisurlaub zu registrieren, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Wer keine Nachricht erhalten hat, kann sich selbst mit seinen persönlichen Daten über eine eigens dafür eingerichtete Webseite registrieren. Das griechische Tourismusministerium weist darauf hin, dass das Programm nur für Touristen gilt, die während der Waldbrände aus ihren Hotels evakuiert wurden. Wer in privaten Unterkünften, zum Beispiel über Airbnb, Urlaub gemacht hat, kommt nicht infrage.

Rubriklistenbild: © Ingo Schulz/Imago, Felix Kästle/dpa

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