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Neue Bußgelder in Italien: Wer in Turin raucht, muss fünf Meter Abstand halten

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Die italienische Stadt Turin erweitert das Rauchverbot: Es darf nun nicht mehr im Freien gequalmt werden, wenn sich in unmittelbarer Nähe andere Menschen befinden.

In Italien ist das Rauchen schon seit Jahren streng geregelt: 2005 wurde ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, Büros, Restaurants, Bars, Diskotheken und Hotels eingeführt. Turin, die viertgrößte Stadt des Landes, geht nun aber einen Schritt weiter: Das Qualmen ist ab sofort auch im Freien verboten, wenn sich im Umkreis von fünf Metern andere Personen befinden. Davon berichtete unter anderem der österreichische Sender ORF.

„Gesunder Menschenverstand“: Verschärftes Rauchverbot in Turin

Im Freien eine Zigarette zu rauchen, kann in Turin unter Umständen zu einem Bußgeld führen. (Symbolbild)

„Es geht darum, diejenigen zu respektieren, die nicht rauchen, und in gewisser Weise auch darum, eine Kultur des Respekts zu fördern“, sagte Bürgermeister Stefano Lo Russo zu der Entscheidung. Dabei handle es sich um „gesunden Menschenverstand.“ Das Verbot gilt laut der verabschiedeten Verordnung nicht nur für Zigaretten, sondern auch für Zigarren, Pfeifen, erhitzte Tabakprodukte und E-Zigaretten. Wer das Verbot missachtet, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen. Die italienische Regierung plant bereits seit einiger Zeit ein landesweites Rauchverbot im Freien.

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In der Nähe von anderen Personen darf nur noch geraucht werden, „wenn diese ausdrücklich zustimmen“. Befinden sich Schwangere oder Kinder in der Nähe ist das Rauchen im Freien komplett verboten.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

An vielen Urlaubsorte in Italien gelten strenge Rauchverbote

Turin ist in Italien nicht allein mit seinen verschärften Regeln bezüglich des Rauchens. Die Stadt Modena führte bereits im März 2023 ein Verbot ein, im Freien – an Schulen, Universitäten, Spielplätzen, Bushaltestellen oder in öffentlichen Büros – zu rauchen, wie die Berliner Morgenpost berichtet. Und auch an dem beliebten Badeort Bibione, in der Nähe von Venedig, gilt seit 2014 ein Rauchverbot von der ersten Reihe Sonnenschirme bis zum Meer, das mittlerweile auf den gesamten Strand ausgeweitet wurde. Weitere rauchfreie Strände befinden sich dem Bericht zufolge an den Urlaubsorten Noto, Altavilla Milicia und Terrasini auf Sizilien sowie den Inseln Lampedusa und Linosa. Ein Rauch- und Plastikverbot gilt außerdem am Strand Stintino auf Sardinien.

In Frankreich ist ähnliches geplant: Künftig soll das Rauchen nicht nur an öffentlichen Orten verboten sein, sondern auch in Parks, Wäldern und an Stränden. Auch für Touristen ist es daher empfehlenswert, sich genau darüber informieren, wo der Glimmstängel noch erlaubt ist.

Rubriklistenbild: © Fabio Camandona/Imago

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