Update vom 14. Juni, 19.20 Uhr: Deutschland macht sich bereit für das Eröffnungsspiel der EM: In einer Stunde und 40 Minuten ertönt der Anpfiff in München.
Erstmeldung vom 14. Juni, 18.27 Uhr: München – Julian Nagelsmann hat seinen Masterplan für den langersehnten EM-Auftakt festgelegt. Nach einem strukturierten Tagesablauf, der Frühstück, Aktivierung, Besprechungen und Mittagessen beinhaltet, sollen seine Stars endlich in die Europameisterschaft stürmen. „Die Spieler sind heiß, sie haben Lust, sie haben Hunger auf bessere Ergebnisse als bei den letzten Turnieren. Noch habe ich sie ein bisschen an der Leine, heute Abend lasse ich sie los“, so Nagelsmann vor dem mit großer Spannung erwarteten Eröffnungsspiel gegen Schottland in München (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).
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Der 36-jährige Nagelsmann spürt vor seinem ersten großen Turnier eine Nervosität, die er mit Mathe-Schulaufgaben aus seiner Jugend vergleicht. Auch wenn diese oft „schiefgelaufen“ sind, herrscht bei Nagelsmann „eine große Vorfreude, sehr viel Glaube und Zuversicht“. Um den Traum vom vierten EM-Titel nach drei enttäuschenden Turnieren zu verwirklichen, ruft der Bundestrainer die Fans in der Arena und in der gesamten Fußballnation auf: „Ich will, dass uns das Land nach vorne peitscht, wir wollen den Heimvorteil nutzen!“
Gegen die „unangenehmen“ Schotten muss die DFB-Auswahl jedoch die richtige Balance finden. Nagelsmann möchte seine Mannschaft nicht blindlings gegen den vermutlich defensiv orientierten Gegner antreten lassen. Man dürfe „nicht zu großes Risiko gehen“, betont Nagelsmann, sondern man müsse „die Situationen heraussuchen“.
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Das gesamte Team strebt danach. Mit „Begeisterung, Intensität und Willen“ soll die Mannschaft auftreten, so Ilkay Gündogan. Der Kapitän räumt ein, dass der Druck vorhanden ist, angesichts der hohen Erwartungen, aber man wolle „die Freude in den Fokus stellen“.
Deutschland gegen Schottland: Die Bravehearts sind der Underdog
Schottland hingegen fühlt sich in der Rolle des Außenseiters sehr wohl und sieht seine Chance. „Wir werden schwer zu besiegen sein“, sagte Kapitän Andy Robertson kämpferisch und fügte hinzu: „Es lastet viel Druck auf Deutschland. Wir müssen die Deutschen frustrieren.“ (akl/sid)