Nach Seuchensaison 2023/24

Biathlon-Superstar Wierer fällt lang erwartete Zukunftsentscheidung

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Beendet Biathlon-Ass Dorothea Wierer ihre Karriere oder macht die Italienerin weiter? Nun hat die 34-Jährige ihre Entscheidung verkündet.

München – Die Katze ist aus dem Sack, Dorothea Wierer hat wie angekündigt Klarheit geschaffen.

Nach verkorkster Biathlon-WM: Spekulationen um Karriereende von Dorothea Wierer

In den vergangenen Monaten wurde viel über ein mögliches Karriereende des italienischen Wintersport-Stars spekuliert, am Mittwochnachmittag (8. Mai 2024) hat die Biathletin ihre Entscheidung mitgeteilt.

Wie die zweimalige Gesamtweltcup-Siegerin auf einer Online-Pressekonferenz bekanntgab, wird sie ihre Laufbahn fortsetzen. Ihr Ziel sei es, bis zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo weiterzumachen.

Setzt ihre Karriere bis Olympia 2026 fort: Biathlon-Ass Dorothea Wierer.

Dorothea Wierer setzt Biathlon-Karriere bis zu den OIympischen Winterspielen 2026 fort

„Es wäre eine Schande gewesen, diesen Teil meines Lebens so zu beenden, ohne dass ich 100 Prozent habe geben können. Ich will weitermachen bis zu den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina“, so die Südtirolerin.

Im vergangenen Winter hatte Wierer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und beendete ihre Saison nach der Biathlon-WM 2024 in Nove Mesto vorzeitig. „Das letzte Jahr war sehr schwierig für mich, ich habe zwei Monate Pause gemacht, ich habe mich ausgeruht, ich habe viel nachgedacht“, erklärte sie weiter.

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Dorothea Wierer begründet Entscheidung mit Olympia „vor der eigenen Haustür“

Es sei „keine einfache Entscheidung“ gewesen, wie Wierer weiterhin betonte. Aber die Aussicht auf Olympia „vor der eigenen Haustür“ habe den Entschluss in ihr reifen lassen: „Das ist eine Möglichkeit, die nur ganz wenige haben. Ich will es später nicht bereuen, diese anderthalb Jahre nicht mehr weitergemacht zu haben.“

Nichtsdestotrotz will sie in der Zukunft mehr auf ihren Körper und dessen Bedürfnis nach Regeneration hören: „Die letzte Saison hat mich gelehrt, mehr auf die Genesung zu achten, wenn ich krank bin, ohne um jeden Preis durchhalten zu wollen.“

Biathlon: Dorothea Wierer startet in die Vorbereitung auf die Saison 2024/25

Nun fühle sie sich aber wieder besser und nimmt das Jahresende ins Visier. Am 30. November startet die neue Biathlon-Saison im finnischen Kontiolahti, die Vorbereitungen seien bereits angelaufen: „Wir haben den Sommer bereits geplant und ich habe heute begonnen, mit meiner üblichen Gruppe zu trainieren.“

Der Weg bis zum Startschuss für das erste Saisonrennen ist noch weit, der bis zu den Olympischen Winterspielen 2026 noch weiter. Doch den Willen, diesen zu bestreiten, untermauerte Wierer mehrfach – und die meisten Biathlon-Fans dürften sich darüber freuen. (masc)

Rubriklistenbild: © Bildbyran / Imago Images

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