Eben nur fast. Einer nämlich kam am Samstagnachmittag gar nicht zum Einsatz, obwohl er fit war: Jamal Musiala! Der 20-Jährige saß gegen Bochum die kompletten 90 Minuten auf der Bank, was ihm wenig geschmeckt haben dürfte.
Jamal Musiala
Geburtsdatum:
26. Februar 2003 (20 Jahre)
Verein:
FC Bayern München
Position:
Offensives Mittelfeld
Marktwert:
110 Millionen Euro
Thomas Tuchel lässt Jamal Musiala gegen Bochum 90 Minuten auf der Bank
Bereits vor der Partie war die Überraschung groß. Auf die Frage, ob Musiala oder Thomas Müller, antwortete Trainer Thomas Tuchel mit: Choupo-Moting. Der Plan war daher klar.
„Zwei Stürmer, dass wir in die Räume reinkommen vor die Angreifer“, erklärte Keeper Sven Ulreich nach dem Spiel auf tz.de-Nachfrage den Matchplan: „Dadurch war viel Platz, den haben wir ausgenutzt.“ Und wie!
Musiala-Gala gegen ManUnited – anschließend 90 Minuten auf der Bank
Bereits nach nicht einmal einer halben Stunde war die Partie entschieden, da stand es 3:0 für die Bayern gegen überforderte Bochumer. Daher konnte Tuchel im zweiten Durchgang auch Frans Krätzig zu seinem Bundesliga-Debüt verhelfen. „Frans hat sich den Einsatz jetzt über mehrere Wochen verdient“, sagte Tuchel auf der PK nach dem Spiel über den Youngster: „Es ist top, mit welcher Lust und Aufmerksamkeit er im Training ist.“
Da der Bayern-Coach zur Pause bereits Dayot Upamecano für den angeschlagenen de Ligt bringen musste und im Laufe der Partie dann auch Super-Joker Mathys Tel sowie Thomas Müller und Leon Goretzka ins Spiel kamen, blieb kein Platz mehr für Musiala. Trotz seiner überragenden Leistung unter der Woche in der Champions League gegen Manchester United (tz-Note 1).
90 Minuten auf der Bank: Bayern-Boss erklärt Musiala-Verzicht gegen Bochum
Allerdings hatte dies besondere Gründe. Thema Belastungssteuerung. „Er hat ein überragendes Spiel gemacht am Mittwoch“, so Sportdirektor Christoph Freund in der Mixed Zone nach dem Bochum-Spiel auf tz.de-Nachfrage: „Aber Jamal ist von einer Verletzung gekommen und darum müssen wir da ein bisschen aufpassen.“
Der Rekordmeister konnte sich den Luxus leisten, Musiala in der Bundesliga gänzlich zu schonen. „Wir wissen, was wir an Jamal haben und es war gut, dass wir ihn heute gar nicht gebracht haben“, erklärte Freund weiter: „Wir werden ihn in den nächsten Wochen noch intensiv nützen und brauchen Jamal.“
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Kader des FC Bayern doch nicht zu klein? Musiala und Gnabry 90 Minuten auf der Bank
Kurios: Vor wenigen Wochen hieß es noch, der Bayern-Kader sei viel zu klein. Nun konnte Tuchel Spieler wie Jamal Musiala 90 Minuten auf der Bank zu lassen. Übrigens: Auch Serge Gnabry kam gegen Bochum keine Sekunde zum Einsatz.
Das kann man dann wohl alles unter der Kategorie Luxus verbuchen. (smk)