Keine Vertragsverlängerung

Abgang jetzt doch offiziell: Ndicka verlässt Eintracht Frankfurt

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Lange war offen, wo Eintracht-Verteidiger Evan Ndicka im nächsten Jahr spielt. Jetzt hat der Franzose eine Entscheidung getroffen.

Frankfurt – Jetzt ist es offiziell: Evan Ndicka verlässt Eintracht Frankfurt nach Saisonende. Zuletzt hatte sich noch eine überraschende Kehrtwende rund um die Zukunft des Eintracht-Abwehrmanns abgezeichnet. Doch nun steht fest: Der französische Innenverteidiger verlängert seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag am Main nicht.

Obite Evan Ndicka
Geboren:20. August 1999 (Alter: 23 Jahre), Paris, Frankreich
Position:Innenverteidiger
Bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag seit:5. Juli 2018
Marktwert:32 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

„Schade, dass er uns verlässt“: SGE-Sportchef Krösche bedauert Ndicka-Abgang

Am Mittwoch gab die Eintracht Ndickas Abgang bekannt. „Wir hätten Evan gerne auch in Zukunft bei Eintracht Frankfurt gesehen“, wird Sportvorstand Markus Krösche in einer offiziellen Mitteilung der SGE zitiert.

Daher sei es „schade, dass er uns verlässt“, sagte der Frankfurter Sportchef. Ndicka kam vor fünf Jahren von AJ Auxerre aus der zweiten französischen Liga zur Eintracht. Der auf den ersten Blick große Sprung aus der Ligue 2 in die Bundesliga gelang ihm hervorragend: In seiner ersten Saison 2018/2019 entwickelte er sich auf Anhieb zum Leistungsträger und mauserte sich in den folgenden Jahren zum Abwehrchef der SGE.

Verlässt Eintracht Frankfurt zum Saisonende: Verteidiger Evan Ndicka.

Trotz Ndickas Abschied aus Frankfurt: „Dank für fünf gemeinsame Jahre“ überwiegt

Insgesamt lief der Franzose in 183 Pflichtspielen auf. Dabei verbuchte er neben zwölf Toren zehn Assists. Auch am Europa-League-Triumph der Eintracht im vergangenen Jahr war Ndicka maßgeblich beteiligt. Im Endspiel gegen die Glasgow Rangers stand er in der Startelf und wurde nach 100 Minuten ausgewechselt.

Obwohl sie den Verlust bedauern, überwiegt bei den Frankfurter Verantwortlichen der „Dank für fünf gemeinsame Jahre, in denen er bereits zu Beginn in jungem Alter als Stammspieler seine Leistung gebracht hat“, sagte Krösche. „Am sportlichen Erfolg und der positiven Entwicklung von Eintracht Frankfurt hat er seinen Anteil“, huldigte der Frankfurter Sportchef dem 23-Jährigen. „Für seine Zukunft wünschen wir ihm alles Gute“, so Krösche. Ein positionsgetreuer Ersatz für den abwandernden Ndicka steht in Frankfurt bereits in den Startlöchern: Willian Pacho kommt aus Antwerpen zur Eintracht.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Zuletzt stand überraschend wieder ein Verbleib Ndickas in Frankfurt im Raum

Ndickas Abgang hatte vermeintlich bereits während der abgelaufenen Spielzeit festgestanden. Doch überraschend hatte sich vor wenigen Wochen eine Wendung abgezeichnet, ein Verbleib des Franzosen am Main schien plötzlich wieder realistisch.

Allerdings wird daraus nun sicher nichts. Wohin es den Franzosen jetzt zieht, ist nicht bekannt. Er ist jetzt ablösefrei auf dem Markt. Zuletzt kamen nach einem verdächtigen Foto Gerüchte über einen Wechsel des Noch-Eintracht-Verteidigers nach Italien auf. (wuc)

Rubriklistenbild: © Imago / Hartenfelser

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