Thomas Müllers großer Wunsch zum Abschied vom FC Bayern
VonPeter Grad
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Die letzten Wochen als aktiver Spieler des FC Bayern wird Thomas Müller in den USA verbringen. Dort will er mit attraktivem Fußball Klub-Weltmeister werden.
München – Die Ära Thomas Müller als aktiver Spieler bei seinem Herzensverein, dem FC Bayern, neigt sich dem Ende zu. Jedes Spiel seiner maximal noch zehn Spiele im FCB-Trikot wird eine Bedeutung haben: In Leipzig bestenfalls frühzeitig die Deutsche Meisterschaft holen – mit den dann 13 Titeln ist er alleiniger Rekordhalter. Dann eine sicherlich extrem emotionale Partie in seinem letzten Pflichtheimspiel für den FC Bayern am 10. Mai gegen Borussia Mönchengladbach, eine Woche später sein vermutlich letztes Bundesligaspiel in Hoffenheim. Und nach einer vierwöchigen Spielpause wird es hoffentlich noch ein richtiges Karriere-Highlight für den 35-Jährigen geben.
Müller freut sich schon lange auf die Klub-WM
Die FCB-Ikone war schon vor Monaten der erste Bayernspieler, der ganz deutlich seine große Vorfreude auf die Klub-WM in den USA kundgetan hat, deren sportlicher Wert durch das neue Format extrem aufgewertet wird. Zu dem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass es im Sommer zu seinem Abschied als Aktiver von der Säbener Straße kommen würde und auch nicht, dass es weder für ein DFB-Pokal-Finale in Berlin noch zu einem „Finale dahoam“ in der Königsklasse reichen wird. Müllers Fokus auf den Wettbewerb in den Vereinigten Staaten sollte damit noch einmal größer geworden sein.
Noch schlägt die Klub-WM bei den Bayernfans nicht die erhofften großen Wellen, Müller dagegen ist bereits jetzt so richtig heiß: „Wir wollen natürlich durchmarschieren in die K.-o.-Runde“, so der Weltmeister von 2014 in einem FIFA-Interview. Insbesondere der neue Modus reizt ihn: „Das fühlt sich in diesem Format auch mehr wie eine Weltmeisterschaft an“, erklärt er seine besondere Motivation. Im bisherigen WM-Mini-Format mit sieben Vereinen wurde Müller bereits zweimal Klub-Weltmeister - 2013 und 2020 (wegen der Pandemie erst 2021 ausgetragen).
Der Wettbewerb wird mit 32 Vereinen vom 14. Juni bis 13. Juli ausgetragen. An einem 13. Juli wurde die FCB-Legende schon einmal Welt-Champion: 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft, vielleicht ein gutes Omen. Der FC Bayern trifft zunächst in der Gruppenphase auf Auckland City (15. Juni in Cincinnati), die Boca Juniors (21. Juni in Miami) und Benfica Lissabon (24. Juni in Charlotte).
Was die FCB-Legende bei den Titeln glücklich macht
Müller zeigt sich bereits jetzt top-motiviert: „Es geht darum, immer wieder die Belastung auf sich zu nehmen, sowohl körperlich als auch im Wettbewerb – und zu gewinnen“, und gibt dazu weitere Einblicke in seine spezielle Denkweise: „Der Titel ist nur das Metallstück, das du bekommst, wenn du den Wettbewerb gewonnen hast. Aber das ist nicht das, was glücklich macht. Der Weg dorthin ist das, was mich reizt“, so der 35-Jährige.
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Sicherlich auch ein Indiz dafür, dass er mit seinen Teamkameraden, die er laut eigenen Aussagen nach dem 3:0-Sieg über Mainz 05 „liebt“, noch einmal mit attraktivem Fußball möglichst erfolgreich sein will. Die Fußballwelt würde speziell ihm den WM-Titel sicherlich sehr gönnen.