Nagelsmann gibt vor EM-Achtelfinale Rüdiger-Update – Füllkrug-Entscheidung schon gefallen
VonMarcel Schwenk
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Vor dem EM-Achtelfinale gegen Dänemark hat sich Julian Nagelsmann zu Antonio Rüdiger geäußert. Die Stürmer-Frage blieb unbeantwortet. Die DFB-PK zum Nachlesen.
Update, 19.23 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.
Robert Andrich (Spieler Deutschland) über...
... die hohe Belastung in der Saison: „Ist natürlich brutal viel, wenn man die Anzahl der Spiele hört. Ich glaube, wir haben im Verein ganz gut rotiert. Dadurch konnte man den Kopf auch mal abschalten, der ist manchmal härter belastet als der Körper. Aber wenn man so eine EM spielt, dann existiert sowas wie Erschöpfung eigentlich nicht.“
... Distanzschüsse: „Es muss sich schon die Waage halten. Wenn die Gegner viel die Box verteidigen, hat man schon immer mal die Möglichkeit. Das gehört, glaube ich, auch zu meiner Position dazu.“
... seine neue Frisur und Selbstbewusstsein im Team: „Grundsätzlich merkt man der Mannschaft an, dass wir durch die sieben Punkte ein gewisses Selbstvertrauen haben. Wir wollen das weiter fortsetzen, weiter hungrig sein. Das wird morgen nicht einfach, aber wir sind guter Dinge. Und zu meiner Frisur: Ich habe schon länger darüber nachgedacht, mal wieder eine Farbe zu machen. Die, die mich kennen, sind da jetzt nicht so überrascht.“
... die Regel, dass nur der Kapitän mit dem Schiri sprechen darf und eine Einführung in der Bundesliga: „Begrüßen würde ich es wahrscheinlich eher nicht. Wir waren erst ein bisschen irritiert, inwiefern das jetzt ein Problem werden kann. Ich glaube schon, dass wir das bis hierhin sehr sehr gut machen. Es ist gut, wenn wir gar nicht viel darüber nachdenken, sondern einfach unser Spiel machen.
... Aufregung: „Ich bin bis jetzt noch sehr entspannt. Natürlich kribbelt es schon, wenn man jetzt im Stadion ist und den Rasen sieht. Wir sind vorbereitet, wir sind Profis genug, das dann auch auf den Platz zu bringen. Wir werden morgen früh genug auch die Anspannung spüren.“
... das lange Warten auf ein Viertelfinale (seit 2016 nicht mehr): „Grundsätzlich kein Thema für uns. Wir sind froh, dass wir vor dem letzten Spiel schon weiter waren. Aber der Weg soll noch nicht vorbei sein.“
... Atmosphäre in Dortmund: „Ich persönlich freue mich auf das Spiel, es wird eine sehr geile Atmosphäre. Mich beflügelt das und ich denke den Rest der Mannschaft auch.“
... über Druck bei ihm selbst: „Noch bin ich ganz entspannt, weil wir im Trainerteam und auch in der Mannschaft gut gearbeitet haben. Wir sind top vorbereitet, haben alles außen herum getan. Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft und weiß, was sie leisten kann. Trotzdem ist ein K.o.-Spiel immer was Besonderes, weil man sich keine Fehler erlauben kann. Aber das gilt für beide Teams.“
... die Trainingspause von Dänemarks Christian Eriksen wegen Magenproblemen: „Das wird uns nicht beeinflussen. Wir werden sehen, was passiert. Er ist ein besonderer Spieler, findet freie Räume zwischen den Linien. Ich hoffe, ich werde ihn auf dem Platz sehen, weil ich ihn mag. Aber wir werden sehen.“
... über den Turnierbaum: „Generell fordert man von den Spielern immer, alle Spiele anzunehmen und gewinnen zu wollen. Das werde ich der Mannschaft auch immer sagen, unabhängig davon, welche Konsequenzen es hat. Auf dem Papier ist die andere Seite vielleicht ein bisschen leichter, aber da sind auch Teams dabei, die besser gespielt haben als so manche Favoriten.“
... Niclas Füllkrug: „Er hatte seinen Einfluss, auch wenn er nicht gestartet ist. Er hat wichtige Tore für uns geschossen. Es ist auch wichtig, Spieler von der Bank bringen zu können, die Einfluss nehmen. Ich habe meine Entscheidung getroffen, werde sie Euch aber nicht mitteilen.“
... Erkenntnisse aus der Gruppenphase: „Die Gruppenphase war sehr interessant für uns, wir hatten zum Start ein Spiel, was leichter war als erwartet. Ungarn war dann schon schwerer, Schweiz haben wir spät den Ausgleich erzielt. Am Ende ist es auch wichtig für ein Team zu lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Aber ich hoffe natürlich, dass wir morgen kein spätes Tor schießen müssen, um zu gewinnen.“
... Antonio Rüdiger: „Er ist sehr wichtig für uns, unsere medizinische Abteilung hat alles gegeben, um ihn fit zu bekommen. Heute hat es ausgesehen, als wäre er fit. Wir müssen abwarten, was über Nacht passiert. Aber wenn nichts passiert, kann er morgen spielen.“
... Havertz/Füllkrug: „Ich verfolge die Diskussion nicht. Wir entscheiden als Trainerteam morgen Abend, wir haben genug Expertise. Es steht fest für mich.“
... die Stimmung in Dortmund: „Es war schon immer sehr, sehr laut. Auch, wenn die Mannschaft nach dem Spiel nochmal in die Kurve gegangen ist. Ich hoffe, das wird uns nochmal pushen.“
... den kommenden Gegner: „Es ist eine Mannschaft die gut organisiert ist, die variieren kann zwischen hohem Pressing mit einer guten Physis und aber auch tief verteidigen kann. Sie haben viele One-Touch-Aktionen im letzten Drittel. Sie haben insgesamt eine gute Körperlichkeit und viele erfahrene Spieler im Kader, eine klare Struktur und sind eingespielt. Es wird ein tougher Gegner.“
Update vom 28. Juni, 18.55 Uhr: Die Pressekonferenz ist gestartet.
DFB-Pressekonferenz live: Was sagen Nagelsmann und Andrich zum Achtelfinale gegen Dänemark?
Erstmeldung vom 28. Juni, 17.50 Uhr: Dortmund – Jetzt zählt’s für die DFB-Auswahl und Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der EM 2024.
Deutschland im EM-Achtelfinale gegen Dänemark Favorit
Die Pflicht wurde mit dem Erreichen des EM-Achtelfinals erfüllt, nun soll es in der K.o.-Runde weit gehen. Erster Gegner am Samstagabend (29. Juni) in Dortmund ist Dänemark, der Zweitplatzierte der Gruppe C.
In das Duell mit den Skandinaviern geht die deutsche Auswahl als klarer Favorit, wenngleich die jüngste Historie nicht so deutlich für Deutschland spricht. Dennoch: Sieben Punkte aus den drei Gruppenspielen sind schon eine andere Nummer als die drei Zähler, die „Danish Dynamite“ sammelte.
Spannend dürfte auch sein, wie der Coach die Frage nach dem Angreifer in vorderster Front beantwortet. In den bisherigen drei Partien durfte Kai Havertz von Beginn an, nicht wenige forderten zuletzt aber BVB-Stürmer Niclas Füllkrug, der bereits zwei Tore nach Einwechslung erzielte – darunter das für den Gruppensieg wichtige 1:1 gegen die Eidgenossen.
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EM 2024: Dänemark in der Vorrunde mit Licht und Schatten
Nicht zuletzt werden sich die Blicke von Nagelsmann und Robert Andrich, der bei der Medienrunde ebenfalls auf dem Podium Platz nehmen wird, auch auf den kommenden Gegner richten.
Während die Dänen in der Offensive über große Strecken harmlos agierten, zeigte sich die Defensive sattelfest. Erst zwei Treffer kassierte das Team von Trainer Kasper Hjulmand, traf aber auch nur zwei Mal in das gegnerische Tor. „Das ist ein brandgefährlicher Gegner, das wissen wir“, warnte Sportdirektor Rudi Völler bereits am Mittwoch.
Stadien der EM 2024: Kuriose Namen für die zehn deutschen Arenen
Was aber sagen Nagelsmann selbst und Andrich zu Dänemark? Wie viel Einblick gibt der Bundestrainer in seine Personalplanungen? Diese und weitere Fragen dürften heute mehr oder weniger ab 19 Uhr beantwortet werden – und wir liefern Ihnen die wichtigsten Aussagen hier im Live-Ticker. (masc)