Pokalfinale

Alle Tickets fürs Public Viewing im Waldstadion vergriffen

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Ähnlich stimmungsvoll wie beim Public Viewing zum Europa-League-Finale im Mai 2022 soll es am Samstag im Waldstadion zugehen.
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30 000 Eintracht-Fans werden das Pokalfinale beim Public Viewing im Waldstadion verfolgen. Eine zweite Großleinwand an anderer Stelle in Frankfurt wird es nicht geben.

Das Waldstadion ist auch ausverkauft, wenn die Eintracht gar nicht dort spielt. Da Tickets für das Pokalfinale in Berlin absolute Mangelware sind, bietet der Verein am Samstagabend im Stadtwald ein Public Viewing an. Ein solches hatte es schon beim Europa-League-Finale im vorigen Jahr gegeben und großen Anklang gefunden. Die Bilder von einem ganzen Stadion in Ekstase gingen um die Welt und waren sicherlich auch der Grund dafür, dass die Tickets für das Public Viewing an diesem Samstag fast ebenso schnell vergriffen waren wie für die eigentliche Veranstaltung in Berlin.

30 000 Karten gingen in den Verkauf, die Kapazität ist etwas eingeschränkt, da am Vorabend noch Herbert Grönemeyer im Waldstadion gastiert. Ausverkauft waren sie bereits drei Tage nach Vorverkaufsbeginn. „Es gibt keine Restkontingente und auch keine Abendkasse“, betont ein Mitarbeiter der Stadion-GmbH vorsorglich.

Weitere Public Viewings sind darüber hinaus nicht geplant. Thomas Feda von der Tourismus-und-Congress-GmbH der Stadt Frankfurt verweist darauf, dass die städtischen Beschäftigten schon voll und ganz mit der Vorbereitung eines möglichen Empfangs der Mannschaft auf dem Römer zu tun hätten. Da für diese Großveranstaltung alleine 3,8 Kilometer Bauzäune aufgestellt werden müssten, könne mit den Vorarbeiten nicht bis zum Ausgang des Spiels am Samstagabend gewartet werden. „Falls die Eintracht verliert, bauen wir halt alles wieder ab“, sagt Feda.

Alle Hände voll zu tun hat auch die Eintracht-Frankfurt-Event-GmbH. Die Gesellschaft wurde vor etwa anderthalb Jahren gegründet, um interne Feierlichkeiten oder Business-Veranstaltungen der Eintracht Klubs zu organisieren. Etwas außer der Reihe muss nun noch das Fanfest auf dem Berliner Breitscheidplatz organisiert werden. Dafür stehen Geschäftsführer Moritz Theimann neun Leute zur Verfügung, die komplett ausgelastet sein werden.

Bereits am Freitag soll es laut Theimann ein kleines Warm-up auf dem Breitscheidplatz geben. Noch ohne Bühnenprogramm, aber schon mit offenen Verkaufsständen und Apfelwein für die vielen anreisenden Fans aus dem Hessischen. Am Samstag wird es dann von 12 bis 16 Uhr ein Programm auf großer Bühne mit Musik von Copy Cats bis Roy Hammer sowie den Auftritt von Eintracht-Adler Attila und Präsident Peter Fischer geben.

Ein Public Viewing für all jene, die ohne Ticket nach Berlin reisen, wird es nicht geben. Der Deutsche Fußball-Bund wünscht ein solches ausdrücklich nicht, weil damit noch mehr Fans in die Hauptstadt gelockt würden. Auch in Frankfurt wird die Event- GmbH der Eintracht keine weiteren Leinwände aufstellen, etwa auf dem Vereinsgelände am Riederwald. „Dafür haben wir gar nicht die personellen Ressourcen“, sagt Theimann.

Manchen Gastronomen wird es freuen, denn schließlich werden viele Kneipen und Bars von Bornheim bis Bockenheim die Fans mit großen Fernsehern oder Leinwänden locken. Auch die Freiwillige Feuerwehr in Seckbach nutzt ihre Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen, um zum Public Viewing einzuladen.

Hoffentlich sieht es so am Samstagabend auch aus.

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