KLASSENBUCH

Eintracht Frankfurt: Alleinunterhalter Ekitiké

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Fehlgriff: Arthur Theate spielt Hand als letzter Mann.
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    Ingo Durstewitz
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Der Stürmer macht ein bärenstarkes Spiel. Theate entwickelt eine Vorliebe für die Farbe Rot. Und Marmoush kann auch Teilzeit. Das FR-Klassenbuch zum Pokalerfolg gegen Mönchengladbach.

Tadellos

Hugo Ekitiké: Alleinunterhalter im Sturm. Sein Tor zum 1:0: Extraklasse, er kann es halt, sein Lupfer (54.) wäre ums Haar das 2:1 gewesen. Immer gefährlich, lieferte sich viele Duelle mit halb Gladbach, steter Unruheherd

Gut dabei

Ellyes Skhiri: Allein sein Ballgewinn vor dem 1:0 war fast das Eintrittsgeld wert. Und dann dieser Pass auf Ekitiké, hervorragend. Ein Spiel wie gemacht für ihn, da durfte er nach Herzenslust zerstören. Bestes Spiel seit langem. Und beinahe noch Torschütze. Doch seinen Lupfer roch der Gladbacher Keeper Nicolas.

Hugo Larsson: Klasse Partie. Erledigte gleich zwei Aufgaben: Löcher stopfen und das eigene Spiel in Unterzahl am Leben halten. Spulte viele Kilometer herunter.

Kevin Trapp: Ordentlich beschäftigt, was in der Natur der Sache lag. Strahlte Sicherheit aus. Hatte einmal Glück, als er Kleindienst im eigenen Fünfer anschoss. Hielt, was zu halten war.

Omar Marmoush: Teilzeitarbeiter. Und was für einer. Kaum im Spiel, schon Schütze des 2:1, brauchte sieben Minuten dafür. So geht das.

Nnamdi Collins: Spektakulärer Spurt über den ganzen Platz kurz vor der Pause, der Junge traut sich. Haute sich auch sonst richtig rein, war bissig und bereitete das 2:1 vor. Auch defensiv bärenstark.

Ganz okay

Robin Koch: Fels in der Brandung, köpfte, grätschte aus dem eigenen Strafraum, was nur wegzuköpfen und zu -grätschen war. Schöne Zweikämpfe mit seinen Nationalmannschaftskollegen Kleindienst.

Tuta: Siehe Koch. Die beiden Routiniers hielten den Laden so lange zusammen, so lange die Kräfte hielten, kämpferisch sehr stark.

Mario Götze: Am Anfang nicht das Spiel des feinen Technikers. Da ging es um Kampf, Robustheit, Durchsetzungsvermögen. Für die kleinen Dinge ist Götze zuständig, die brachte er im zweiten Abschnitt mehr und mehr ein. Schöner Pass auf Ekitiké, der eine gute Chance vergab. Hatte auch vor dem Siegtreffer seine Füße im Spiel.

Niels Nkounkou: Sehr konzentriert, machte seine Seite zu. Das war wichtig. Viel Einsatz.

So lala

Nathaniel Brown: Übernervös, ihm gelang wenig, viele Fehlpässe. Wirkte zeitweise überfordert. Vielleicht normal als junger Bursche und bei seinem ersten Einsatz in der Startelf. Ein schönes Solo in der ersten Halbzeit. Fing sich im Laufe des Spiels.

Igor Matanovic: Fiel ab, hatte praktisch keine gute Szene, auch fußballerisch limitiert. Alles wirkt viel zu schnell für ihn. Aber: Ging auch die weiten Wege, hing sich rein - obwohl das sicher nicht sein Spiel war.

Zu früh gegangen

Eric Dina Ebimbe: Ein Opfer des Platzverweises. Musste für den defensiveren Collins weichen. Gute Entscheidung von Toppmöller.

In die Ecke gestellt

Arthur Theate: Bei allem Respekt. Eine selten dämliche Aktion, rutscht als letzter Mann aus und wehrt den Ball wie ein Torwart ab (15.). Logische Folge: Rote Karte. Die zweite binnen drei Tagen. Muss man erst mal schaffen.

Zu spät gekommen

A, Knauff, A, Amenda kil/dur

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