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Undav-Deal droht zu platzen: Das sind die schwierigen VfB-Pläne

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Was passiert, wenn Deniz Undav nicht zum VfB Stuttgart zurückkehrt? Unsere Redaktion ordnet die gehandelten Alternativen für den Stürmer ein.

Stuttgart - Sieht man Deniz Undav beim Fußballspielen zu, ist schnell zu erkennen: Dieser Stürmer ist anders. Denn Undav ist ein Zocker und bringt mit seiner agilen Art und Weise viele Eigenschaften mit, die ihn auch im Mittelfeld wertvoll machen. Passend dazu hat er sich einst selbst als „Straßenkicker“ bezeichnet. Von diesen Spielertypen gibt es nur wenige, umso schwerer wäre es für den VfB Stuttgart, ihn ersetzen zu müssen.

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Albert Gudmundsson wäre eine teure Undav-Alternative für den VfB Stuttgart

Dass es zu diesem Szenario kommt, bleibt jedoch im Bereich des Möglichen, da Brighton & Hove Albion ein knallharter Verhandlungspartner ist. 30 Millionen sollen die Engländer für den Stürmer verlangen, der während seiner Leihe beim VfB den Durchbruch feierte. Der Undav-Poker zwischen dem VfB und Brighton läuft. Inzwischen berichtet Sky bereits, dass der Undav-Deal kurz vor dem Platzen steht. Die Schwaben sollen demnach bereit gewesen sein, zwischen 27 und 30 Millionen Euro zu zahlen.

Zu wenig für die Engländer, sodass sich die Schwaben mit anderen Optionen beschäftigen müssen, falls Undav tatsächlich nicht an die Mercedesstraße zurückkehrt. Ein Name, der zuletzt fiel, ist Albert Gudmundsson (27). Vom Profil her ähnelt er Undav: Ein technisch starker Offensivmann, der vom Mittelfeld über hängende Spitze bis hin zum Sturmzentrum alles spielen kann.

Albert Gudmundsson soll beim VfB Stuttgart auf dem Zettel stehen.

Hinzu kommt seine Torgefahr: Gudmundsson erzielte in der vergangenen Serie-A-Saison für den Genua CFC 14 Treffer. Immerhin vier weitere bereitete er vor. Allerdings soll Genua im vergangenen Winter schon ein Angebot aus Florenz in Höhe von 30 Millionen Euro abgelehnt haben. Sein Vertrag läuft bis 2027, sodass die Italiener ein gutes Blatt für eventuelle Verhandlungen auf der Hand haben.

VfB-Verpflichtung von Arnaud Kalimuendo scheint möglich

Arnaud Kalimuendo (22) von Stade Rennes kommt von seiner Spielanlage ebenfalls Undav nah, spielte allerdings bisher hauptsächlich im Sturmzentrum. In der zurückliegenden Saison erzielte er in der Ligue 1 zehn Tore und bereitete vier vor. Jedoch hat auch er einen Kontrakt bis 2027 und sein Marktwert wird auf 20 Millionen Euro geschätzt. Dennoch wäre ein Deal vorstellbar.

Arnaud Kalimuendo könnte beim VfB Stuttgart eine Rolle spielen.

El Bilal Toure ergibt für den VfB wohl kaum Sinn

Auch El Bilal Toure (22) von Atalanta Bergamo wird gehandelt. Der Mittelstürmer erzielte in der Saison 2022/23 in Spanien noch sieben Tore für UD Almeria und wechselte für kolportierte 28 Millionen Euro nach Italien. In der vergangenen Spielzeit plagte ihn eine hartnäckige Oberschenkelverletzung und er absolvierte nur elf Partien in der Serie A (zwei Tore).

El Bilal Toure (l.) feierte mit Atalanta Bergamo den Gewinn der Europa League.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Bergamo den Angreifer bereits nach einer Saison ohne Gewinn verkaufen würde, scheint unwahrscheinlich. Ebenso unwahrscheinlich, dass der VfB für Toure rund 30 Millionen Euro in die Hand nimmt. Dementsprechend bleibt die Stürmersuche knifflig und für die Schwaben wäre es wohl weiterhin am besten, wenn sie in den Verhandlungen mit Brighton grünes Licht von den Engländern bekämen. Undav selbst hat bereits mehrfach klargemacht, in Stuttgart bleiben zu wollen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Gabriele Siri/IPA Sport/Eibner-Pressefoto/Memmler/Jonathan Moscrop

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