Von Sascha Mehr
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Der Deutsche Fußball-Bund ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Ex-Bundestrainer Hansi Flick. Julian Nagelsmann hat offenbar Lust.
Update vom 19. September, 12.31 Uhr: Die Suche nach einem neuen Bundestrainer ist angeblich vorbei. Wie die Bild -Zeitung berichtet, sollen sich der DFB und Julian Nagelsmann grundsätzlich über eine Zusammenarbeit bis zur Heim-EM 2024 geeinigt haben . Eine offizielle Bestätigung steht allerdings zunächst noch aus.
Erstmeldung vom 17. September: Frankfurt – Nach dem Aus von Ex-Bundestrainer Hansi Flick läuft die Suche nach einem Nachfolger auf Hochtouren . Der Deutsche Fußball-Bund will einen Coach, der die Mannschaft optimal auf die EM 2024 im eigenen Land vorbereitet und ein erfolgreiches Turnier spielt. Viele Namen möglicher Kandidaten sind im Umlauf, Ex-Bayern-Cheftrainer Julian Nagelsmann gehört offenbar zu den Favoriten auf den Posten.
Julian Nagelsmann Geboren: 23. Juli 1987 (Alter 36 Jahre), Landsberg am Lech Letzter Verein: FC Bayern München Funktion: Trainer
Flick-Nachfolger: Wer wird neuer Bundestrainer? Gespräche zwischen dem Verband und Nagelsmann sollen seit einigen Tagen laufen, dabei handelt sich aber offenbar nicht um konkrete Verhandlungen. Der FC Bayern München, bei dem der 36-Jährige weiterhin unter Vertrag steht, würde dem Coach keine Steine in den Weg legen und ihn für den Job des Bundestrainers freigegeben .
Die Freigabe soll aber an zwei Bedingungen geknüpft sein: Zum einen soll der DFB das Ablösespiel austragen, das schon bei der Abgang von Hansi Flick zugesagt wurde. Zweite Forderung ist, dass der DFB das Gehalt von Nagelsmann übernimmt. Beim FC Bayern hat Nagelsmann noch Vertrag und bekommt jährlich bis zu sieben Millionen Euro. Der deutsche Rekordmeister soll nicht bereit sein, dem Ex-Trainer eine Abfindung zu zahlen, damit er den Job des Bundestrainers annehmen kann. Eine Teilübernahme des Gehalts ist ebenfalls keine Option für den FC Bayern.
Wird Julian Nagelsmann neuer Bundestrainer?
© IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Nagelsmann selbst zögert aber mit einer Zusage an den DFB, wie die Bild am Sonntag berichtet. Den Trainer soll die einmalige Chance, die deutsche Nationalmannschaft bei einer Heim-EM zu betreuen, zwar reizen, er ist sich aber bewusst, dass ein erfolgreiches Turnier kein Selbstläufer wird.
Flick-Nachfolger: DFB sucht Alternativen zu Nagelsmann Sollte es zu einer Einigung mit Nagelsmann kommen, dürfte dieser einen Vertrag bis zur WM 2026 bekommen. Der DFB muss sich aber auch nach Alternativen umsehen, falls sich der 36-Jährige gegen den Job als Bundestrainer entscheidet. Kandidaten sind laut Bild am Sonntag Louis van Gaal, Oliver Glasner (beide vereinslos) und Stefan Kuntz (Nationaltrainer in der Türkei).
Von Unglücksraben und fast vergessenen Legenden: Die WM-Rekordspieler des DFB-Teams Den Beginn unserer Reihe machen drei glücklose Spieler. Trotz ihrer jeweils 14 WM-Spiele für die DFB-Elf und obwohl sie alle in einem Finale standen, konnten Bernd Schneider, Karlheinz Förster und Toni Schumacher keinen Weltmeisterschafts-Titel gewinnen. © IMAGO/ActionPictures; Frinke; Sportfoto Rudel Anders die nächsten beiden Spieler, die ebenfalls 14-mal bei Weltmeisterschaften zum Einsatz kamen. Thomas Häßler holte 1990 den Titel, Paul Breitner reckte 1974 den Pokal in den Münchner Himmel. Doch beide vereint nicht nur der Titel, sondern auch ihre spielerischen Qualitäten. Beide gaben geniale Mittelfeldspieler ihrer Zeit ab. © IMAGO/Camera 4; Pressefoto Baumann Den Abschluss des achtfach geteilten 23. Platzes unseres Rankings bilden drei Weltmeister von 2014. Jerome Boateng, Toni Kroos und Sami Khedira liefen alle drei 14-mal bei Weltmeisterschaften auf und waren Teil der magischen Nacht von Rio. © IMAGO/Team 2; Avanti Platz 20 vereint drei große Fußballer und Weltmeister ihrer Generation. Den Anfang macht Hans Schäfer, der mit 15 WM-Einsätzen der einzige Vertreter der legendären Mannschaft von 1954 in unserem Ranking ist. © IMAGO/CTK Photo 20. Rudi Völler, Weltmeister 1990, 15 Einsätze Weiter geht es mit Rudi Völler, den es zwar mehr als einmal gibt, aber der einzige Rudi Völler ist, der insgesamt 15-mal bei Weltmeisterschaften auflief und 1990 den Titel in Italien holte. © IMAGO/Sportfoto Rudel
20. Lukas Podolski, WM 2014, 15 Einsätze Den Abschluss des Dreiergespanns auf dem 20. Platz macht Lukas Podolski. Bekannt für seine linke Klebe war er zwar während der WM 2014 nicht mehr der große Leistungsträger, doch für die Stimmung im Team ein wichtiges Puzzleteil. © imago sportfotodienst Mesut Özil während des WM-Finals von 2014. Platz 18 teilen sich zwei Weltmeister. Den Anfang macht Mesut Özil, der 2014 in Brasilien den Titel holte. Der damalige Held von Rio ist seitdem in der Gunst der Fans deutlich nach unten gerutscht. Dazu führten unter anderem auch seine Verbindungen zu den „Grauen Wölfen“. Insgesamt lief er für das DFB-Team 16-mal bei Weltmeisterschaften auf. Genauso oft, wie ein Sieger von 1990. © imago sportfotodienst Andreas Brehme jubelt über sein Tor im WM-Finale 1990. Andreas Brehme hat genauso viele WM-Einsätze wie Özil, blieb den Fans aber deutlich besser in Erinnerung. Im Finale 1990 erzielte er das goldene Tor gegen Argentinien. Es war wohl das größte Spiel des Verteidigers, der 16-mal bei einer WM auf dem Platz stand. Im Februar 2024 verstarb er im Alter von 63 Jahren. © IMAGO/Norbert Schmidt Karl-Heinz Schnellinger mit dem Ball am Fuß. 16. Platz: Von 1958 bis 1970 kam Karl-Heinz Schnellinger auf 17 WM-Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft. Insgesamt trug er 47-mal den Adler auf der Brust. © IMAGO/Sven Simon Jürgen Klinsmann jubelt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. 16. Platz: Auch Jürgen Klinsmann brachte es auf 17 DFB-Einsätze bei Weltmeisterschaften. Er war wie Brehme Teil des WM-Teams von 1990. © IMAGO/Norbert Schmidt WM Finale 1974 Weltmeister Torwart Sepp Maier BR Deutschland präsentiert den WM-Pokal Platz 12: Auf dem geteilten zwölften Platz rangieren gleich vier Spieler. Einer davon ist Sepp Maier, Torwart und Weltmeister von 1974. Er kommt auf insgesamt 18 Einsätze bei drei WM-Turnieren. © sportfotodienst/imago Pierre Littbarski im WM-Endspiel 1990 gegen Argentinien am Ball Auch Pierre Littbarski kommt mit 18 WM-Partien auf eine beeindruckende Anzahl von Endrunden-Einsätzen und durfte 1990 in Italien über den WM-Titel jubeln. © Werek/imago Stuart Pearce England gegen Thomas Berthold und Klaus Augenthaler beide BR Deutschland Auch Thomas Berthold hat 18 WM-Spiele auf seinem Konto. Er war Teil der starken Verteidigung bei der WM 1990, stand in jedem Spiel auf dem Platz und durfte am Ende den Pokal in die Luft recken. © sportfotodienst/imago Franz Beckenbauer feiert im Olympiastadion München den WM-Titel 1974. Wie Berthold, Littbarski und Maier kam auch „Der Kaiser“ höchstpersönlich 18-mal bei Weltmeisterschaft zum Einsatz. Franz Beckenbauer gewann 1974 den WM-Titel als Spieler und 1990 als Trainer. © sportfotodienst/imago Berti Vogts BR Deutschland re zieht ab Alan Mullery England dreht sich weg Platz 6: Den sechsten Rang unserer Rangliste teilen sich gleich sechs Spieler. Einer von ihnen: Berti Vogts. 19 WM-Einsätze bei drei verschiedenen Endrunden, darunter beim Titelgewinn 1974. © sportfotodienst/imago Rummenigge Karl Heinz Team_Deutschland Spiel Deutschland_CHILE FIFA Fussball Weltmeisterschaften 19 Ein WM-Titel war Karl-Heinz Rummenigge trotz seiner 19 WM-Einsätze nicht vergönnt. Dafür durfte er sich über den EM-Titel 1980 freuen. © sportfotodienst/imago Wolfgang Overath BR Deutschland Im Gegensatz dazu gelang es Wolfgang Overath, ebenso mit 19 WM-Einsätzen, 1974 den WM-Titel im eigenen Land zu feiern. Der Titel verbindet ihn mit den weiteren drei DFB-Kickern, die auch auf dem sechsten Platz gelandet sind. Nur die schlugen schlappe 40 Jahre später zu. © sportfotodienst/imago 140630 PORTO ALEGRE June 30 2014 Xinhua Algeria s Islam Slimani L vies with Germany s Darunter „Eistonne“ Per Mertesacker, hier bei seinem legendären Einsatz gegen Algerien bei der WM 2014. Am Ende winkte der Titel. © sportfotodienst/imago Manuel Neuer gibt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Anweisungen an sein Team. Auch Manuel Neuer krönte seine insgesamt 19 WM-Einsätze bereits 2014. Mit seinen Paraden hielt er das Team nicht nur einmal im Turnier. Der WM-Titel darf aufgrund der beeindruckenden Leistungen während des Turniers als sein Meisterstück angesehen werden. © IMAGO/www.imagephotoagency.it Thomas Müller mit dem WM-Pokal 2014. Das darf auch für Thomas Müller gelten, der zwar bei der WM 2010 die Torjägerkanone abräumte, doch sich deutlich mehr über den WM-Titel 2014 gefreut haben dürfte. Insgesamt kam auch er auf 19 Einsätze bei Weltmeisterschaften. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON Rio de Janeiro FIFA Fussball Männer Fussball Weltmeisterschaften 2014 FIFA world cup 2014 Final Platz 4: Weiter geht es – wer hätte es gedacht – mit zwei Weltmeistern von 2014. Philipp Lahm teilt sich mit 20 WM-Einsätzen den vierten Platz mit einem langjährigen Wegbegleiter. © sportfotodienst/imago SCHWEINSTEIGER Bastian Team Deutschland mit Kapitaen MESSI Lionel World Cup 2014 Brasil FIFA Fussbal Lahm und Bastian Schweinsteiger sind das Sinnbild für eine goldene DFB-Generation. Da ist es passend, dass beide gleich viele WM-Einsätze vorweisen können. Nicht nur das beste Spiel seiner 20-WM-Partien, sondern wohl auch beste Spiel seines Lebens spielte er dann ausgerechnet im WM-Finale 2014. © Perenyi/imago Uwe Seeler im WM-Endspiel 1966 gegen England Platz 3: „Uns Uwe“ Uwe Seeler, der im Juli 2022 verstarb, ist mit 21 WM-Spielen auf Rang 3. Unglücklicherweise blieb es dem Ehrenspielführer verwehrt, auch nur einen einzigen Titel mit der DFB-Elf zu gewinnen. © Simon/imago 08 07 2014 xbtx Fussball WM 2014 Halbfinale Deutschland Brasilien v l Miroslav Klose Deutsch Platz 2: Etwas erfolgreicher verlief die DFB-Karriere von Miroslav Klose. Erstmals machte er bei der WM 2002 im DFB-Trikot von sich reden. Insgesamt sollten es 24 Spiele im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei vier WM-Turnieren werden. Am Ende sprang nicht nur der Titel 2014 heraus, sondern auch ein Weltrekord: Insgesamt 16 WM-Tore markieren den Bestwert. © Huebner/imago Weltmeister Lothar Matthäus BR Deutschland mit der Trophäe PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxPOLxUSA Platz 1: Lothar Matthäus ist mit seinen 25 Einsätzen nicht nur der Spieler mit den meisten WM-Partien für Deutschland. Der Weltmeister von 1990 kam darüber hinaus als einziger DFB-Spieler bei fünf verschiedenen WM-Endrunden zum Einsatz und ist mit 150 Spielen auch insgesamt Rekordspieler der deutschen Nationalmannschaft. © sportfotodienst/imago Rudi Völler, Direktor der deutschen Nationalmannschaft, bestätigte zuletzt, dass bis zu den nächsten Länderspielen im Oktober ein Nachfolger für Hansi Flick verpflichtet werden soll. (smr )
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