VonStefan Schmidschließen
Leon Goretzka muss während des Spiels in Freiburg bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Ein scheinbar gelöstes Problem trifft die Bayern erneut hart.
Freiburg – Verletzungsbedingt musste Vincent Kompany schon seine Startelf auf mehreren Personen umbauen. Während des Spiels gegen den SC Freiburg traf es den FC Bayern dann gleich noch einmal. Leon Goretzka musste schon in der 40. Minute mit einer Muskelverletzung vom Platz. Damit komplementiert er ein Triumvirat von verletzten Bayern-Spielern.
FC Bayern von Muskelverletzungen heimgesucht
Es lief die 39. Spielminute, da musste sich Leon Goretzka auf dem Platz behandeln lassen. Schon die Minuten zuvor fasste sich der Nationalspieler wiederholt an den Oberschenkel, lief unrund. Auslöser war ein Laufduell mit dem Freiburger Nicolas Höfler, beim Abbremsen zog sich Goretzka allem Anschein die Verletzung zu.
Eine Verletzung, die ziemlich sicher den Oberschenkelmuskel betrifft. Die dritte Muskelverletzung beim FC Bayern innerhalb einer Woche – Alphonso Davies zog sich in Rotterdam einen Muskelfaserriss zu, Dayot Upamecano meldete sich kurzfristig mit „leichten muskulären Problemen“ (Christoph Freund) ab und jetzt eben Goretzka.
Muskelverletzungen bei Bayern schon unter Tuchel ein Problem
Mehrere Ausfälle durch Muskelverletzungen, war da nicht was? Stimmt, denn schon unter Thomas Tuchel wurde der FC Bayern immer wieder von muskulären Problemen heimgesucht. So mancher Beobachter arbeitete sich damals am Trainer ab.
Unter anderem sei damals das Training, meint die Belastungssteuerung, von Thomas Tuchel schuld daran gewesen, dass eine absurd hohe Anzahl an Spielern verletzt gewesen war. Doch auch der Hybridrasen an der Säbener Straße und in der Allianz Arena wurden als Schuldige ins Feld geführt.
Einer, der damals schon einen ganz anderen Erklärungsansatz hatte, war der langjährige Bayern-Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der kritisch auf Teile der modernen Diagnostik blickte. (sch)
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