VonMelanie Gottschalkschließen
Slalom-Spezialist Steven Amiez musste die Vorbereitung auf die neue Saison abbrechen. Grund dafür ist eine Herzerkrankung.
München – Für Steven Amiez hätte es eigentlich nicht besser kommen können. Im Frühjahr wurde der 24 Jahre alte Slalom-Spezialist in die französische Weltcup-Gruppe befördert, bereitete sich seitdem mit der Wintersport-Elite der Franzosen auf die kommende Saison vor. Doch nun musste er die Vorbereitung abbrechen. Grund dafür ist laut des Bundestrainers eine Myokarditis – also eine Herzmuskelentzündung.
| Steven Amiez | |
|---|---|
| Geboren am: | 7. September 1998 (Alter 24 Jahre) |
| Disziplin: | Slalom |
Steven Amiez muss Training sofort abbrechen
Aufgrund der Art der Erkrankung war ein sofortiger Abbruch des Trainings notwendig. „Wir hatten Bedenken, denn auch wenn man eine Herzmuskelentzündung behandeln kann, ist sie doch ein wenig problematisch“, sagte Fred Perrin, der Leiter der französischen Herrenmannschaft, gegenüber der französischen Seite skichrono. Sowohl die Verantwortlichen als auch der Sportler selbst hätten „verschiedene Gefühle durchlebt“.
Amiez musste sein Training in Norwegen trotzdem sofort abbrechen. Nun gibt es aber ein ärztliches Gutachten, dass sowohl den Skirennläufer als auch das Trainer-Team beruhigt. „Er hat alle notwendigen Untersuchungen gemacht und sich die nötige Zeit genommen“, sagte Perrin. Zwei Kardiologen in Grenoble und Lyon, die der 24 Jahre alte Slalom-Spezialist kürzlich besuchte, haben ihm nun grünes Licht für eine schrittweise Wiederaufnahme seines Trainings gegeben.
„Zunächst muss er ohne Zwang trainieren, da sich sein Herzsystem daran gewöhnen muss, erneut unter Belastung zu funktionieren“, sagte Leiter Fred Perrin.
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Steven Amiez kann schon bald ins Training zurückkehren
Eine Rückkehr ins normale Training ist offenbar für September vorgesehen, dann geht es für die französische Weltcup-Mannschaft nach Ushuaia in Argentinien. „Ich habe ihn am Montagmorgen trainieren sehen und es gab keine Bedenken“, sagte Perrin und fügte an: „Es spricht nichts dagegen, dass Amiez im September mit uns nach Ushuaia fährt.“
Der Sohn der Skirennläufer-Legenden Sébastien Amiez und Béatrice Filliol wurde im Frühjahr 2023 erstmals fest ins Weltcup-Team der französischen Mannschaft berufen. Dort war er bereits in den beiden vergangenen Wintern einige Male angetreten. Sein Weltcup-Debüt feierte er am 26. Februar 2022 beim Slalom in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland). Dort belegte er einen ordentlichen 17. Platz.
Doch nicht nur Amiez kann sich über Fortschritte in Sachen Genesung freuen, auch Ski-Legende und ZDF-Experte Marco Büchel hat nach einer Long-Covid-Erkrankung gute Neuigkeiten für seine Fans. (msb)
