Besonderer Anruf

Mit Ananas auf dem Kopf: Deutsches Wintersport-Ass erlebt ungewöhnliche Doping-Kontrolle

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Für Ramona Hofmeister läuft es auf der Piste derzeit blendend. Doch eine ihrer Dopingproben lief jüngst höchst unerwartet ab.

München – Die deutsche Top-Snowboarderin Ramona Hofmeister jagt ihre nächsten Kristallkugeln, sie überzeugte am Wochenende auch in Polen – doch jüngst teilte sie mit ihren Fans auch einen eher ungewöhnlichen Moment. Im Wintersport-Podcast der ARD-Sportschau gab sie eine Anekdote ihrer unangenehmsten Dopingprobe zum Besten. Diese trug sich im Fasching dieses Jahres zu.

Ramona Hofmeister erzählt von einem Doping-Anruf im bayerischen Fasching

Ramona Theresia Hofmeister
Geboren28. März 1996 in Bischofswiesen
Größe/Gewicht164 cm/59kg
BerufPolizistin
ErfolgeOlympia-Bronze, WM-Silber und Bronze, 3 Weltcup-Gesamtsiege, 4 Weltcup-Gesamtsiege im Parallel-Riesenslalom

Hofmeister sei „mit Freunden im Fasching“ gewesen – „wenn man schon daheim ist, kann man das mitnehmen“, so das Wintersport-Ass. Dabei hatte sie die „lustigste – oder unangenehmste – Dopingprobe. Im Ananaskostüm.“

Hofmeister erklärt: „Wir waren bei Freunden, da kam der Anruf. Es war ein bisschen unangenehm und ich hatte wirklich eine echte Ananas auf dem Kopf.“

Setzte sich in Polen durch: Ramona Hofmeister.

Hofmeister: Dopingkontrolle im Fasching – „Meine Freunde wussten schon, dass das öfter passiert“

Wieso die Dopingprobe zu diesem ungewöhnlichen Anlass stattfand, gab Hofmeister ebenso preis: „Ich habe meinen Übernachtungsort angegeben, der war zu Hause. Der Fasching war in der Nähe, deswegen hab ich auch nichts anderes eingetragen.“ Und wie reagierte ihr bestimmt ebenfalls verkleideter Anhang? „Meine Freunde wussten schon, dass das öfter passiert, aber so war es auch noch nie, bei so einem Anlass. Gehört halt dazu.“

Die für den WSV Bischofswiesen fahrende Hofmeister steht kurz vor dem Gewinn der Weltcup-Gesamtwertung. Die Athletin aus Oberbayern siegte am Samstag (24. Februar) beim Parallel-Riesenslalom von Krynica in Polen und baute ihren Vorsprung an der Spitze des Klassements aus. Hofmeister feierte den 20. Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Hofmeister greift nach Sieg in Polen nach den nächsten Kristallkugeln

„Unglaublich! Das Rennen war so eng und die Bedingungen waren nicht einfach“, freute sich Hofmeister nach dem Sieg. „Ich wollte heute ein paar Punkte sammeln für die Gesamt- und die PGS-Wertung. Aber dass es so hinhaut, ist natürlich richtig geil.“

Vor den drei letzten Rennen des Winters hat die 27-Jährige nun einen deutlichen Vorsprung im Kampf um die große Kristallkugel. In der Disziplinwertung übernahm sie zudem wieder die Spitze, weil die zuvor führende Japanerin Tsubaki Miki in der Qualifikation patzte und die K.o.-Runde verpasste. Für Hofmeister ist der Weltcup nach eigener Aussage wichtiger als eine WM.

Die deutsche Snowboarderin Ramona Hofmeister will in diesem Winter beide Kristallkugeln holen.

Ramona Hofmeister: Gedanke an die Kristallkugel fährt immer mit

Der Gedanke, dass die Kristallkugel in Reichweite liegt, fahre immer mit, hatte Hofmeister auch der ARD gesagt: „Ich versuche natürlich, das ein bisschen auszublenden.“ Hofmeister hatte die Saison bereits mit einem Traumstart begonnen.

So könne sie sich aufs Wesentliche konzentrieren und gute Fahrten machen. Sie wolle die letzten Rennen genießen, aber „hoffe, dass ich am Ende die große Kristallkugel mit heim nehmen kann – und vielleicht auch die kleine.“ (cgsc/dpa)

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa/Archivbild

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