Turnier im Januar

Deutschlands Kader für die Handball-EM: Gislason überrascht bei Nominierung

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Deutschland setzt bei der Handball-EM im eigenen Land auf neue Namen. Der Kader für das Turnier im Januar steht – mit einigen Neulingen.

Frankfurt – Diese 17 Spieler sollen es also richten: Bundestrainer Alfred Gislason hat für die Handball-EM in Deutschland (10. bis 28. Januar) seinen Kader bekannt gegeben. Neben vier U21-Spielern nominierte der Isländer mit Martin Hanne einen Nationalmannschafts-Novizen. Das Torhüter-Gespann bilden der von einem Bandscheibenvorfall genesene 2016-Europameister Andreas Wolff und Senkrechtstarter David Späth.

Deutschlands Kader für Handball-EM steht: Überraschungen bei Nominierung

Angeführt wird das Aufgebot beim Saisonhöhepunkt von Kapitän Johannes Golla. Neben Späth sind mit Justus Fischer, Renars Uscins und Nils Lichtlein drei weitere Youngster dabei, die im vergangenen Sommer die Junioren-WM gewonnen hatten.

Bundestrainer Alfred Gislason zaubert einige Überraschungen aus dem Hut. Der vorläufige Kader für die Handball-EM steht.

Heinevetter nicht in Deutschlands 19er-Kader für Handball-EM

Im Kader steht auch der zuletzt wochenlang verletzte Rückraumspieler Philipp Weber. Nicht nominiert wurde hingegen Torhüter-Routinier Silvio Heinevetter, der aber weiterhin zum 35er-Kader gehört, aus dem sich Gislason während der EM für mögliche Wechsel bedienen kann.

„Wir haben eine richtig starke Mannschaft beisammen, die über sehr hohe Qualität und ebensolches Selbstvertrauen verfügt sowie das herausragende deutsche Heimpublikum in ihrem Rücken weiß“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Verbandsziel ist das Halbfinale.

Die deutsche Mannschaft startete direkt nach den Weihnachtsfeiertagen mit einem Kurzlehrgang in Frankfurt am Main (27. bis 29. Dezember) in die EM-Vorbereitung. Die heiße Phase samt zweier Härtetests gegen Portugal begann am Neujahrstag in Brunsbüttel. Das erste Aufeinandertreffen mit den Portugiesen stieg am 4. Januar in Flensburg (Deutschland siegte knapp mit 34:33), die Turnier-Generalprobe fiel auf den 6. Januar in Kiel – das DHB-Team setzte sich souverän mit 35:31 durch.

In der Vorrunde trifft das DHB-Team zunächst in Düsseldorf am 10. Januar auf die Schweiz (20.45 Uhr), es folgen Spiele in Berlin gegen Nordmazedonien (14. Januar, 20.30 Uhr) und Frankreich (16. Januar, 20.30 Uhr). Die ersten beiden Teams erreichen die Hauptrunde, die ab dem 18. Januar in Köln ausgetragen wird.

Handball auf der großen Bühne: Das sind die Austragungsorte der EM in Deutschland

Die Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf mit projiziertem Handball-Feld.
Die Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf: Hier finden das Eröffnungsspiel zwischen Frankreich und Nordmazedonien sowie das erste Spiel der deutschen Mannschaft statt. Die Veranstalter hoffen auf einen neuen Handball-Besucherrekord: Bis zu 50.000 Zuschauer passen in die Arena. © Imago
Die Mercedes Benz-Arena in Berlin, Übersicht über die Halle.
Die Mercedes Benz-Arena in Berlin: Die deutschen Handballer spielen in ihrer zweiten Partie der Vorrundengruppe A in Berlin gegen Nordmazedonien. © Imago
Die Olympiahalle in München, Übersicht über die Halle.
Die Olympiahalle in München: Wo sonst Konzerte stattfinden, treffen im Januar die Teams der Vorrunden-Gruppen C und F aufeinander. Knapp 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauer finden hier Platz. © Imago
Die SAP Arena in Mannheim, Übersicht der Halle
Die SAP Arena in Mannheim: Wo sonst die Rhein-Neckar Löwen ihre Spiele bestreiten, spielen die Teams der Gruppen B und E in der Vorrunde um den Einzug in die Hauptrunde. © Imago
Die Barclays Arena in Hamburg, Überblick über die Halle
Die Barclays Arena in Hamburg: Hier werden die Hauptrundenspiele der Erst- und Zweitplatzierten aus den Gruppen D, E und F ausgetragen. Über 13.000 Zuschauerinnen und Zuschauer passen in die Halle. © Imago
Die Lanxess Arena in Köln, Überblick über die Halle.
Die Lanxess Arena in Köln: Das Finale der Handball-EM wird am 28. Januar in Köln ausgetragen. Zuvor spielen die Erst- und Zweitplatzierten Teams der Gruppen A, B und C in der Hauptrunde gegeneinander. © IMAGO/Marco Wolf

Deutschlands Kader für die Handball-EM 2024 im Überblick

Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (Industria Kielce)

Linksaußen: Rune Dahmke (THW Kiel), Lukas Mertens (SC Magdeburg)

Rückraum links: Martin Hanne (TSV Hannover-Burgdorf), Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Julian Köster (VfL Gummersbach)

Rückraum links/Mitte: Philipp Weber (SC Magdeburg)

Rückraum Mitte: Juri Knorr (Rhein-Neckar Löwen), Nils Lichtlein (Füchse Berlin)

Rückraum rechts: Kai Häfner (TVB Stuttgart), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf)

Rückraum rechts/Rechtsaußen: Christoph Steinert (HC Erlangen)

Rechtsaußen: Timo Kastening (MT Melsungen)

Kreis: Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen) (akl/sid)

Rubriklistenbild: © camera4+ / Imago

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