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Mit Verteidiger Breno hat der FC Bayern keine guten Erfahrungen gemacht. Nun soll ein brasilianisches Mittelfeld-Talent mit dem selben Namen auf dem Schirm der München sein.
München – Das Winter-Wechselfenster öffnet in der Bundesliga erst in einer knappen Woche am 1. Januar 2024, das Transfer-Karussell dreht sich aber schon jetzt gewaltig – auch beim FC Bayern München. Vom Zuckerhut schwappten nun Gerüchte über, dass der deutsche Rekordmeister Interesse an Brasilien-Talent Breno de Souza Bidon (18) zeige. Laut dem Nachrichtenportal globesport.com hätten Scouts der Münchner den Mittelfeldspieler zuletzt genauer unter die Lupe genommen und sogar Kontakt zum Management des Spielers aufgenommen.
Breno spielt aktuell für die U 20-Mannschaft des brasilianischen Traditionsvereins Corinthians, besitzt aber einen Profi-Vertrag bis zum 30. Juni 2025. Auf sein Debüt in der ersten Mannschaft wartet er noch, im Juni stand er beim Copa-Libertadores-Spiel gegen Liverpool FC Montevideo aber zumindest schon mal im Kader.
Der Youngster wäre nicht der erste „Breno“ an der Säbener Straße: Sein Landsmann Breno Vinicius Rodrigues Borges wechselte 2008 ebenfalls als Supertalent nach München, konnte dort aber nie Fuß fassen und wurde bekanntlich wegen Brandstiftung verurteilt. Kurze Zeit später stellten die Münchner das Scouting in Südamerika ein. „Wir werden keinen jungen Spieler aus Südamerika mehr holen, das hat keinen Sinn”, verkündete Ex-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (68) im Jahr 2011.
Der südamerikanische Markt ist wieder interessant
Doch seit geraumer Zeit hat ein Umdenken stattgefunden, der südamerikanische Markt ist für die Roten wieder interessant. So ist Red&Gold Football, ein Joint Venture des FC Bayern und des Los Angeles Football Club, mittlerweile Mehrheitsgesellschafter von Racing de Montevideo SAD, einem Traditionsverein in der ersten Liga Uruguays.
„Uruguay bietet eine der interessantesten Fußballkulturen und steht für gesellschaftliche und politische Stabilität in Südamerika. Das Land hat im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl von etwa 3,5 Millionen Menschen vermutlich die meisten Top-Profifußballer weltweit entwickelt und ist mit Argentinien Rekordgewinner der Copa America“, wurde Jochen Sauer in seiner Funktion (51) als Direktor Nachwuchsentwicklung des FC Bayern und Geschäftsführer von Red&Gold Football in einer entsprechenden Mitteilung zitiert. Manuel Bonke, Philipp Kessler

