Zukunft ab Sommer

Nach besiegeltem Bayern-Aus: Tuchel soll sich bereits einem Top-Klub angeboten haben

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Thomas Tuchel ist auf der Suche nach einem neuen Verein. Geht er nach England zurück? Auch ein DFB-Star könnte den Noch-Trainer der Bayern locken.

München – Wie der Verein bekannt gab, verlässt Trainer Thomas Tuchel den deutschen Rekordmeister nach Saisonende. Die Gerüchteküche zur möglichen Nachfolge des 50-Jährigen auf der Bayern-Bank läuft bereits heiß. Doch was passiert mit Tuchel selbst? Wohin verschlägt es ihn? Zwei ernsthafte Interessenten soll es bereits geben.

Tuchel-Zukunft: Wie geht es mit dem Bayern-Trainer ab Sommer weiter?

Nach seinem besiegelten Aus bei den Bayern ist Tuchel ab Sommer wieder auf dem freien Trainermarkt – genauso wie Xavi, der vor kurzem seinen Abschied vom FC Barcelona nach der Saison ankündigte. Folgt der Deutsche bei den „Blaugrana“ auf den katalanischen Coach?

Gut möglich, soll Barca-Präsident Joan Laporta doch bereits 2021 stark mit einer Verpflichtung des damaligen Chelsea-Trainers geliebäugelt haben. Dazu kam es damals nicht, 2024 aber könnte es so weit sein – Barcelona gilt laut der spanischen Sportzeitung Sport erneut als Interessent.

Das Kapitel Bayern endet: Wohin verschlägt es Thomas Tuchel im Sommer?

Noch-Bayern-Trainer Tuchel soll sich spanischem Top-Klub angeboten haben

Auch Tuchel selbst wäre einem Engagement in Spanien gegenüber wohl nicht abgeneigt, wie er vor wenigen Wochen erzählte: „Das ist eine außergewöhnliche Liga“, sagte der 50-Jährige kürzlich bei einem Bayern-Fanclub-Besuch in Heidenheim. LaLiga sei „von wahnsinnigem Selbstvertrauen geprägt“, so Tuchel, der ergänzte: „Wenn man mit spanischen Spielern spricht, hast du das Gefühl, dass du ganz schnell mit den Menschen sprichst.“

Mehrere Medien berichten jetzt übereinstimmend, dass sich der Noch-Bayern-Trainer die Xavi-Nachfolge gut vorstellen könne. Der spanischen Mundo Deportivo zufolge soll sich Tuchel Mitte Februar dem katalanischen Verein angeboten und so seine Bereitschaft klar signalisiert haben.

Wiedervereinigung mit Gündogan? Tuchel könnte nach Bayern zu Barca gehen

Fest steht: In Barcelona würde er auf Ilkay Gündogan stoßen. Die beiden arbeiteten bereits in der Saison 2015/16 bei Borussia Dortmund zusammen und hatten damals ein sehr gutes Verhältnis.

Zuletzt lobte der DFB-Kapitän Tuchel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in den höchsten Tönen und bezeichnete ihn als „einen der besten Trainer in Europa“. Der 50-Jährige sei zudem „ein extrem ehrlicher, offener Typ“ und „taktisch überragend.“

Bald wieder vereint? Ilkay Gündogan (l.) und Thomas Tuchel (r.) (hier 2015 bei einem Spiel in Sinsheim) arbeiteten bereits in Dortmund zusammen und könnte ab Sommer in Barcelona die Fäden ziehen.

Ex-Liebling als Zugpferd: Münchens Tuchel könnte nach England zurückkehren

Doch Barca ist nicht der einzige Klub auf Tuchels Liste. „Das Ausland wird mich auf jeden Fall nochmal reizen, also ganz allgemein“, offenbarte er bei besagtem Fanclub-Besuch vor mehreren Wochen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, könne sich der 50-Jährige insbesondere einen Job in der Premier League gut vorstellen.

Mehrere Medien berichten jetzt, dass der Bayern-Coach mit einem Engagement bei Manchester United liebäugelt. Der Verein sei für Tuchel ein interessantes Gesamtprojekt, heißt es. Dort steht aktuell Erik ten Hag an der Seitenlinie, sein Trainerstuhl wackelt aber trotz einer guten Phase zuletzt regelmäßig. Ob er über den Sommer hinaus in Manchester bleibt, ist unklar. Dort träfe der bayerische Schwabe auf einen alten Liebling: Ex-Chelsea-Star Mason Mount, den Tuchel dem Vernehmen nach bereits im letzten Sommer zu den Bayern holen wollte.

Tuchel-Nachfolger beim FC Bayern: Die Kandidaten-Liste in der Übersicht

Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt.
Der niederländische Coach Erik ten Hag ist bei seinem aktuellen Klub Manchester United nicht unumstritten. Es ist möglich, dass sich beide Parteien im Sommer trennen. Laut Ex-Profi und Insider Jan Aage Fjörtoft scheint sogar ein Trainertausch mit FCB-Noch-Coach Tuchel nicht ausgeschlossen, wie der Norweger auf X schreibt. © Imago/Matthews
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen.
Der frühere Bayern-Profi und spätere Reserve-Coach Martín Demichelis wird immer wieder von Experten als mögliche Übergangslösung auf der Trainerbank genannt, die im Erfolgsfall zur Dauerlösung werden könnte. Demichelis trainiert aktuell den argentinischen Spitzenklub River Plate. Trotz einiger Erfolge und der Meisterschaft im letzten Jahr ist der Coach in Buenos Aires nicht unumstritten. Die Argentinier könnten Demichelis bei einem tatsächlichen Bayern-Interesse ziehen lassen. © Imago/SFSI
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen.
Der arbeitslose Spanier Julen Lopetegui ist ebenfalls einer der Kandidaten. Der FC Bayern muss sich laut Sky aber mit Premier-League-Klub West Ham United um den früheren Coach von Real Madrid streiten, die den Coach ebenfalls verpflichten wollen. © Imago
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League.
Zwischen Zinédine Zidane und dem FC Bayern soll es laut der italienischen Sportzeitung Corriere dello Sport bereits Kontakt gegeben haben. Laut Sportbild kommt ein Engagement des dreimaligen Weltfußballers in München aber nicht infrage, weil er einen Verein trainieren wolle, dessen Sprache er beherrsche. Für den Franzosen, der langfristig als designierter Nachfolger von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps gilt, wäre ein Engagement in der bayerischen Landeshauptstadt die erste Trainerstation seit seinem Ausscheiden bei Real Madrid 2021. Als Coach der „Königlichen“ gewann er in zwei Amtszeiten unter anderem zweimal die spanische Meisterschaft und dreimal die Champions League. © Matthias Schrader/dpa
Roberto de Zerbi, der mit Brighton & Hove Albion erfolgreichen und ansehnlichen Fußball spielen lässt, soll bei Max Eberl hoch im Kurs stehen. Laut Sport Bild soll er eine Art Plan B darstellen, falls die Alonso-Verpflichtung nicht klappt. Der Italiener wäre allerdings wohl nicht billig, besitzt laut dem englischen Telegraph eine Ausstiegsklausel von 14 Millionen Euro. Dann wäre da noch die Sprachbarriere, die allerdings für die Bayern kein Ausschlusskriterium ist.
Roberto de Zerbi, der mit Brighton & Hove Albion erfolgreichen und ansehnlichen Fußball spielen lässt, soll bei Max Eberl hoch im Kurs stehen. Laut Sport Bild soll er eine Art Plan B darstellen, falls die Alonso-Verpflichtung nicht klappt. Der Italiener wäre allerdings wohl nicht billig, besitzt laut dem englischen Telegraph eine Ausstiegsklausel von 14 Millionen Euro. Dann wäre da noch die Sprachbarriere, die allerdings für die Bayern kein Ausschlusskriterium ist. © IMAGO/Zac Goodwin
Wird es am Ende ein Bayern-Schreck? Der Name Unai Emery hält sich verdächtig lange an der Säbener Straße. 2022 kickte er mit Villareal die Bayern in der CL raus. Aktuell ist der Spanier bei Aston Villa unter Vertrag.
Wird es am Ende ein Bayern-Schreck? Der Name Unai Emery hält sich verdächtig lange an der Säbener Straße. 2022 kickte er mit Villareal die Bayern in der CL raus. Aktuell ist der Spanier bei Aston Villa unter Vertrag. © IMAGO/Ibrahim Ezzat
Seit seinem Intermezzo bei Tottenham (November 2021 bis März 2023) ist Antonio Conte ohne Job. Zuvor hatte der Süditaliener Inter Mailand, den FC Chelsea und – ziemlich erfolgreich – Juventus Turin gecoacht. Mit „Juve“ holte er zwischen 2012 und 2014 dreimal den Scudetto, auch mit Internazionale (2021) wurde Conte Italienischer Meister.
Seit seinem Intermezzo bei Tottenham (November 2021 bis März 2023) ist Antonio Conte ohne Job. Zuvor hatte der Süditaliener Inter Mailand, den FC Chelsea und – ziemlich erfolgreich – Juventus Turin gecoacht. Mit „Juve“ holte er zwischen 2012 und 2014 dreimal den Scudetto, auch mit Internazionale (2021) wurde Conte Italienischer Meister. Die italienische Zeitung Repubblica berichtete, Conte stehe ganz oben auf der Bayern-Kandidateniste. © Imago
Roger Schmidt und Christoph kennen sich aus gemeinsamen Salzburg-Zeiten und wird immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Aktuell steht der Coach bei Benfica Lissabon unter Vertrag und soll eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro haben.
Roger Schmidt und Christoph kennen sich aus gemeinsamen Salzburg-Zeiten und wird immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Aktuell steht der Coach bei Benfica Lissabon unter Vertrag und soll eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro haben. © IMAGO/Norbert Scanella
Hansi Flick war bereits von November 2019 bis Juni 2021 Trainer beim FC Bayern. Wie die Sport Bild berichtet, beschäftigen sich die Bayern-Bosse mit einer möglichen Rückholaktion des Ex-Coachs. In der Saison 2019/20 hatte der Badener mit den Münchnern die Champions League, die Meisterschaft und den DFB-Pokal sowie den nationalen als auch den internationalen Supercup gewonnen. Im September 2023 wurde Flick als Bundestrainer entlassen.
Hansi Flick war bereits von November 2019 bis Juni 2021 Trainer beim FC Bayern. Wie die Sport Bild berichtete, beschäftigen sich die Bayern-Bosse mit einer möglichen Rückholaktion des Ex-Coachs. In der Saison 2019/20 hatte der Badener mit den Münchnern die Champions League, die Meisterschaft und den DFB-Pokal sowie den nationalen als auch den internationalen Supercup gewonnen. Im September 2023 wurde Flick als Bundestrainer entlassen. © Gladys Chai von der Laage/Imago
José Mourinho soll sich laut Bild für den Trainerjob beim FC Bayern interessieren. Der portugiesische Star-Trainer soll bereits Deutsch lernen. Mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) gewann Mourinho die Champions League. Mit Porto siegte er zudem im Uefa-Cup (2003), mit Manchester United 2017 im Nachfolge-Wettbewerb, der Europa League (2017). Mit dem FC Chelsea wurde Mourinho dreimal Englischer Meister (2005, 2006, 2015), mit Inter holte er zweimal den Scudetto (2009, 2010) und mit Real Madrid die spanische Meisterschaft 2012.
José Mourinho soll sich laut Bild für den Trainerjob beim FC Bayern interessieren. Der portugiesische Star-Trainer soll bereits Deutsch lernen. Mit dem FC Porto (2004) und Inter Mailand (2010) gewann Mourinho die Champions League. Mit Porto siegte er zudem im Uefa-Cup (2003), mit Manchester United 2017 im Nachfolge-Wettbewerb, der Europa League (2017). Mit dem FC Chelsea wurde Mourinho dreimal Englischer Meister (2005, 2006, 2015), mit Inter holte er zweimal den Scudetto (2009, 2010) und mit Real Madrid die spanische Meisterschaft 2012. © Nicola Ianuale/Imago
Joachim Löw ist schon seit Sommer 2021 ohne Job. Zwar wurde er zwischenzeitlich mit mehreren Top-Klubs in Verbindung gebracht, bislang entschied sich der 64-jährige Badener aber nicht für ein Engagement. In der Münchner Allianz Arena wird der langjährige Bundestrainer (2006 bis 2021) dagegen immer wieder gesichtet. Ein Indiz?
Joachim Löw ist schon seit Sommer 2021 ohne Job. Zwar wurde er zwischenzeitlich mit mehreren Top-Klubs in Verbindung gebracht, bislang entschied sich der 64-jährige Badener aber nicht für ein Engagement. In der Münchner Allianz Arena wird der langjährige Bundestrainer (2006 bis 2021) dagegen immer wieder gesichtet. Ein Indiz? © Bernd Feil/M.i.S./Imago

Nach FCB-Aus: Sabbatjahr von Tuchel ist eher unwahrscheinlich

Die Daily Mail nennt zusätzlich zu United Tuchels Ex-Verein, den FC Chelsea, sowie den FC Liverpool, der im Sommer nach Jürgen Klopps Abschied auf Trainersuche ist, als potenzielle Ziele des 50-Jährigen. Dass dieser es Klopp gleich tut und nach seiner Tätigkeit bei den Bayern eine längere Auszeit nimmt, ist eher unwahrscheinlich. Bereits nach dem Ende seiner Amtszeit beim 1. FSV Mainz 05 2014 hatte Tuchel ein Sabbatjahr eingelegt, ehe er zum BVB stieß.

Bereits zuletzt kamen Gerüchte auf, Tuchel könne sich einem anderen Londoner Klub anschließen. Hinter dem kolportierten Interesse steckt wohl ein deutscher Premier-League-Funktionär. (wuc)

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