Ausnahme-Stürmerin der DFB-Frauen hat eine bewegende Geschichte
VonAdrian Rehling
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Auf ihre Tore setzen die DFB-Frauen bei der EM. Doch der Offensiv-Star der Nationalspielerinnen muss regelmäßig auf bestimmte Werte in einer App schauen.
Herzogenaurach – 52 Tore in 75 Länderspielen – eine herausragende Quote! Und das im Alter von 27 Jahren. Heißt: Für Deutschlands beste Stürmerin bleibt noch mächtig Zeit, weiter an der Traumbilanz zu schrauben. Lea Schüller hat sich längst als eine der herausragenden Spielerinnen im deutschen Frauenfußball etabliert. Und natürlich vor allem in der Nationalmannschaft. Dort ruhen bei der Europameisterschaft in der Schweiz – 2. bis 27. Juli – viele (Offensiv-)Hoffnungen auf Schüller.
DFB-Stars entspannen vor EM im Urlaub am Strand und in der Sonne
Mit ihrer Schnelligkeit, technischen Finesse und dem ausgeprägten Torinstinkt ist sie nur ganz schwer zu stoppen. Die Stürmerin, die im Klub-Fußball für den FC Bayern ihre Schuhe schnürt, weiß um ihren Wert: „Ich bin unberechenbarer für den Gegner geworden“, erklärt Schüller selbstbewusst. Diese Wandlung macht sie zu einer echten Waffe im deutschen Angriffsspiel, da die gegnerischen Spielerinnen nie wissen, was als Nächstes kommt.
Deutschlands Top-Stürmerin Lea Schüller hat Endometriose
Doch hinter der erfolgreichen und mühsam erarbeiteten Karriere verbirgt sich auch eine persönliche Geschichte. Eine Geschichte, die von (körperlichen) Hindernissen begleitet wird. „Ich habe Endometriose und so wurden die Gründer von BETTERTASTE auf mich aufmerksam“, erklärt die Top-Torjägerin jüngst in einem Instagram-Video. Endometriose ist eine häufige, oft schmerzhafte chronische Erkrankung bei Frauen.
Hierbei kommt Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle vor. Die Endometriose tritt meist im unteren Bauch- bzw. Beckenraum auf. Das von Schüller erwähnte Unternehmen setzt daher auf spezielle Nahrungsergänzungsmittel, die zur Linderung der Probleme bei Endometriose, PMS oder Periodenschmerzen entwickelt werden.
Im August 2023 äußerte sich die sympathische Nationalspielerin erstmals zu ihrer Krankheit. Im Interview mit der Bild sagt Schüller: „Dadurch habe ich immer mal wieder Zwischenfälle, wenn die Schmerzen heftiger werden.“ Deshalb steht der weibliche Zyklus mittlerweile sehr im Fokus: „Inzwischen wird sehr darauf geachtet. Wir haben bei Bayern und beim DFB eine tägliche Abfrage per App“, so Schüller weiter.
Auch dank dieser Kontrolle ist sie aktuell in der Form ihres Lebens. Einst Birgit Prinz, dann Inka Grings, zuletzt Alexandra Popp – und nun ist es eben Lea Schüller, die als Ausnahme-Stürmerin für die entscheidenden Treffer bei den Großturnieren sorgen soll. So auch bei der EM in der Schweiz, die für die deutsche Nationalmannschaft am 4. Juli gegen Polen (21 Uhr – TV-Infos zur EM gibt es hier) beginnt – am besten natürlich mit Schüller-Toren. (rele)