Legendäre Spiele in der Königsklasse

Barca gegen Inter war legendär: Die 9 unvergesslichsten Champions-League-Partien aller Zeiten

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Inter Mailand gegen FC Barcelona: Ein Match, das jeden Zuschauer begeisterte. Es gehört nun zu den denkwürdigsten Begegnungen in der Königsklasse.

Mailand – Inter Mailand gegen den FC Barcelona – dieses Duell in der Champions League war am Dienstagabend episch! Alle Fußballfans sehnen sich nach diesen legendären Spielen. Der 4:3-Sieg der Italiener im Halbfinal-Rückspiel der Königsklasse wird in den Geschichtsbüchern weit oben platziert werden.

Nach einem 3:3 im Hinspiel zog Inter zunächst mit 2:0 davon, Barca drehte aber in der 2. Halbzeit auf und erzielte in der 88. Spielminute das 3:2. Inter steckte jedoch nicht auf und machte in der Nachspielzeit das 3:3 – das San Siro, mit 75.000 Zuschauern ausverkauft, bebte!

Frattesi glückt der Siegtreffer für Inter

In der Verlängerung traf Inter dann durch Davide Frattesi zum 4:3. Die Spieler weinten vor Freude oder drehten völlig ab! Barca wehrte sich noch, Superstar Lamine Yamal dribbelte alle schwindelig, aber der einst für Bayern München zu kleine Torwart Yann Sommer wurde zum Riesen und zeigte Sensationsparaden am laufenden Band.

Dieses Spiel war jedenfalls ein Genuss: Spannung, Spielwitz, Attraktion, Emotion – und legendäre Heldentaten. Danke Inter! Danke Barca!

Diese Partie reiht sich nun ein in die größten Spieler aller Zeiten seit Gründung der Champions League 1992. Der Überblick von Absolut Fußball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, in chronologischer Reihenfolge:

Barca-Star Lamine Yamal (l.) war der überragende Spieler der Partie, doch Inter setzte sich am Ende durch.

Manchester United – FC Bayern (2:1)

Der FC Bayern sah im Finale der Champions League 1999 wie der sichere Sieger aus. Doch dann: Nachspielzeit, Ecke Manchester United, Einwechselspieler Thorsten Fink schlägt über den Ball. Teddy Sheringham ist letztendlich der Nutznießer und trifft zum 1:1. Dann glauben nahezu alle an eine Wiederholung, doch Manchester hat tatsächlich erneut Eckball – und netzt durch Ole Gunnar Solskjær in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 ein. Die Engländer jubeln im Camp Nou über den Gewinn der Champions League, die Münchner sind am Boden zerstört.

AC Mailand – FC Liverpool (5:6 n. E.)

Das Champions-League-Finale 2005 in Istanbul ist legendär. Paolo Maldini und zweimal Hernan Crespo lassen die AC Mailand mit einem 3:0-Vorsprung in die Pause gehen. Doch Liverpool wechselt Dietmar Hamann ein und schlägt beeindruckend zurück. Durch Tore von Steven Gerrard, Vladimir Smicer und Xabi Alonso geht es in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen, wo Liverpool sich mit 3:2 durchsetzt.

FC Bayern – FC Chelsea (4:5 n.E.)

Das Endspiel zwischen dem FC Bayern und FC Chelsea 2012 war spielerisch nicht hochklassig, doch es lebte von der Storyline. Denn nie zuvor hatte ein Team in der Königsklasse ein „Finale Dahoam“ erreicht. Der FC Bayern dominiert die Partie, vergibt jedoch gegen mauernde Londoner Chance um Chance. Das 1:0 von Thomas Müller (83.) scheint die Erlösung zu sein, dann gleicht Didier Drogba aus (88.). In der Verlängerung verschießt Arjen Robben einen Elfmeter, im Elfmeterschießen selbst muss sogar Torwart Manuel Neuer vom Punkt antreten, weil die Nerven seiner Teamkollegen blank liegen. Bei Bayern vergeben Ivica Olic und Bastian Schweinsteiger. Am Ende geht Chelsea im Gesamtscore mit 5:4 als Sieger vom Platz.

Bastian Schweinsteiger scheiterte mit dem letzten Elfmeter des FC Bayern im ‚Finale Dahoam‘ gegen den FC Chelsea.

Borussia Dortmund – FC Malaga (3:2)

Borussia Dortmund liegt im Rückspiel des CL-Viertelfinales 2012/13 nach 82 Minuten mit 1:2 gegen den FC Malaga zurück. Zwei Tore fehlen zum Weiterkommen. In der ersten Minute der Nachspielzeit gleicht Marco Reus zum 2:2 aus. Eine Minute später folgt ein Gestocher im Strafraum von Malaga, Felipe Santana ist zur Stelle, trifft zum 3:2 und lässt 80.000 BVB-Fans verrückt werden.

Real Madrid – Atletico Madrid (4:1)

Real Madrid gegen Atletico Madrid, ein Derby im Finale der Champions League 2014: Es war besonders für die spanische Hauptstadt ein elektrisierender Moment. Real Madrid wartete zudem seit zwölf Jahren auf einen CL-Titel, Atletico gewann den Pokal noch nie. In der 36. Spielminute erzielt Diego Godin das 1:0 für Atletico. Die Führung hält bis zur dritten Minute der Nachspielzeit, dann köpft Sergio Ramos das 1:1 für Real und rettet die Königlichen in die Verlängerung. Dort treffen Gareth Bale, Marcelo und Cristiano Ronaldo für Real und machen den Champions-League-Sieg perfekt.

FC Barcelona – Paris Saint-Germain (6:1)

Selbst ein Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League kann legendären Status erreichen. Paris Saint-Germain reist mit einem beeindruckenden 4:0-Sieg aus dem Hinspiel im März 2017 zum FC Barcelona. Treffer von Luis Suarez und Lionel Messi sowie ein Eigentor von Layvin Kurzawa lassen Barça auf eine Sensation hoffen. Doch Edinson Cavani macht in der 62. Spielminute das 1:3 für PSG. Durch die Auswärtstorregel bei Gleichstand müsste Barça nun nochmal drei Tore erzielen. Das war‘s. Doch dann startet „La Remontada“: Neymar mit einem Freistoß (88.) und mit einem Elfmeter (90.) bringt Barca mit 5:1 in Führung. In der fünften Minute der Nachspielzeit trifft Sergi Roberto gegen den bedauernswerten Kevin Trapp zum 6:1 – unfassbar, Barça kommt noch weiter.

Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball

Manuel Neuer feiert die Meisterschaft des FC Bayern auf Krücken
Manuel Neuer ist schon mehrfach auf Krücken gelaufen. Der Kapitän des FC Bayern erlitt jüngst eine kuriose Verletzung – und ist damit im Profifußball nicht alleine ... © IMAGO / Revierfoto
Nathan Ngoumou wird vorerst nicht mehr für Borussia Mönchengladbach spielen
Nathan Ngoumou wurde nach dem Schlusspfiff des Auswärtsspiels von Borussia Mönchengladbach gegen den FC St. Pauli zum Auslaufen geschickt. Wenige Minuten später musste der Flügelspieler mit einer gerissenen Achillessehne in die Kabine getragen werden. © IMAGO/kolbert-press/Burghard Schreyer
Manuel Neuer wurde im Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und Leverkusen ausgewechselt
Für Manuel Neuer hatte das Champions-League-Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen im März 2025 bittere Konsequenzen. Der Torhüter des FC Bayern erlitt beim Torjubel einen Muskelfaserriss. © IMAGO/Philippe Ruiz
Xabi Alonso gewann 2010 mit Spanien die Weltmeisterschaft in Südafrika
Auf dem Platz konnte man Xabi Alonso wenig anhaben, dafür war die Dusche sein größter Feind. In der Vorbereitung auf das WM-Halbfinale 2010 erlitt Alonso eine tiefe Wunde im Knie, weil die Glasscheibe der Dusche plötzlich brach. Der Cut wurde in der Mannschaftskabine zugenäht, der Mittelfeldspieler stand gegen Deutschland daher auf dem Rasen. © IMAGO / Fotoarena
Charles Akonnor spielte von 1998 bis 2004 für den VfL Wolfsburg
Im Jahr 2001 rammte sich Charles Akonnor, damals für den VfL Wolfsburg tätig, versehentlich seine Auto-Antenne in die Nase. Weil das blutstillende Mittel auf der Dopingliste stand, wurde er für drei Spiele gesperrt.  © IMAGO / Contrast
Kevin Trapp spielt bis heute für Eintracht Frankfurt, war von 2015 bis 2018 aber für Paris St. Germain aktiv
Kevin Trapp galt noch als Talent, da hatte er 2013 beim Werbedreh der deutschen U21-Nationalmannschaft großes Pech. Trapp war ausgerutscht, weil er laut dem damaligen Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen mit Stollenschuhen auf einem glatten Steinboden unterwegs war. Später einigten sich die SGE und der DFB auf eine Entschädigungszahlung. © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal
Santiago Cañizares vom FC Valencia diskutiert mit einem Verantwortlichen
Santiago Cañizares wollte sich im Mai 2002 für ein Abendessen mit der spanischen Nationalmannschaft frisch machen, als ihm das Parfüm im Badezimmer auf den Boden fiel und eine Sehne durchtrennte. Damit war die WM in Japan und Südkorea für den Torhüter gelaufen – und ein gewisser Iker Casillas rückte zwischen die Pfosten. © IMAGO / Claus Bergmann
Darren Barnard in einem Spiel der walisischen Nationalmannschaft
Der ehemalige walisische Nationalspieler Darren Barnard musste aufgrund einer Knieverletzung für fünf Monate pausieren, weil er in der Küche in einer Urinpfütze eines Hundewelpens ausrutschte. © IMAGO / Colorsport
Martin Palermo spielte in seiner Karriere auch für die Boca Juniors
Martín Palermo verletzte sich ausgerechnet nach dem größten Erfolg eines Stürmers. Als der Argentinier in Diensten des FC Villarreal ein Tor bejubelte, stürzte die Werbebande ein. Palermo erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch. © IMAGO / Gribaudi / ImagePhoto
Logan Bailly spielte zweieinhalb Jahre für Borussia Mönchengladbach
Logan Bailly erlitt während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach einen Mittelfußbruch. Schuld war eine mobile Klimaanlage, die beim Transport aus seinen Händen glitt und auf seinen Fuß fiel. © IMAGO / Ulmer
Adam Nemec spielte 2011 auch für die zweite Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern
Als Adam Nemec dem 1. FC Kaiserslautern im Jahr 2011 für drei Monate fehlte, war ausgerechnet sein Kirschbaum schuld. Der Stürmer kletterte auf diesen hoch, fiel runter – und brach sich sowohl zwei Brustwirbel als auch das Schlüsselbein. © IMAGO / Revierfoto
Robbie Keane spielte in seiner Karriere unter anderem für Aston Villa
In der Sturmspitze war Robbie Keane treffsicher, doch auf dem heimischen Sofa stellte er sich mit seinem Fuß ungeschickter an. Als er mit diesem die TV-Fernbedienung bedienen wollte, zog sich der Ire einen Bänderriss im Knie zu. © IMAGO / Colorsport
Markus Pröll hütete bis 2010 das Tor von Eintracht Frankfurt
Bei einem Testspiel mit Eintracht Frankfurt im Jahr 2009 stolperte der damalige Torhüter Markus Pröll nicht über seine eigenen Füße, sondern über ein kleines Mädchen. Das Resultat: eine Schultereckgelenksprengung. © IMAGO / Jan Huebner
Bjarne Thoelke spielte 2011 sechsmal für die Profis des VfL Wolfsburg
Als seine Karriere beim VfL Wolfsburg Fahrt aufnehmen sollte, spielte ein Pferd dem damaligen Abwehrtalent Bjarne Thoelke einen Streich. Der heutige Innenverteidiger des 1. FC Saarbrücken erlitt einen Kahnbeinbruch, weil ein Pferd auf dem Bauernhof seiner Eltern während der Stallarbeit austrat. © IMAGO / Joachim Sielski
Elkin Soto spielte viele Jahre lang für Mainz 05
Im März 2013 musste Mainz-Trainer Thomas Tuchel für ein Spiel auf Elkin Soto verzichten, weil sich der Mittelfeldspieler bei „einer alltäglichen Bewegung“ einen Hexenschuss zuzog. Die Auflösung: Der Kolumbianer erlitt die starken Schmerzen, als er sich bückte, um seine Schuhe zu binden. © IMAGO / Martin Hoffmann
Leon Andreasen hat 2016 seine Karriere bei Hannover 96 beendet
Dass Messer gefährlich sind, lernte Leon Andreasen auf bittere Weise. Der Ex-Profi von Hannover 96 verletzte sich im November 2015 beim Öffnen eines Pakets an der Hand. Die Schnittwunde hatte eine Operation zur Folge. © IMAGO / Eibner
Daniel Bierofka wird von den Spielern von 1860 München gefeiert
Als Daniel Bierofka noch Spieler von 1860 München war, prallte er in einem Testspiel gegen den VfR Aalen mit Schiedsrichter Robert Hartmann zusammen. Die Diagnose: Nasenbeinbruch. © IMAGO / Sven Simon
Nicolai Müller erlitt am 1. Spieltag der Saison 2017/18 einen Kreuzbandriss
Nicolai Müller wollte in der Saison 2017/18 mit dem Hamburger SV angreifen. Am ersten Bundesliga-Spieltag erzielte er schon in der achten Minute den Siegtreffer gegen den FC Augsburg – und erlitt beim Jubel einen Kreuzbandriss. © IMAGO / Oliver Ruhnke
Éver Banega spielt bis heute Fußball und ist für die Newell‘s Old Boys aktiv
Beim FC Valencia fehlte Éver Banega in der Schlussphase der Saison 2011/12 wegen eines Knöchelbruchs. Schuld war das Auto des Argentiniers, das an der Tankstelle über seinen Fuß rollte – weil er die Handbremse nicht gezogen hatte. © IMAGO / ULMER
Stefan Kuntz ist 1991 mit Kaiserslautern deutscher Meister geworden
Als der 1. FC Kaiserslautern am 7. September 1991 gegen den FC Bayern spielte, fehlte Stefan Kuntz (l.) plötzlich. Der damalige Stürmer knickte beim Verlassen des Mannschaftsbusses um und erlitt einen dreifachen Bänderriss.  © IMAGO/ HORSTMUELLER GmbH
Marko Arnautovic geht heute für Inter Mailand auf Torejagd
Marko Arnautović hat bei Werder Bremen mehrfach für Aufruhr gesorgt. So auch im März 2012, als er wegen eines Innenbandrisses im Knie wochenlang fehlte – weil er mit seinem Hund spielte und im Rasen hängengeblieben war. © IMAGO / Marco Canoniero

FC Liverpool – FC Barcelona (4:0)

Auch der FC Barcelona musste jedoch eine große Partie verloren geben. Im Halbfinale 2018/19 reisen die Katalanen mit einem 3:0-Vorsprung zum FC Liverpool. Die Engländer hoffen auf ein Wunder, bis zur Pause trifft aber nur Divock Origi (7.). Dann rollen die Reds an: Ein Doppelschlag von Georginio Wijnaldum egalisiert das Ergebnis aus dem Hinspiel. In der 79. Minute erzielt Liverpool das 4:0 auf äußerst kuriose Weise. Trent Alexander-Arnold führt eine Ecke schnell aus, die komplette Barca-Abwehr ist überhaupt noch nicht auf die Szene vorbereitet, Origi muss im Strafraum nur einschieben – Barcelona ist out!

Real Madrid – Manchester City (3:1)

Die Saison 2021/22 verlief für Real Madrid traumhaft. Immer wieder drehten die Königlichen in den letzten Spielminuten bedeutende Partien. Im Halbfinal-Rückspiel muss Real gegen Manchester City ein 3:4 aus dem Hinspiel umbiegen. Doch Riyad Mahrez trifft für Manchester in der 73. Spielminute zum 1:0. Real gibt nicht auf, Rodrygo gleicht in der 90. Spielminute zum 1:1 aus. Eine Minute später köpft er das 2:1, sichert damit die Verlängerung, in der Madrid per Elfmeter (Karim Benzema) auf 3:1 erhöht und das Duell gewinnt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Fabrizio Carabelli/IPA Sport / ipa-agency.net

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