Xavi vor Verbleib

Rücktritt vom Rücktritt: Überraschende Wende um Xavi beim FC Barcelona

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Xavi Hernández wollte den FC Barcelona zum Saisonende verlassen. Nun soll die Barça-Legende entschieden haben, als Trainer weiterzumachen. Für Hansi Flick gleicht dies einer Job-Absage.

Im Januar hatte Xavi Hernández öffentlich kommuniziert, den FC Barcelona zum Ende der laufenden Saison verlassen zu wollen. Nun vermelden unter anderem Mundo Deportivo, Sport und Marca, dass der 44-Jährige nach einem Gespräch mit Sportdirektor Deco und Vorstandsmitgliedern doch Trainer von Barça bleibt. Xavis Vertrag an der katalanischen Mittelmeerküste läuft noch bis 2025, kommende Saison soll er also doch beim aktuellen Tabellenzweiten der Primera División an der Seitenlinie stehen.

Umdenken bei Xavi Hernández nach Rücktrittserklärung

Überraschend ist die Wende durchaus. Die Ausübung des Trainerjobs beim FC Barcelona sei „unangenehm“, hatte Xavi im Zuge seiner Ankündigung, im Sommer abtreten zu wollen, im Januar verlauten lassen. „Es ist grausam. Man hat oft das Gefühl, nicht respektiert zu werden“, hatte die Barça-Ikone beklagt. Die Arbeit werde „nicht wertgeschätzt“, dies sei „eine schreckliche Belastung für die geistige Gesundheit. Die Energie geht immer weiter zurück, bis zu dem Punkt, an dem du sagst, dass es keinen Sinn macht“.

Trotz dieser Worte machte man sich beim FC Barcelona in den letzten Wochen öffentlich für einen Xavi-Verbleib stark. Vizepräsident Rafa Yuste sagte: „Ich werde versuchen, Xavi zu überzeugen, aber es ist eine persönliche Entscheidung für ihn. Es gibt noch Ligaspiele, Champions-League-Spiele – wir müssen ihm seinen Spaß lassen. Ich hoffe und wünsche mir, dass er weitermacht, denn wir sprechen hier von einem Projekt, nicht von einer oder zwei Saisons.“

FC Barcelona will mit Xavi Hernández weitermachen - was wird aus Flick?

Auch Präsident Joan Laporta kämpfte: „Ich möchte, dass er weitermacht. Ich habe ihn gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, seine Meinung zu ändern, aber ich habe ihn mit einem unüberwindlichen Druck gesehen, den man in seinem Gesicht sehen konnte, ich habe ihm gesagt, er solle sich entspannen.“ Zudem fügte Laporta an: „Wir sollten uns nicht unter Druck setzen, denn im Moment funktioniert diese Formel. Deshalb können wir immer noch nein, nein, nein, nein, nein sagen. Ich sage nur eines: Wir reden nicht darüber. Ich habe ihm schon gesagt, dass alle Trainer zu Barça kommen wollen, aber wir gehen nicht darauf ein, zumindest habe ich von allen Seiten Angebote erhalten.“

Weil Xavi (l.) doch Barça-Trainer bleiben soll, muss sich Flick umorientieren.

Als Nachfolger von Xavi war beim FC Barcelona mitunter Ex-Bundestrainer Hansi Flick im Gespräch. Der 59-Jährige war dem Vernehmen nach sehr daran interessiert, das Traineramt bei Barça zu übernehmen. Zumindest im kommenden Sommer scheint es nicht zu klappen. Wie es mit Flick weitergehen wird? Zuletzt fiel sein Name auch immer wieder im Zusammenhang mit der Trainersuche bei seinem Ex-Klub FC Bayern. Beim Rekordmeister scheint Flick aber kein konkreter Kandidat für die Nachfolge von Thomas Tuchel zu sein. Inzwischen soll Ralf Rangnick, Österreichs Nationaltrainer, die favorisierte Option der Münchner sein.

Rubriklistenbild: © IMAGO / ZUMA Wire, Jan Huebner

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