Verlängerung zeitnah fix?

Bayern-Bosse fällen offenbar endgültige Upamecano-Entscheidung

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Dayot Upamecano bleibt beim FC Bayern: Der Vertrag des Verteidigers wird bis 2030 verlängert. Doch der Weg dorthin war steinig.

Dayot Upamecano bleibt dem FC Bayern München wohl erhalten. Der französische Innenverteidiger, der seit seinem Wechsel von RB Leipzig im Jahr 2021 eine zentrale Rolle in der Abwehr des Rekordmeisters spielt, verlängert seinen Vertrag offenbar bis 2030. Diese Entscheidung markiert das Ende eines monatelangen Verhandlungsprozesses, der sich wie ein Kaugummi in die Länge zog.

Dayot Upamecano bleibt wohl beim FC Bayern.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis der Vertragsentwurf wieder aus der Schublade geholt und dem Spieler zur finalen Unterschrift vorgesetzt wird. Die Bayern-Bosse, darunter Sportvorstand Max Eberl, Sportdirektor Christoph Freund und auch Trainer Vincent Kompany, haben nämlich grünes Licht für die Vertragsverlängerung gegeben. Der neue Vertrag sieht ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro vor, und das Handgeld wird über die Vertragslaufzeit verteilt. Eine Ausstiegsklausel ermöglicht einen möglichen Wechsel im Sommer 2027.

Bayern geben wohl grünes Licht für Upamecano-Verlängerung

Zuvor waren die Verhandlungen ins Stocken geraten, nachdem Upamecano die von den Bayern gesetzte Deadline hatte verstreichen lassen. Ursprünglich hatten die Bayern das Angebot zurückgezogen, doch durch den direkten Kontakt zu Upamecano nach dem Auslaufen der Frist gelang es den Verantwortlichen, die Gespräche wieder aufzunehmen. „Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde“, hatte Uli Hoeneß kürzlich im kicker geäußert.

Die Bayern-Bosse betonten die Bedeutung von Upamecanos Verbleib im Team. Besonders Max Eberl und Christoph Freund suchten das direkte Gespräch mit dem Verteidiger, um die Vertragsverlängerung zu sichern. Dabei konnte das ursprüngliche Angebot aufrechterhalten werden, was schließlich zur Einigung führte.

Vom Unbekannten zum Robben-Erben – Die Geschichte von Bayern-Star Olise

Michael Olise im Bayern-Trikot.
Schon nach anderthalb Jahren im Bayern-Trikot zählt Michael Olise zu den besten Spielern der Welt. Dass der Franzose so eine Entwicklung nehmen würde, war vor wenigen Jahren aber noch nicht abzusehen.  © IMAGO/Markus Ulmer
Michael Olise beim FC Reading.
Sowohl beim FC Arsenal, dem FC Chelsea und Manchester City, seinen drei Jugendvereinen, wusste man seine Qualitäten nicht richtig einzuschätzen.  © Phil Westlake/News Images/Shutterstock via www.imago-images.de
Michael Olise im Trikot des FC Reading.
Also ging es 2017 in die U18 des FC Reading, wo Olise anfangs Probleme hatte, sich durchzusetzen.  © John Patrick Fletcher via www.imago-images.de
Michael Olise beim Jubeln mit seinen Teamkollegen.
Erst nach zweieinhalb Jahren durfte er dauerhaft in die erste Mannschaft aufrücken – und wusste nach sechs weiteren Monaten plötzlich zu überzeugen.  © JASONPIX/Shutterstock via www.imago-images.de
Michael Olise im Trikot des FC Reading.
In seiner ersten vollen Saison für den damaligen englischen Zweitligisten brillierte Olise mit sieben Toren und zwölf Vorlagen.  © Paul Jenkins via www.imago-images.de
Michael Olise mit der Rückennummer 7 im Trikot von Crystal Palace.
Das reichte aus, damit Crystal Palace 9,3 Millionen Euro für den Flügelspieler zahlte. Olise war also in der Premier League angekommen.  © IMAGO/Sebastian Frej
Michael Olise bei Crystal Palace.
Dort angekommen musste er sich aber zunächst an das Niveau der englischen Elite-Liga gewöhnen. Seine erste Saison beendete Olise mit knapp 1600 Einsatzminuten, war letztlich aber immerhin an 13 Toren direkt beteiligt.  © Carlton Myrie/News Images via www.imago-images.de
Michael Olise jubelt nach einem Treffer.
In seinem zweiten Jahr Premier League war Olise dann endlich unumstrittener Stammspieler, nur mit dem Toreschießen wollte es noch nicht so laufen wie erhofft. Letztlich standen zwei Treffer zu Buche, dafür aber immerhin elf Vorlagen.  © Sebastian Frej via www.imago-images.de
Michael Olise hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen.
Seine dritte Saison im Palace-Trikot wurde von zwei Oberschenkelverletzungen überschattet. Insgesamt verpasste Olise 29 Pflichtspiele. Es waren die ersten schwerwiegenderen Verletzungen seiner Karriere.  © IMAGO/MDI/Shutterstock
Michael Olise wird von seinen Teamkollegen bejubelt.
Obwohl er nur 1278 Minuten auf dem Platz stand, spielte Olise mit zehn Toren und sechs Vorlagen seine bisher beste Saison und war längst der Starspieler von Crystal Palace.  © IMAGO/Alan Stanford
Michael Olise jubelt nach einem Doppelpack gegen Manchester United.
Crystal Palace bemühte sich lange um eine Verlängerung, doch Olise entschied sich dazu, den nächsten Schritt zu gehen. Mehrere Premier-League-Klubs, darunter auch seine ehemaligen Jugendvereine, buhlten um ihn.  © IMAGO/Micah Crook/PPAUK
Michael Olise wurde beim FC Bayern als Neuzugang vorgestellt.
Den Zuschlag bekam letztlich aber der FC Bayern, der im Sommer 2024 53 Millionen Euro für Olise auf den Tisch legte und ihn mit der Trikotnummer 17 ausstattete.  © IMAGO/Photo by FC Bayern München/Pool
Michael Olise bei seiner Bayern-Vorstellung neben Max Eberl.
Direkt bei seiner Vorstellung wurde Olise, der kurz zuvor Olympia-Silber mit Frankreich gewonnen hatte, auf seinen französischen Vorgänger Franck Ribéry angesprochen. „Ich mag ihn sehr“, schwärmte Olise.  © IMAGO/Photo by FC Bayern München/Pool
Michael Olise (von li.), Kingsley Coman und Joao Palhinha auf der Auswechselbank.
In seinem ersten Pflichtspiel für den FC Bayern musste Olise zunächst auf der Bank Platz nehmen. © IMAGO/Michaela Merk
Thomas Müller zusammen mit Michael Olise (r.).
Doch genau wie Ribéry 2007 gelang ihm in der ersten DFB-Pokal-Runde direkt eine Vorlage.  © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Michael Olise im Zweikampf mit Riccardo Calafiori.
Kurioserweise hatte Olise zum Zeitpunkt seines Bayern-Transfers noch kein einziges Länderspiel bestritten, was seinen kometenhaften Aufstieg unterstreicht. Erst im Nations-League-Spiel gegen Italien (6. September 2024) feierte er sein Debüt für „Les Bleus“.  © IMAGO/ Matthieu Mirville
Michael Olise hat gegen Holstein Kiel getroffen.
Auf seinen ersten Treffer im Bayern-Trikot musste Olise unterdessen bis zum dritten Bundesliga-Spieltag warten. Beim Kantersieg gegen Holstein Kiel (6:1) war er erstmals selbst erfolgreich.  © IMAGO/Henning Rohlfs
Michael Olise wird von seinen Bayern-Kollegen umjubelt.
Bis zu seiner ersten Gala-Vorstellung dauerte es anschließend nicht mehr lang. Nach einem Doppelpack in der Champions League war Olise beim 5:0-Sieg gegen Werder Bremen gleich an vier Toren direkt beteiligt.  © IMAGO/Laci Perenyi
Michael Olise jubelt im Bayern-Trikot.
Die anfänglichen Ribéry-Vergleiche hatten zu dem Zeitpunkt längst aufgehört. Stattdessen sahen die Fans in Olise den verspäteten Erben von Arjen Robben, der genau wie der Franzose häufig von der rechten Seite ins Zentrum gezogen ist.  © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
Michael Olise im Bayern-Trikot.
Unabhängig davon, wem von beiden er vom Spielstil her ähnlicher ist, hat Olise sowohl Ribéry als auch Robben statistisch mit 43 Torbeteiligungen in seiner ersten Saison beim FC Bayern in den Schatten gestellt – Ribéry kam damals auf 39 Torbeteiligungen, Robben auf 31.  © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Michael Olise im Sondertrikot des FC Bayern.
Inzwischen war er längst nicht mehr der unbekannte Franzose von der Insel. Seinen Marktwert konnte Olise nach nur einem Jahr in München bereits von 55 auf 100 Millionen Euro steigern und zählte somit zu den teuersten Spielern der Welt.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Michael Olise mit der Meisterschale.
Am Ende der Saison 2024/25 feierte Olise mit dem FC Bayern den Gewinn der deutschen Meisterschaft. Es war der erste Titel seiner Profi-Karriere.  © Screenshot Michael Olise Instagram
Michael Olise (r.) jubelt mit Raphael Guerreiro.
In seinem zweiten Bayern-Jahr hat Olise dann erneut eine Leistungssteigerung hingelegt. Schon nach 26 Pflichtspielen steht der 24-Jährige bei zwölf Toren und 16 Vorlagen. Macht er so weiter und holt mit den Münchnern noch dazu den Champions-League-Titel, könnte er sogar heißer Kandidat für den Gewinn des Ballon d’Or werden.  © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Michael Olise (r.) jubelt im Frankreich-Trikot mit Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké.
Mittlerweile ist Olise nicht mehr aus der französischen Nationalmannschaft wegzudenken. Dass der Bayern-Star mit der „Équipe Tricolore“ zur WM 2026 fährt, ist so gut wie sicher. © IMAGO/Joly Victor/ABACA
Michael Olise im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
Sein Vertrag beim FC Bayern ist noch bis 2029 gültig, doch schon jetzt gibt es zahlreiche Gerüchte um Interesse aus der Premier League. Ob Olise also eine ähnlich lange Karriere beim deutschen Rekordmeister haben wird wie Robben, bleibt abzuwarten.  © IMAGO/Steffie Wunderl

Finanziell bedeutet der neue Vertrag für Upamecano offenbar ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro. Innerhalb des Teams genießt Upamecano große Unterstützung. Mitspieler wie Manuel Neuer und Jonathan Tah haben öffentlich ihre Wertschätzung für den Verteidiger ausgedrückt. „Upamecano kann alles und deckt so ziemlich alles ab, was von einem modernen Verteidiger gefordert ist“ sagte Tah.

Die Rolle von Upamecanos Berater, Moussa Sissoko, war während der Verhandlungen nicht unerheblich. Trotz der Herausforderungen, die durch die Verhandlungen entstanden, sind die Erwartungen innerhalb des Vereins hoch. Die Bayern hoffen, dass Upamecano seine wichtige Rolle in der Abwehr weiterhin erfolgreich ausfüllen wird. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/osnapix / Marcus Hirnschal

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