Vertrauensvoll: Kein „Piranha“, sondern „Pini“

Eberl und Kompany hoffen auf Sané-Verbleib beim FC Bayern

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Auch auf der PK vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach war die „Causa Sané“ wieder ein großes Thema. FCB-Coach und Sportvorstand haben dazu eine klare Meinung.

München – Auch wenn das letzte Bundesliga-Heimspiel der großartigen FCB-Karriere von Thomas Müller natürlich das dominierende Thema auf dem Spieltags-Presse-Talk an der Säbener Straße war, wurde auch die neue Situation um Leroy Sané wiederholt angesprochen und von FCB-Coach Vincent Kompany und Sportboss Max Eberl beantwortet.

Anders als es teilweise in den letzten Tagen geschildert worden war, zeigten sich beide weder verärgert noch verunsichert wegen des Beraterwechsels des deutschen Nationalspielers - scheinbar - kurz vor seiner Unterschrift unter einen neuen Vertrag beim deutschen Rekordmeister. Gerade Kompany zeigte für die Vorgehensweise seines früheren Teamkollegen bei Manchester City durchaus Verständnis.

Hoeneß´ „Piranha“ wird von Eberl mit Vornamen angesprochen

Eberl betonte gleich einleitend, dass man sowohl zur ehemaligen als auch zur neuen Berateragentur des 29-Jährigen „gute Beziehungen“ pflege. Als er über Uli Hoeneß´ „Piranha“ Zahavi sprach, nannte er diesen gar vertrauensvoll beim Vornamen „Pini“. Dennoch: „Es kam etwas überraschend. Wir haben für uns gedacht, dass wir sehr weit sind. Wir schauen, wie es weitergeht. Unser Wunsch wäre es, mit Leroy zu verlängern, aber wir haben uns auch einen Rahmen gesteckt. Wir schauen was passiert.“

Zwei, die sich verstehen: Max Eberl und Vincent Kompany - hier bei dessen Vorstellungs-PK 2024.

Trainer betont Sanés sportlichen Wert

Kompany hielt sich - wie bei ihm bei solchen Fragestellungen üblich - zurück, zeigte dennoch seine klare Präferenz für die Sané-Zukunft auf: „Es bleibt immer die Priorität auf dem Sportlichen. Wir (also Kompany und Sané) hatten ein Gespräch, was ich vorhabe in der nächsten Saison. Alles andere, da bleibe ich raus. Ich verstehe, dass sich ein Spieler Gedanken macht. Es ist eine wichtige Phase in seinem Leben. Für mich ist wichtig, dass die Jungs sportlich Leistungen bringen, das hat Leroy gemacht.“

Wenn sich ein Trainer zufrieden mit den Leistungen seines Spielers zeigt, sollte ganz klar sein, wo er sich diesen auch zukünftig wünscht. Damit liegt der Belgier, übrigens der erste, der als Trainer Meister in der Bundesliga wurde, absolut auf einer Linie mit dem Sportvorstand Eberl.

Eberl: Sanés Leistungen zuletzt „sehr gut“

Der 51-Jährige auf nochmalige Nachfrage: „Bis die Unterschrift trocken ist, kann man gar nichts sagen. Wir haben eine klare Vorstellung, haben gedacht, dass wir auf einem guten Weg sind. Natürlich reden wir mit der neuen Agentur. Es gibt kein böses Blut, die Spieler sind frei in ihren Entscheidungen. Wir sind sehr klar. Die Leistungen von Leroy in den letzten Wochen waren sehr gut, er hat gezeigt, dass er sich mit Bayern München commited. Wir hoffen, dass er es macht, und wenn nicht, geht es auch da wieder weiter.“

Irgendwie merkwürdig: Obwohl alle Entscheidungsträger inklusive dem Spieler selbst auf eine Vertragsverlängerung Sanés in München hoffen, erscheint diese ungewiss. Mögen sie nun eine „vernünftige Lösung“ finden.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.

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