Donezk weicht nach Schalke aus

Bayern-Fanszene mit Boykottaufruf: „Lasst euch nicht verarschen“

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Im Dezember spielt der FC Bayern auf Schalke gegen Donezk. Die aktive Fanszene hat einen Boykott in der Champions League angekündigt.

München – Der FC Bayern hat mit drei Siegen ohne Gegentor auf die Niederlage in der Champions League beim FC Barcelona unter Ex-Trainer Hansi Flick reagiert. In der Ligatabelle der Königsklasse steht der deutsche Rekordmeister mit Platz 23 unter Zugzwang, würde aktuell nur knapp in die Playoffrunde vor dem Achtelfinale einziehen.

Die übrigen Partien in der Champions League steigen gegen Benfica, Paris Saint-Germain, Schachtar Donezk, Feyenoord und Slovan Bratislava. Akut gefährdet scheint das Weiterkommen der Münchner damit nicht, zumal drei Heimspiele anstehen. Auswärts müssen die Bayern nach Rotterdam und ins Ruhrgebiet: Donezk weicht wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine in dieser Saison in die Arena auf Schalke aus.

Fans des FC Bayern erkennen „unverhältnismäßige Verteuerung“

Am 10. Dezember findet für den FC Bayern damit ein Auswärtsspiel auf deutschem Boden statt. Ob dabei eine gewisse Heimspielatmosphäre aufkommt, bleibt jedoch abzuwarten. Die aktive Fanszene der Münchner hat nämlich rund fünf Wochen vor dem Spiel gegen Donezk zum Boykott aufgerufen. Hintergrund ist das „dynamische Preissystem“, das die Ukrainer bei ihren Gastspielen auf Schalke anwenden.

Die Fans des FC Bayern protestieren immer wieder gegen hohe Ticketpreise im Europapokal.

„Weite Teile der aktiven Südkurve werden das Auswärtsspiel gegen Schachtar Donezk aufgrund der preislichen Umstände nicht besuchen“, heißt es in einer Mitteilung der ‚Südkurve München‘: „Das dynamische Preissystem in Verbindung mit einem hohen Grundpreis der Tickets bei unserem Spiel erzeugen eine unverhältnismäßige Verteuerung im Vergleich zu den anderen Heimspielen von Schachtar Donezk im Europapokal.“

Fanszene des FC Bayern kämpft seit Jahren gegen unfaire Preise

Für Sitzplätze sollen Fans des FC Bayern demnach 105 Euro bezahlen, wohingegen Anhänger von Europa-League-Sieger Atalanta nur 28 Euro hinlegen mussten. Bei Stehplätzen fällt die Diskrepanz weniger eklatant aus, 52 Euro für einen ‚Steher‘ wollen viele Fans aber nicht zahlen (Atalanta: 23 Euro).

Die Fanszene des FC Bayern macht seit Jahren auf die Preisgestaltung im Europapokal aufmerksam, in diesem Punkt herrscht weitgehende Einigkeit auch mit den Anhängern der sportlichen Rivalen etwa von Borussia Dortmund. „Bayernfans, lasst euch nicht verarschen und boykottiert das Auswärtsspiel bei Schachtar Donezk“, so die klare Aufforderung der Südkurve. Die Frist für ein Storno von Tickets läuft zur Mittagsstunde am Montag, 04. November, ab.

Rubriklistenbild: © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert

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