Dortmund entreißt FC Bayern Tabellenführung

„Kein Bock“ auf Bayern-Schlagabtausch: Brandt kontert Müller-Stichelei nach BVB-Sieg

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Die Deutsche Meisterschaft ist für Borussia Dortmund zum Greifen nah. BVB-Star Julian Brandt reagiert auf eine Stichelei von Bayerns Thomas Müller.

Augsburg – Borussia Dortmund hat die Steilvorlage des FC Bayern genutzt und sich einen Spieltag vor Schluss die Tabellenführung in der Bundesliga gesichert. Nach der 1:3-Pleite des Serienmeisters aus München tags zuvor gegen Leipzig siegte der BVB am Sonntag in Augsburg mit 3:0. Dortmund hat dem Druck also vorerst mit Bravour standgehalten, was Bayerns Thomas Müller angezweifelt hatte. BVB-Torschütze Julian Brandt reagierte auf die Müller-Stichelei bereits meisterlich.

FC Augsburg: Koubek - Renato Veiga, Gouweleeuw, Uduokhai - Engels, Dorsch, Rexhbecaj (ab 61. Cardona), Pedersen (ab 46. Colina) - Yeboah (ab 40. Bauer), Demirovic - Beljo (ab 61. Berisha)
Borussia Dortmund: Kobel - Wolf, Süle, Hummels (ab 90.+1 Schlotterbeck) , Ryerson - Can - Brandt, Guerreiro (ab 80. Reus) - Malen (ab 90.+1 Reyna), Haller, Adeyemi (ab 72. Özcan)
Tore: 0:1 Haller (59.), 0:2 Haller (84.), 0:3 Brandt (90.+4)
Rote Karte: Uduokhai (39./Notbremse)

Thomas Müller vom FC Bayern provoziert BVB mit Stichelei Richtung Dortmund

Thomas Müller hat die elfte Meisterschaft des FC Bayern in Folge noch längst nicht abgeschrieben, zumindest ließ der Ur-Bayer das nach dem bitteren Rückschlag im Titelkampf öffentlich verlauten – und schickte einen Gruß Richtung Dortmund. „Wir müssen jetzt diesen Nackenschlag wegstecken, es ist noch eine Woche, wir haben nächste Woche noch ein Spiel“, sagte Müller nach der Niederlage gegen Leipzig bei Sky. Nächsten Samstag muss der FC Bayern am 34. Spieltag beim 1. FC Köln antreten und bei zwei Punkten Rückstand zwingend gewinnen, um noch Meister werden zu können.

„Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann hat Dortmund ganz großen Druck. Sie müssen beide Spiele gewinnen und das will ich erstmal sehen. Wenn sie das machen, dann gratuliere ich freundlich“, blickte der 33-Jährige voraus und setzt den BVB damit ein Stück weit unter Druck. Den ersten Schritt ist der BVB mit dem Sieg im schwierigen Auswärtsspiel bei den bayrischen Schwaben in Augsburg nun gegangen. Abschließend benötigt Dortmund einen Sieg gegen Mainz, um aus eigener Kraft Deutscher Meister zu werden. Julian Brandt scheint sich von Müllers Scharmützeln jedenfalls nicht so leicht aus der Reserve locken zu lassen.

Der BVB um Julian Brandt lässt sich von Müllers Sticheleien nicht aus der Ruhe bringen.

Brandt kontert nach BVB-Sieg Müller-Stichelei aus München

„Ich halte mich da raus aus den ganzen Wortgefechten nach München. Ich mag Thomas Müller extrem gerne und ich weiß, dass man nach einem Spiel wie gestern auch ein bisschen gefrustet ist“, sagte Brandt nach Abpfiff bei DAZN auf Nachfrage zur Müller-Stichelei und verteilte damit eloquent selbst eine Spitze gegen Müller. Während der BVB jubelt, herrscht beim FC Bayern Frust.

Zu weit aus dem Fenster lehnen wollte sich der gebürtige Bremer aber nicht und blieb typisch norddeutsch bescheiden. Doch damit nicht genug: Brandt gab Müller sogar recht mit dessen Aussagen.

Fußballstar und Sprachgenie: Diese Spieler können sich in etlichen Ländern verständigen

Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen.
Mateo Kovacic (FC Chelsea), fünf Sprachen: Als gebürtiger Österreicher spricht der kroatische Nationalspieler neben Kroatisch auch Deutsch. Zudem hat er Kenntnisse in Spanisch, Englisch und Italienisch vorzuweisen. © Imago / Pro Sports Images
Luís Figo, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen.
Luís Figo (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Barça- und Real-Star weiß sich neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch auf Spanisch, Italienisch, Französisch und Englisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten.
Mikel Arteta (Karriereende), fünf Sprachen: Der heutige Arsenal-Trainer kann sich mit seinen Spielern auf Spanisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch unterhalten. © Imago / Sportimage
Maxwell, Karriereende: fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch.
Maxwell (Karriereende), fünf Sprachen: Der einstige Linksverteidiger aus Brasilien, der unter anderem für Ajax und Barcelona spielte, beherrscht neben seiner Muttersprache Portugiesisch auch Französisch, Niederländisch, Spanisch und Englisch. © Imago / agefotostock
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch.
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), sechs Sprachen: Der deutsche Nationaltorhüter kann nicht nur in seiner Muttersprache kommunizieren: Er spricht fließend Französisch, Englisch, Portugiesisch sowie Spanisch und verfügt über Grundkenntnisse in Italienisch. © Imago / osnapix
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch.
Clarence Seedorf (Karriereende), sechs Sprachen: Der viermalige Champions-League-Sieger spricht Niederländisch, Sranantongo (eine in Suriname gesprochene Kreolsprache), Englisch, Italienisch, Spanisch sowie Portugiesisch. © Imago / Sportimage
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt.
Zlatan Ibrahimovic (AC Mailand), sechs Sprachen: Neben seinen beiden Muttersprachen Schwedisch und Bosnisch spricht „Ibrakadabra“ Italienisch, Spanisch, Englisch und auch ein bisschen Französisch. Und sogar in einigen Formen der Gebärdensprache ist er geübt. © Imago / Independent Photo Agency
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch.
Petr Cech (Karriereende), sieben Sprachen: Der ehemalige Weltklasse-Torwart aus Tschechien spricht sogar Deutsch. Außerdem beherrscht er Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Slowakisch und Tschechisch. © Imago / Shutterstock
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen.
Gelson Fernandes (Karriereende), sieben Sprachen: Der Schweizer, der einst im Trikot von Eintracht Frankfurt auflief, ist ein echtes Sprachtalent: Er kann sich auf Portugiesisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Kreolisch, Englisch und Spanisch verständigen. © Imago / Poolfoto
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch.
Miralem Pjanic (Sharjah FC (VAE)), sieben Sprachen: Der Nationalspieler Bosnien und Herzegowinas wuchs in Luxemburg auf und kann sich daher neben Bosnisch auf Luxemburgisch, Französisch und Deutsch unterhalten. Außerdem spricht er Italienisch, Spanisch und Englisch. © Imago / Newspix
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache).
Pa-Modou Kah (Karriereende), acht Sprachen: Der ehemalige Nationalverteidiger Norwegens beherrscht neben Norwegisch auch Englisch, Französisch, Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Deutsch und aufgrund seiner gambischen Wurzeln auch Wolof (eine westafrikanische Sprache). © Imago / USA TODAY Network
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen.
Henrikh Mkhitaryan (Inter Mailand), acht Sprachen: Der Ex-Dortmunder lässt zwar auf dem Platz eher Taten als Worte sprechen, ist aber auch verbal ein vielseitiger Techniker. Außer seiner Muttersprache Armenisch weiß er sich auf Russisch, Ukrainisch, Französisch, Portugiesisch, Deutsch, Englisch und Italienisch zu verständigen. © Imago / ZUMA Wire
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch.
Romelu Lukaku (Inter Mailand), acht Sprachen: Wie sein armenischer Teamkollege Mkhitaryan ist auch der Belgier ein absolutes Sprachgenie. Er spricht Niederländisch, Französisch, Lingala (eine kongolesische Sprache), Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch und Spanisch. © Imago / Gribaudi/ImagePhoto

Brandt hat „kein Bock auf Schlagabtausch“ mit „gefrustetem“ Müller

„Grundsätzlich hat er ja auch recht, wir müssen die beiden Spiele erstmal gewinnen, eins davon haben wir jetzt gewonnen. Das heißt aber nicht, dass wir jetzt Deutscher Meister sind, wir müssen das Heimspiel auch erstmal gewinnen“, meinte der 27-Jährige, der kurz vor Schluss das 3:0 erzielte. „Aber auf einen Schlagabtausch habe ich jetzt kein Bock“, erklärte Brandt mit einem breiten Grinsen.

Im Verlauf der kommenden Woche dürfte ohnehin noch der ein oder andere Giftpfeil zwischen München und Dortmund abgeschossen werden. Brandt will sich lieber auf die Arbeit auf dem Platz konzentrieren und setzt auf die Unterstützung der Fans.

BVB-Star Brandt schwört Dortmund auf Meister-Finale ein

„Die Stadt wird eine Woche brennen, die Vorfreude ist groß. Wir werden uns extrem gut auf das Spiel vorbereiten, wir wissen natürlich um unsere Chance. Im Signal Iduna Park wartet ein hitziges, emotionales Spiel auf uns mit einer Riesen-Stimmung“, kündigte der BVB-Star an. Während in Dortmund offenbar alles dem Titel untergeordnet wird, kam es beim Titel-Desaster in der Allianz Arena zum Münchner Promi-Auflauf. (ck)

Rubriklistenbild: © RHR-Foto/MIS/Imago

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