VonStefan Schmidschließen
Die sich hinziehenden Transfer-Verhandlungen um Harry Kane nerven Tottenham-Trainer Postecoglou. Eines schließt dieser in seinem Statement kategorisch aus.
München/Perth - Ein Trainer ist wohl nie erfreut darüber, wenn sein bester Stürmer von einem anderen Verein umworben wird und dieser zu allem Übel auch selbst eben jenen Verein bevorzugt. Doch Tottenham-Coach Ange Postecoglou scheint ein schneller Wechsel von Harry Kane zum FC Bayern wohl lieber zu sein als eine ewige Transferposse. Kurz vor der Asienreise von Tottenham Hotspur zeigt sich der 57-Jährige sichtlich genervt davon, dass kein anderes Thema neben Kanes möglichem Transfer Platz zu haben scheint.
| Angelos „Ange“ Postecoglou | |
|---|---|
| Geboren: | 27. August 1965 (57 Jahre) in Nea Filadelfia, Griechenland |
| Vereins-Trainerstationen: | South Melbourne, Panachaiki, Whittlesea Zebras, Brisbane Roar, Melbourne Victory, Yokohama F. Marinos, Celtic Glasgow, Tottenham Hotspur |
| Vertrag bei Tottenham: | 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2027 |
Postecoglou auf Asienreise genervt vom Kane-Theater
Klar, das Interesse des FC Bayern an Harry Kane dominiert auch bei dessen aktuellem Klub Tottenham Hotspur. Deren Trainer Postecoglou aber würde sich dem Thema lieber früher als später entledigen und tat dies nun während der Saisonvorbereitungstour im australischen Perth auch kund. „Ich kann nicht sagen, dass ich diesbezüglich entspannt bin“, sagte der Trainer angesprochen auf den möglichen Wechsel seines Kapitäns.
Neben den unbestrittenen Qualitäten Kanes, die den Spurs dann in Zukunft abgehen würden, spielt für Postecoglou jedoch auch die Fixierung auf das eine Thema und die damit einhergehende Ablenkung eine Rolle. Wann immer er vor die Presse trete, werde er als erstes zu Kane gefragt, klagte er. „Damit muss man erst klarkommen. Es wäre aber für alle Beteiligten besser, wenn wir das nicht allzu lange tun müssten. Das ist für niemanden gut – nicht für Harry, nicht für den Klub.“
Spurs-Trainer will FC Bayern und Kane kein Ultimatum stellen
Obwohl selbst von dem öffentlich ausgetragenen Hin und Her genervt, will Postecoglou von einem Ultimatum nichts wissen. Er wolle seinem Spieler „kein Ultimatum setzen“, sagte der Spurs-Trainer – auch mit dem Wissen, dass der Stürmer möglicherweise noch ein Jahr unter ihm spielen könnte. „Trotzdem glaube ich, dass niemand ein Interesse daran hat, dass es allzu lange dauert“, ergänzte der Trainer bezüglich der Entscheidung über einen möglichen Verkauf oder eine Verlängerung.
Es zeichnet sich damit wohl auch ein Umdenken beim Tottenham-Trainer ab, der vor wenigen Tagen noch demonstrativ entspannt mit der Causa umging und meinte, dass sich Kane „durch nichts aus der Fassung“ bringen ließe. Eine von mehreren Aussagen, die zum damaligen Zeitpunkt wahrscheinlich auch so getroffen wurden, um den vollmundigen Hoeneß-Aussagen etwas entgegenzusetzen. (sch/dpa)
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