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Florian Wirtz wählt wohl Liverpool anstelle des FC Bayern. Lothar Matthäus lässt kein gutes Haar an den Bayern-Verantwortlichen.
München – Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Florian Wirtz wird endgültig nicht zum FC Bayern München wechseln. Stattdessen zieht es den 22-Jährigen offenbar in die Premier League zum FC Liverpool. Diese Entscheidung hat nicht nur die Bayern-Bosse überrascht, sondern auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zu einer deutlichen Kritik veranlasst.
Wirtz-Absage schockt den FC Bayern: „Für Uli eine schwere, schmerzhafte Niederlage“
Gegenüber der Bild bezeichnete Matthäus die Absage des begehrten Zauberfußes als schweren Schlag für die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters – insbesondere für Uli Hoeneß, der in dem Transferpoker um Wirtz besonders involviert gewesen sein soll.
„Für den FC Bayern ist das eine Niederlage, für Uli Hoeneß persönlich in jüngerer Vergangenheit sicher die schmerzhafteste auf dem Transfermarkt: Er hatte immer wieder gesagt, dass Wirtz der absolute Wunschspieler sei, dass der FC Bayern alle Hebel in Bewegung setzen wird, ihn zu holen“, meint die Bayern-Legende. „Daher ist die Absage auch für Uli eine schwere, schmerzhafte Niederlage.“
Matthäus kritisiert Bayern-Bosse: „Bayern München wagt sich zur Zeit sehr oft weit aus dem Fenster“
Die Bayern-Bosse hatten sich in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv um Wirtz bemüht. Dabei schien zunächst auch viel auf einen bayerischen Transfer-Zuschlag hinzudeuten: Die Berichte, wonach Wirtz sich für einen Wechsel zum FC Bayern entschieden habe und sich bereits mit den Münchnern einig sei, stellten sich jedoch ganz offensichtlich als falsch heraus.
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Beim FC Bayern war man bereit, das größte Transfer-Paket der Vereinsgeschichte zu schnüren. Doch die Bemühungen reichten nicht aus, um Wirtz von einem Wechsel an die Isar zu überzeugen. „Bayern München wagt sich zur Zeit sehr oft weit aus dem Fenster“, kritisiert Matthäus die Vorgehensweise der Bayern. „Max Eberl bei Müller und Sané, nun dieser Fall mit Hoeneß bei Wirtz. Uli hatte ja gesagt, dass man alles machen würde, um ihn zu holen.“
Hat sich Wirtz wegen Musiala gegen einen Wechsel zum FC Bayern entschieden?
In München hatte man gehofft, dass Wirtz gemeinsam mit Jamal Musiala eine neue Ära einleiten könnte. Doch Wirtz scheint andere Pläne zu haben – ohne seinen Buddy Musiala. Matthäus spekulierte gegenüber der Bild, dass Wirtz in Liverpool die Möglichkeit sieht, als alleiniger Spielmacher zu glänzen, während bei Bayern Musiala bereits als zentraler Zehner etabliert ist. „Bei Liverpool gibt es auf seiner Position noch nicht diesen spielbestimmenden Typen. Vielleicht war das auch ein Gedanke: Beim FC Bayern ist eigentlich Jamal Musiala der Zehner. Womöglich will er die Position nicht teilen.“
Nach der Absage von Wirtz stehen die Bayern-Bosse vor großen Herausforderungen. Die Transferstrategie muss neu ausgerichtet werden, insbesondere da die Zukunft von Leroy Sané weiterhin ungewiss ist. Womöglich ist aber eine prominente Wirtz-Alternative im Anflug. (kus)
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