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Thomas Müller geht unter die Kochbuchautoren. Der Bayern-Star enthüllt einen Besuch seiner Kollegen zum Grillen – dabei kam etwas Ungewöhnliches auf die Teller.
München – Thomas Müller hat sich in den letzten Jahren das Thema Ernährung auf die Fahne geschrieben. Als Profifußballer versucht der Offensivspieler des FC Bayern auf eine gesunde Nahrungsaufnahme Wert zu legen. Der 34-Jährige will sein Wissen in einem Kochbuch an Kinder und Familien weitergeben. Auch seine Teamkollegen kamen schon in den Genuss von Müllers Kochkünste – und bekamen Ungewöhnliches serviert.
| Thomas Müller | |
|---|---|
| Geboren: | 13. September 1989 (Alter 34 Jahre), Weilheim in Oberbayern |
| Verein: | FC Bayern München |
| Erfolge (u. a.): | Weltmeister, Champions-League-Sieger, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger |
Bayern-Star Thomas Müller hat sich seine Kochkünste bei der Mutter abgeschaut
„Wir sind auf Reisen bestens versorgt, da wird für uns gekocht. Dementsprechend ist kochen in meinem Alltag nicht so oft nötig. Ich würde mir wünschen, ich würde öfters kochen müssen“, sagte der Führungsspieler des FC Bayern in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Zusammen mit Ernährungsmediziner Matthias Riedl will Müller vor allem Kindern und Familien „Tipps“ mit auf den Weg geben, wie man sich im Alltag gut ernähren kann. Das Buch erscheint an diesem Samstag.
„Die Kochkünste sind relativ gut. Ich habe früher schon bei meiner Mutter, die sehr gut kocht, immer mal zugeschaut und mitgeholfen. Interesse war immer schon da. Aber klar, bin ich nicht so in der Übung, weil ich als Fußballprofi natürlich verwöhnt und viel unterwegs bin“, sagte der Nationalspieler bei der Präsentation seines neuen Buchs „Kochen für kleine & große Champions“. Für seine Teamkollegen beim FC Bayern stellte Müller, der von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die kommenden Länderspiele nominiert wurde, aber seine Kochkünste unter Beweis – genauer gesagt am Grill.
Thomas Müller lädt Bayern-Kollegen zum Grillen ein – und serviert Ungewöhnliches
„Einmal waren Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und David Alaba zu Besuch. Da haben wir gegrillt mit Hähnchen, Gemüse, und ich habe sie mit gegrilltem Salat überrascht“, verriet Müller über eine Einladung seiner Mitspieler zum Essen. „Das ist tatsächlich eine interessante Variante auf dem Grill. Wir haben Romana-Salat gegrillt und dann ein spannendes Dressing mit Sojasoße, ein bisschen Honig und Chiliflocken darüber gemacht.“
Für ihn gibt es eine klare Parallele. „Da ist es ein bisschen wie auf dem Fußballplatz. Wir wollen ein Tor schießen – und da hilft es uns nichts, wenn wir vorher 45 Pirouetten und 3 Übersteiger gemacht haben, aber am Ende nicht wissen, wo das Tor steht“, sagte Müller. „Man muss es den Leuten beim Essen so einfach wie möglich machen, dass sie zu ihrem Ziel kommen. Wie meine Spielweise auf dem Platz ist, so ist auch mein Vorgehen bei der Ernährung: Es muss alles schon Sinn machen.“
Der FC Bayern München auf der Wiesn: Müller und Hoeneß da – Tuchel mit Hut, Kane mit Brezen und Bier




„Zutat“ Müller will dem DFB-Team „Würze“ geben
Für die vorrangigen Zielgruppen des Buchs, Kinder und Familien, hat Müller noch nicht „so oft“ gekocht. „Ich bin auch kein Kochexperte, der für Großfamilien kochen kann. Das schreibe ich mir auch gar nicht auf die Fahne. Ich bin jemand, der sich über seine eigene Ernährung sehr viele Gedanken gemacht hat“, sagte Müller, der sein Spezialgericht verriet: „Ich kann eine sehr gute Bolognese. Die kommt immer gut an. Aber insgesamt bin ich sehr flexibel. Ich traue mir alles zu, aber an große Braten oder Familiengerichte habe ich mich noch nicht so herangetraut.“
Gefragt, was die „Zutat“ Müller dem DFB-Team geben könne, lachte der Weltmeister von 2014. „Auf jeden Fall Würze und natürlich den Zug zum Tor. Den werde ich hoffentlich nie verlieren. Ansonsten müssen das die Trainer entscheiden, wie sie mich da einsetzen wollen“, sagte der 123-malige Nationalspieler.
„Zwiebel“ Müller will für „Tränen in den Augen der Gegner“ sorgen
„Ich habe schon immer Fußball gespielt, um meiner Mannschaft zu helfen, Tore zu schießen. Natürlich verteidigt man als Offensivspieler auch“, sagte Müller, während er eine Zwiebel schnitt. „Aber als Offensivspieler bist du schon für die Zwiebeln verantwortlich, damit am Ende des Spiels die Tränen in den Augen der Gegner sind.“ Sein Vereinstrainer Thomas Tuchel deutete auf der Pressekonferenz des FC Bayern eine Startelf-Nominierung Müllers gegen Freiburg an. (ck/dpa)
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