Bayern-Legende Maier: Deutliche Worte gegen Hoeneß-Kritiker
Uli Hoeneß sieht sich regelmäßig harter Kritik ausgesetzt. Eine Bayern-Legende verteidigt den Ex-Boss nun – mit unmissverständlichen Worten.
München – Uli Hoeneß ist zweifelsohne eine der größten Figuren in der Geschichte des FC Bayern München: Als jahrzehntelanger Klub-Boss führte er den Verein an die Spitze des Weltfußballs, und auch nach seinem Ausscheiden aus der Vereinsspitze im Jahr 2019 blieb er dem FCB als Aufsichtsratsmitglied sowie als Ehrenpräsident erhalten.
FC Bayern München: Sepp Maier attackiert Hoeneß-Kritiker Babbel und Matthäus
Immer wieder mischt sich der mittlerweile 73-Jährige in die aktuellen Entwicklungen rund um den Rekordmeister ein – ob bei möglichen Transfers oder Trainerentscheidungen. Das gefällt nicht jedem – Markus Babbel etwas bezeichnete Hoeneß kürzlich als „größtes Problem des FC Bayern. Er schadet dem Verein mehr, als er ihm im Moment nutzt. Ich verstehe Uli Hoeneß nicht mehr, aber schon seit Längerem nicht mehr“, so Babbel.
Mitten in die aufgeheizte Debatte meldete sich nun auch die FCB-Torwartlegende Sepp Maier zu Wort – und attackierte die Hoeneß-Kritiker mit deutlichen Worten.
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„Also ganz ehrlich – das hat mich richtig wütend gemacht. Diese Respektlosigkeit geht gar nicht. Erstmal sollte sich der Markus Babbel überlegen, was er dem FC Bayern überhaupt zu verdanken hat. Ohne Uli hätte er vielleicht nie so eine Karriere gemacht. Ich weiß ja, dass heutzutage jeder dieser ‚Experten‘ meint, seine Meinung rausposaunen zu müssen, aber was sich der Babbel da geleistet hat, ist unterste Schublade. Zu behaupten, Uli Hoeneß sei ‚das größte Problem‘ des FC Bayern – das ist nicht nur respektlos, das ist einfach nur dumm“, zog Maier gegen Ex-Bayern-Kicker Babbel gegenüber Sport1 heftig vom Leder.
Maier: „Mein Gott, der Lothar spielt seit Jahrzehnten die gleiche Platte“
Auch Lothar Matthäus, der den Ehrenpräsidenten in letzter Zeit immer wieder heftig kritisiert hatte, bekam von Maier sein Fett weg. „Mein Gott, der Lothar spielt seit Jahrzehnten die gleiche Platte. Es langweilt mich. Wenn du sagst, du nimmst Uli ‚nicht mehr ernst‘ – warum redest du dann ständig über ihn? ‚Uli lebt in seiner Welt?‘ Na ja, das ist die Welt, in der der FC Bayern zu einem der größten Klubs der Welt geworden ist. Das muss man erst mal hinkriegen“, spielte er auf Äußerungen des Rekordnationalspielers an.
Persönlich enttäuscht zeigte sich Maier vor allem davon, dass ausgerechnet ehemalige Weggefährten von Hoeneß ihren einstigen Boss so hart angehen würden. „Klar, Uli war nie ein Diplomat. Aber er sagt, was er denkt – und das hat ihm auch viele Feinde eingebracht. Aber das war auch immer seine Stärke. Wenn du mit ihm ein Problem hast, kannst du ihn anrufen und ihm das sagen. Aber sich öffentlich hinzustellen und so auf ihn einzudreschen, ist einfach schwach. Vor allem von ehemaligen Spielern, die von seiner Arbeit profitiert haben“, so Maier.