Woltemade zum FC Bayern? Ein möglicher Mega-Transfer bahnt sich an – mit Folgen für Kaderplanung, Taktik und das Münchner Transferbudget.
Miami – Die Trauer nach dem verpassten EM-Titel stand Nick Woltemade ins Gesicht geschrieben. Nichtsdestotrotz könnte er bald Grund zur Freude haben: Die Zeichen für einen Wechsel nach München verdichten sich immer weiter – allerdings würde ein Woltemade-Transfer zum FC Bayern viele Konsequenzen haben.
Sieben Spieler im letzten Vertragsjahr – Die Laufzeiten der Stars des FC Bayern
Zunächst einmal stellt sich weiterhin die Frage, wie viel Geld die Münchner für den Shootingstar zahlen müssen. Laut verschiedenen Stuttgarter Medienberichten soll der VfB mit einer Forderung von 100 Millionen Euro in die Verhandlungen gehen. Eine solche Summe dürfte aber selbst den Stuttgarter Vereinsbossen unrealistisch erscheinen und dient eher dazu, mit einer hohen Verhandlungsposition zu beginnen.
Wie viel legt der FC Bayern auf den Tisch?
Beim FC Bayern ist man keineswegs bereit, einen solchen Preis zu zahlen und rechnet eher mit 50 bis 60 Millionen – in dem Wissen, dass Woltemade zwar eine starke Saison hinter sich hat, davor aber weder in der Bundesliga noch auf internationalem Niveau Erfahrungen sammelte. Und auch die starken Leistungen bei der U21-EM sollen den Blick nicht trüben, schließlich steckt das Wort „U 21“ darin.
Was den Transfer brisanter macht: Nach tz-Informationen könnte ein Woltemade-Wechsel auch die lange Zeit geforderte Verstärkung auf dem linken Flügel ersetzen. Dann wäre der Shootingstar in der Offensive der „Königstransfer“ – und nach den Abfuhren bei Florian Wirtz, Nico Williams oder Jamie Gittens endlich ein öffentlichkeitswirksames Erfolgserlebnis.
Woltemade-Transfer als Lösung für Eberls Transferpuzzle
Damit sich Woltemade weiterentwickelt und langfristig Harry Kane beerben könnte, braucht er außerdem Spielzeit. Denkbar wäre daher, Jamal Musiala auf den linken Flügel zu ziehen und den potenziellen Neuzugang ins Zentrum zu stellen. Erst mal wäre Woltemade aber einerseits als Backup und potenzieller Nachfolger für Harry Kane geplant. Er könnte auch neben ihm, speziell in Schlussphasen gegen tiefstehende Gegner, spielen.
Ein Woltemade-Transfer wäre damit zumindest kurzfristig eine Lösung für Max Eberls kniffliges Transferpuzzle, das weitere Verkäufe für einen (teureren) Flügelspieler vorsah. Ob sich die nun anbahnende Lösung allerdings langfristig auszahlt, bleibt abzuwarten.
Lob von den möglichen neuen Kollegen
Auch wenn sie natürlich die Maßgabe haben, sich nicht öffentlich in mögliche Transferverhandlungen einzumischen, gerieten die Bayernstars mit Blick auf Nick Woltemade ins Schwärmen. Am Samstag sagte Jonathan Tah über den möglichen Neuzugang: „Ich bin traurig, dass sie das Finale nicht gewonnen haben. Wir haben das Spiel zusammen verfolgt und einen Sieg gewünscht, das hätten sie nach diesem Turnier verdient“, erklärte der Innenverteidiger. „Ich verstehe mich gut mit Nick und weiß, dass er ein guter Spieler ist. Wenn das passiert, freue ich mich.“ Und zu seinem Charakter: „Er hat Selbstvertrauen, aber keine Arroganz. Er hat da eine gute Mitte und ist auch als Spielertyp besonders.“
Auch Konrad Laimer schwärmte: „Ich kenne ihn nicht persönlich, aber als Spieler braucht man nicht viel zu sagen: Was der im letzten Jahr in Stuttgart geleistet hat, wie er mit seiner Größe Fußball spielen kann, arbeitet und vorangeht – das ist ein großartiger Spieler. Ob er zu uns kommt oder nicht, müssen aber andere Leute entscheiden.“ Vincent Kompany wollte sich– wie erwartet auf der Pressekonferenz am Samstag nicht zu Woltemade äußern.