FC Bayern mit nächstem Tritt ins Kane-Fettnäpfchen? Erst Hoeneß, jetzt Hainer
VonAlexander Kaindl
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Nach Uli Hoeneß hat sich nun auch Herbert Hainer öffentlich zu einem möglichen Kane-Wechsel zum FC Bayern geäußert. Zuletzt bedeutete das Ärger.
Tokio – Der FC Bayern München ist in Tokio gelandet und bereitet sich nun auf seiner Asien-Reise weiter auf die neue Saison vor. Die große Frage ist: Stößt in Fernost möglicherweise der eine oder andere Neuzugang zur Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel? Immer wieder gibt es Gerüchte um Kyle Walker und Harry Kane.
Harry Kane
Geboren:
28. Juli 1993 (Alter 29 Jahre) in Walthamstow
Vertrag bei Tottenham Hotspur bis:
Juni 2024
Marktwert (laut transfermarkt.de):
90 Millionen Euro
Position:
Mittelstürmer
Bayerns Kane-Poker geht auch in Asien weiter
Vor allem Letzterer wird für die Bayern ein eminent wichtiger Baustein auf dem Weg zu alter Stärke. Den Abgang von Super-Torjäger Robert Lewandowski konnten die Münchner nicht kompensieren – dementsprechend unruhig war die vergangene Saison. Eine klare Nummer Neun ist deshalb das Transferziel Nummer eins der Bayern-Bosse. Und da gibt es wenig bessere auf der Welt als eben jenen Kane.
Der Präsident hat am Rande der Asien-Reise die Bedeutung eines Transfers des Superstars für die gesamte Bundesliga hervorgehoben. „Harry Kane ist definitiv ein hoch attraktiver Spieler, der Kapitän der englischen Nationalmannschaft, Torschützenkönig. Insofern würde er uns und der Bundesliga guttun. Keine Frage.“ Aussagen, die man in London sicher registriert. Zuletzt reagierte Tottenham-Trainer Ange Postecoglou bereits verärgert auf die Hoeneß-Sätze.
Harry Kane (l.) ist in aller Munde. Zuletzt äußerte sich Uli Hoeneß (r.) öffentlich über einen möglichen Wechsel zum FC Bayern, nun legte Herbert Hainer nach.
Kane-Verhandlungen laufen: FC Bayern plant wohl Gespräche in dieser Woche
Hainer legte nach: Der FC Bayern versuche „natürlich immer wieder, Stars zu holen, um uns als Mannschaft besser zu machen, aber auch um die Bundesliga nach außen attraktiver zu gestalten“. Derzeit habe die Bundesliga „nicht mehr so viele internationale Stars. Dazu trägt natürlich auch ein Teil bei, wie man sich als Bundesliga international vermarktet.“
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und der Technische Direktor Marco Neppe sind nicht mit nach Japan geflogen, um mit Tottenhams Präsident Daniel Levy in den nächsten Tagen weitere Verhandlungen über den 100-Millionen-Deal zu führen. Pikant: Tottenham-Besitzer Joe Lewis forderte jüngst einen Kane-Verkauf, falls er nicht bei den Spurs verlängern sollte. Der Vertag läuft im Juni 2024 aus.
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Auch Guardiola spricht über die Bayern-Gerüchte um Harry Kane
Neben Hoeneß und Hainer hat sich noch ein weiteres Fußball-Schwergewicht zum Thema Kane geäußert: Pep Guardiola. „Bayern will immer die besten Spieler der Welt. Harry Kane ist einer davon. Aber er ist nicht mein Spieler“, sagte der frühere Münchner Coach zu den Spekulationen um Kane. Guardiola trifft mit Champions-League-Sieger Manchester City am Mittwoch (12.30 Uhr MESZ, alle TV-Infos zur Übertragung) in Tokio in einem Testspiel auf die Bayern.
Am Rande der Partie soll auch über die Zukunft von City-Verteidiger Kyle Walker gesprochen werden. Laut Medienberichten sollen sich die Bayern mit Walker bereits geeinigt haben. „Ich weiß, dass beide Vereine in Kontakt sind, wir werden um ihn kämpfen – und ich bin sicher, dass Bayern das auch tun wird“, sagte Guardiola. Gut möglich, dass eben jener Walker für die Bayern zum Kumpel-Trumpf im Kane-Poker wird. Die beiden Engländer kennen und schätzen sich schon lange. Falls es klappt, dürfte das sicher auch Hoeneß und Hainer freuen. (akl/dpa)