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Der FC Bayern hat seinen Top-Transfer am Donnerstag präsentiert. Bei Luis Diaz fiel besonders eine Sache auf. Einen Woltemade-Moment gab es ebenfalls.
München – Kaum ist der eine da, wird umgehend nach dem nächsten Neuzugang gefragt!
Ein klassischer Moment beim FC Bayern, möchte man da fast sagen. Am Donnerstagmittag wurde Luis Diaz vom Rekordmeister an der Säbener Straße vorgestellt. Der ersehnte Mega-Transfer.
Auffällig dabei: Der neue Superstar der Münchner gab sich dabei äußerst demütig, wenig großspurig, bedankte sich fast bei jeder Frage. In Sphären der Bayern-Stars erfrischend anders. Große Sprüche waren von Diaz auch nicht zu hören.
Das lag nicht am Spanisch, das der Kolumbianer ausschließlich spricht. Vielmehr ist der 28-Jährige offenbar von Natur aus sehr bodenständig und lernwillig. Starallüren? Fehlanzeige!
„Ich bin einfach glücklich, Teil der Bayern-Familie zu sein. Ich habe immer davon geträumt, für die größten Vereine zu spielen. Ich erfülle mir hiermit einen Traum“, sagte Diaz. Warum er sich für den FC Bayern entschied? „Der Verein passt perfekt zu meinen Zielen. Ich wollte zu einer großen, ehrgeizigen Mannschaft wechseln – dieser Klub hat eine unglaubliche Historie. Wir wollen alles gewinnen. Mein Ziel ist es, dem Verein zu helfen und so schnell wie möglich Erfolge zu feiern.“
Luis Diaz wird beim FC Bayern vorgestellt – und überrascht dabei
Diese Sätze gingen natürlich an seinen Sitznachbar runter wie Öl. „Von Lucho“, wie Max Eberl den Königstransfer auffällig häufig nannte, verspricht sich der Sportvorstand „Tempo, Eins-gegen-Eins, Tore, Assists und Verlässlichkeit, viele Einsatzminuten.“
Natürlich an der Seite von Harry Kane und Michael Olise, die Diaz noch aus der Premier League kennt. Ob er noch einen Offensiv-Star an seiner Seite begrüßen kann? Denn natürlich wurde Diaz auch nach Nick Woltemade gefragt.
„Wie war der Name, den Sie genannt haben?“, fragte Diaz fast schon entschuldigend. Als der Kollege den Namen wiederholte, antwortete er: „Ich kenne ihn nicht und weiß wenig über ihn.“ Zu seiner Entschuldigung muss man sagen, dass der Name Woltemade im Spanischen vermutlich nicht beim ersten Hören sofort greifbar ist.
Außerdem: Auch Eberl fand den Namen des nächsten FCB-Transferwunsches bei der Klub-WM durchaus befremdlich: „Ein Nick Woltemade, oder ein Nick, wenn ich das sagen darf, ich finde das Nachnamen-Nennen ein bisschen komisch“, sagte er damals in den USA.
Insofern darf man Luis Diaz keinen Vorwurf machen. Und vielleicht lernt er Nick Woltemade ja schon bald richtig kennen… (smk)
Von der Säbener Straße berichtet Florian Schimak
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