Wie geht es im Woltemade-Poker weiter? Der Plan des FC Bayern
VonPeter Grad
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Der Transfer-Poker um Nationalspieler Nick Woltemade geht in die nächste Runde. Der FC Bayern hat einen Plan, den die Stuttgarter ungewollt selbst gefördert haben.
München – Laut übereinstimmenden Medienberichten haben sich die Bayern, federführend CEO Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl, Ende letzter Woche dagegen entschieden, ein drittes schriftliches Angebot für den 23-jährigen Offensiv-Allrounder Nick Woltemade abzugeben. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße wollen den Deal zwar weiterhin forcieren, jedoch nur in persönlichen Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart.
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Drittes FCB-Angebot - aber nur unter einer Bedingung
Wie Sky nun berichtet, wäre man beim deutschen Rekordmeister bereit, ein verbessertes drittes Angebot den VfB-Wünschen anzupassen, fordert dafür aber ein persönliches Treffen. Nach den zwei abgelehnten Offerten – zuletzt 50 Millionen Euro fix plus 5 Millionen an möglichen Bonuszahlungen – haben die Bayern ihre Transfer-Aktivitäten ohne Stuttgarter Gesprächsbereitschaft beendet.
Ziel der FCB-Verantwortlichen wird es gewiss sein, etwas genauer zu erfahren, was bzw. welche Transfersumme VFB-CEO Alexander Wehrle als „außergewöhnlich“ betrachtet, um in persönliche Gespräche einzutreten, wie er es selbst angekündigt hat. Nachdem Lothar Matthäus vor ein paar Wochen 80 bis 100 Millionen Euro ins Spiel gebracht hatte, hieß es zuletzt ziemlich einheitlich 65 Millionen Euro, der kicker möchte eine Sieben vorne stehen haben.
VfB-Front stark, aber nicht einheitlich
Der VfB Stuttgart scheint bislang jedoch noch an seinem strikten Kurs festzuhalten: Keine Gespräche, kein Verkauf, so die offiziellen Statements von Wehrle und Sportdirektor Fabian Wohlgemuth. Die beiden Verantwortlichen genießen noch die Rückendeckung der Mehrheit des 12-köpfigen VfB-Aufsichtsrats – auch wenn es dort Vertreter für einen Dialog mit dem Rekordmeister geben soll.
Dabei scheint auch der Zufall dem FC Bayern bei den Plänen für sein weiteres Vorgehen zu Hilfe zu kommen: Die Profis des VfB Stuttgart halten ihr diesjähriges Trainingslager vom 28. Juli bis 2. August ausgerechnet in Rottach-Egern am Tegernsee ab, in unmittelbarer Nähe der Residenz von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß, aber auch von Max Eberl.
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So wäre es fast verwunderlich, wenn diese Gelegenheit nicht ergriffen werden würde, um sich in in entspannter Atmosphäre in der wunderschönen See- und Alpenregion südlich von München persönlich auszutauschen. Fast scheint die Wahl des Stuttgarter Trainingslagers so etwas wie der Wink des Schicksals in dieser bislang so verfahrenen Angelegenheit zu sein. Kaiser Franz Beckenbauer würde sagen: „Schaun ma mal.“