- VonJannek Ringenschließen
Im vergangenen Winter startete der Fußball in Saudi-Arabien eine Offensive, um die Relevanz zu steigern. Im Sommer soll diese ausgeweitet werden.
Riad – Mit dem Wechsel von Cristiano Ronaldo im Winter zu Al-Nassr, hat der Fußball in Saudi-Arabien eine neue Ära eingeläutet. In diesem Sommer bieten sie für mehrere Schwergewichte des Profifußballs und scheinen keine schlechten Karten zu haben. Sogar deutsche Nationalspieler sind im Golfstaat im Gespräch.
| Thomas Müller | |
|---|---|
| Geboren: | 13. September 1989 (Alter 33 Jahre), Weilheim in Oberbayern |
| Vereine: | FC Bayern München |
| Marktwert: | 18 Millionen Euro (transfermarkt.de) |
Saudi-Arabische Transferoffensive
Der Wechsel von Cristiano Ronaldo war ein richtungsweisender Schritt für die Saudi Professional League. Der Fußball im Golfstaat erfuhr durch den Portugiesen einen Aufschwung und bekam mehr mediales Aufsehen. Zudem war die Ankunft des Superstars ein Vorzeichen darauf, was diesen Sommer noch gehen könnte.
In dieser Woche wurde der Wechsel von Karim Benzema von Real Madrid zu Al-Ittihad bekannt gemacht. Damit zieht es einen weiteren Weltfußballer nach Saudi-Arabien, die Liga erfährt ein weiteres Upgrade. Ihm könnten noch weitere Stars folgen, denn sein französischer Landsmann N‘ Golo Kante soll ebenfalls zum neuen Benzema-Club wechseln.
Thomas Müller weckt Interesse der Saudis
Wie die SportBild berichtet, interessieren sich die saudischen Vereine auch für Spieler aus der Bundesliga. Unter anderem soll einer der Clubs seine Fühler in Richtung Thomas Müller ausgestreckt haben. Das bayerische Urgestein sagte jedoch ab, da er nicht an einem Wechsel in die Saudi Pro League interessiert sei.
Spielerberater Volker Struth erklärt im Fußball-Podcast Phrasenmäher, dass es für Toni Kroos und Mario Götze ebenfalls Anfragen gegeben hätte. „Ich wurde kontaktiert und habe die Spieler auch darüber informiert, aber sie haben nicht eine Sekunde überlegt. So ein Wechsel würde bei diesen Jungs nicht stattfinden“, erklärte der Berater.
Von Jeremy Edgar bis Aziz: Das sind die zweiten Vornamen der FCB-Stars




Fürstliche Gehälter – alles für die WM 2030
Auch wenn die sportliche Perspektive in Saudi-Arabien nicht die beste ist, können die Vereine vor allem mit einer Sache locken: dem Geld. N‘ Golo Kante, der kurz vor einem Wechsel zu Al-Ittihad stehen soll, winken bei einem Drei-Jahres-Vertrag über 100 Millionen Euro pro Jahr. Lionel Messi, der sich gegen einen Wechsel nach Saudi-Arabien entschieden hat, soll sogar das Fünffache geboten worden sein.
Dabei hat der Golfstaat ein klares Ziel vor Augen. Die Weltmeisterschaft 2030, über deren Vergabe im kommenden Jahr entschieden werden soll. Die Regierung möchte diese unbedingt nach Saudi-Arabien holen. Dafür bedarf es sowohl nationales als auch internationales Interesse am Fußball. Durch zahlreiche Superstars in der heimischen Liga soll dies geweckt werden. (jari)
Rubriklistenbild: © IMAGO / Treese; IMAGO / MB Media Solutions
