VonFlorian Bajusschließen
Borussia Dortmund steht vor der Verpflichtung eines neuen Torhüters. Bahnt sich damit auch der Abschied von Gregor Kobel an?
Dortmund – Wenige Stunden vor der Schließung des Transferfensters bastelt Borussia Dortmund an mehreren Transfers. Unter anderem wird sich Schwarzgelb perspektivisch zwischen den Pfosten verstärken.
Dortmund wird offenbar neuen Torhüter verpflichten
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Diant Ramaj einen Vertrag bis 2029 unterzeichnen. Das frühere Torwart-Talent von Eintracht Frankfurt, das 2023 zu Ajax Amsterdam gewechselt ist, absolviert laut Angaben der Ruhr Nachrichten am Montagvormittag den obligatorischen Medizincheck.
Weiter heißt es, Ramaj solle nach seinem fünf Millionen Euro teuren Transfer von Amsterdam nach Dortmund gleich an den FC Kopenhagen ausgeliehen werden. Der Plan laute, dem 23-Jährigen bis zum Ende der laufenden Saison Spielpraxis auf hohem Niveau zu ermöglichen.
Bereitet sich der BVB auf einen Kobel-Abgang vor?
Mit Gregor Kobel und Alexander Meyer ist der BVB im Tor gut aufgestellt, die Baustellen sind auf anderen Positionen eröffnet worden. Bei der Verpflichtung von Ramaj handelt es sich dem Vernehmen nach aber um einen Transfer mit Weitsicht. Wie etwa die WAZ und die Bild-Zeitung berichten, bereite sich Dortmund mit dem Ex-Eintracht-Talent auf einen potenziellen Abgang von Kobel vor.
Der Schweizer hütet seit 2021 das Dortmunder Tor und hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren zu einem der besten Bundesliga-Torhüter entwickelt. Allen voran auf der Linie hat Kobel seine Stärken, mit denen er vergangene Saison einen großen Anteil am Einzug ins Champions-League-Finale hatte.
Mit seinen sehenswerten Paraden soll Kobel schon früh das Interesse des FC Chelsea geweckt haben. Im April 2023 vermeldete Sky Sport erstmals, bei den Blues sei über den 27-Jährigen diskutiert worden. Im Oktober 2024 hieß es, Chelsea sei weiterhin interessiert und unter gewissen Umständen könne ein Transfer nicht ausgeschlossen werden — denn Kobel wolle regelmäßig um Titel spielen, die er mit Dortmund noch nicht gewonnen hat.
Winken dem BVB 70 Millionen Euro?
Wie die Bild-Zeitung berichtet, intensiviere Chelsea die Bemühungen um Kobel. Angeblich sei der Premier-League-Klub bereit, bis zu 70 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Eine Ablösesumme dieser Größenordnung dürfte der BVB kaum ablehnen, denn damit würde Kobel in der Liste der Rekord-Abgänge auf Platz vier landen. Auch wäre die Frage geklärt, wer nach Jude Bellingham die nächste Mega-Ablöse einbringt, denn auf diese Transfers bleibt Dortmund angewiesen.
Darüber hinaus bleibt abzuwarten, ob Dortmund unter Niko Kovač die Aufholjagd und die damit verbundene Champions-League-Qualifikation gelingt. Verpasst der BVB die Königsklasse, „werden sich auch die Top-Spieler ihre Gedanken machen“, schreibt die Bild-Zeitung. So könnte Kobel Zweifel daran hegen, seine Titelambitionen in Dortmund erfüllen zu können. Darüber hinaus habe dem Keeper missfallen, dass er sein Amt als Vizekapitän im Sommer niederlegen musste. Ob es ihn nach vier Jahren in Schwarzgelb zu einem anderen Verein ziehen wird, ist vorerst aber ungewiss.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Bahho Kara

