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Die französische Biathletin Chloé Chevalier erlebt eine schwache Saison im Weltcup und nennt nun einen Grund dafür.
Paris – Die Biathlon-Saison 2023/24 ist vorbei und Chloé Chevalier will sie wahrscheinlich sehr schnell vergessen. Die Französin erlebte einen ganz bitteren Winter und verlor im Dezember sogar ihren Startplatz im Weltcup. Auf ihrem Instagram-Account gab die 28-Jährige nun einen Grund an, der im Zusammenhang mit ihrem schlechten Abscheiden steht.
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„Der Winter geht zu Ende. Das Pfeiffersche Drüsenfieber, mit dem ich mich zu Beginn des Winters infizierte, hat meine Saison gestört. Das Verlangen, an den Start zu gehen, hat dazu geführt, dass ich mir in mehreren Rennen die Startnummer umgehängt habe, obwohl ich wusste, dass mein Körper nicht in der Verfassung war, Leistung zu bringen“, schrieb Chevalier und gestand den schweren Fehler ein, die Krankheit nicht einfach auskuriert zu haben.
„Sportlich war es hart, aber ich kann lächeln, denn ich bin unendlich dankbar für das, was mir der Winter außerhalb meines Lebens als Athletin gebracht hat“, so die Französin weiter, die mit großen Hoffnungen in die Biathlon-Saison gestartet war und im Weltcup für Furore sorgen wollte.
Erst kurz nach der Versetzung vom Weltcup in den zweitklassigen IBU-Cup zog die 28-Jährige Anfang des Jahres die Reißleine. „Mit etwas Verspätung wünsche ich euch ein gutes Jahr 2024. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um euch mitzuteilen, dass ich mich für einige Zeit vom Biathlon zurückziehen muss. Danke für die vielen netten Nachrichten seit Beginn des Winters, danke an meine Partner für ihr Wohlwollen und danke an meine Freunde und Verwandten, ihr seid unglaublich“, lautete das Statement der Französin.
Französische Biathletin beendet Saison vorzeitig
Neben Chevalier betraf die Versetzung in den IBU-Cup auch Gilonne Guigonnat und Émilien Claude. Die beiden Teamkolleginnen der 28-Jährigen waren im Laufe der Saison am Coronavirus erkrankt und konnten danach ihre alten Leistungen nicht mehr abrufen. Bei Chevalier war der Grund lange unbekannt – bis sie jetzt selbst das Geheimnis lüftete.
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In der Saison 2022/23 belegte Chloé Chevalier noch den 16. Platz im Gesamtweltcup und wollte im vergangenen Winter endlich aus dem Schatten ihrer berühmten Schwester Anaïs Chevalier-Bouchet treten, die ihre Karriere beendete. In der nächsten Saison muss die jüngere Schwester einen neuen Anlauf nehmen, um dieses Ziel zu erreichen. (smr)
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