Selbstkritische Worte

Biathlon-Rücktrittswelle – Nächste Athletin macht Schluss: „Mein Können hat nicht ausgereicht“

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Denise Herrmann-Wick und weitere Größen des Biathlon-Sports haben schon ihren Rücktritt verkündet. Nun gibt die nächste Athletin ihren Abschied bekannt.

München – Wenn es um Weltcupsiege ging, spielte die Finnin Mari Eder im Gegensatz zu Denise Herrmann-Wick, Marte Olsbu Roiseland, Tiril Eckhoff oder Anais Chevalier-Bouchet nie die größte Rolle. Doch wie die vier anderen beendet die langjährige Weltcup-Athletin Eder nun ihre Karriere.

Mari Eder
Geboren am 09. November 1987 (35 Jahre alt) in Eno, Finnland
3 Podestplätze im Biathlon erreicht

Biathletin Eder blickt selbstkritisch auf ihre Karriere zurück

Mari Eder, die mit ihrem Ehemann, dem früheren österreichischen Biathleten Benjamin Eder in dessen Heimat wohnt, wandte sich in einem Instagram-Post an die Öffentlichkeit. Darin bedankte sie sich bei ihren Förderern, Trainern und Kollegen. Zudem zeigte sie sich sehr offen und selbstkritisch.

Die Finnin konnte in ihrer Karriere immerhin zweimal ganz oben auf dem Podest stehen und ein drittes Mal schaffte es Eder unter die ersten Drei. Bei einem Großereignis gelang ihr das jedoch nicht, weshalb sie hart mit sich ins Gericht geht. „Wie jede Spitzensportlerin habe ich davon geträumt, eine persönliche Medaille zu gewinnen. Am Ende muss ich zugeben, dass mein Können, meine harte Arbeit oder mein Talent nicht ausgereicht haben“, schreibt Eder unter ihren Instagram-Post.

Mari Eder stand oft im Schatten der ganz Großen. Nun beendet die Biathletin ihre Karriere.

Es fehlte für Eder nicht viel zu einer Medaille

Bei der WM 2017 in Hochfilzen schrammte sie mit dem vierten Platz an ihrem Traum nur knapp vorbei. Auch wenn sie nah dran gewesen sei, „war ich in Wahrheit viel zu oft zu weit weg“.

Eder sammelte während ihrer Karriere neue Einsichten: „Am Ende des Tages habe ich auch gelernt, den enormen Aufwand an Arbeit und Engagement zu schätzen, der dafür nötig war. Die Erkenntnis, dass man sich zu 100 Prozent ins Zeug gelegt hat, hilft einem, auch das zu akzeptieren, was unter den Tisch fällt.“ (jo)

Rubriklistenbild: © JOEL MARKLUND/imago

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