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Denise Herrmann-Wick gewinnt Gold bei der Biathlon-WM. Vor heimischem Publikum in Oberhof zeigte die Deutsche einen famosen Sprint.
Oberhof – Jubel für alle Wintersport-Fans bei der Biathlon-WM: Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Oberhof holt Denise Herrmann-Wick Gold im Sprint. Die Schwedin Hanna Öberg musste sich um 2,2 Sekunden geschlagen geben. Landsfrau Linn Persson wird Dritte.
Denise Herrmann-Wick holt bei Biathlon-WM Gold im Sprint – famose Schlussrunde
Herrmann-Wick blieb bei beiden Schießen fehlerfrei und war in der Loipe nicht zu bremsen. In der Schlussrunde holte die 34-jährige Olympiasiegerin von Peking einen Rückstand von rund zehn Sekunden auf Öberg auf. Im Ziellauf kannte die Freude keine Grenzen.
„Es ist unglaublich. Ich war total aufgeregt, bin schon beim Einlaufen vom Puls nicht runtergekommen. Das ich so ein Rennen hier bei der Heim-WM in den Schnee zaubern kann, ist unbeschreiblich“, freute sich Herrmann-Wick im ZDF über ihren Coup vor heimischem Publikum. „Die Euphorie war extrem groß, ich habe gemerkt, dass was geht. Man muss aber auch durchkommen und braucht Glück. Heute lief es gut von der Hand. Ich wusste, dass ich gute Beine habe. Es hat gereicht.“
Biathlon-WM: Herrmann-Wick ist erste Sprint-Weltmeisterin seit Magdalena Neuner
Für die Einzel-Olympiasiegerin war es nach Gold in der Verfolgung 2019 der zweite WM-Titel ihrer Karriere. Damit geht die ehemalige Langläuferin, die in diesem Winter schon zwei Weltcup-Rennen gewonnen hatte, am Sonntag (13.25 Uhr/ZDF und Eurosport) auch als Mitfavoritin in die Verfolgung.
Herrmann-Wick ist die erste deutsche Sprint-Weltmeisterin seit Magdalena Neuner, die bei der Heim-WM 2012 in Ruhpolding gewonnen hatte. Für Herrmann-Wick ist es bereits die siebte WM-Medaille ihrer Laufbahn. Zum WM-Auftakt war sie mit der deutschen Mixed-Staffel am Mittwoch nur Sechste geworden. (ck/dpa)
