- VonBenedict Hottnerschließen
Ein Schlüsselspieler von Borussia Dortmund könnte im Sommer einen Wechsel in Betracht ziehen. Ein Verein aus Frankreich bekundet Interesse.
Dortmund – Die Kaderplanung bei Borussia Dortmund für die kommende Saison läuft auf Hochtouren – mit möglichen Abgängen als Teil des Plans. Im Fokus: Ein Abwehrspieler, der laut einem Bericht der Bild-Zeitung das Interesse von Olympique Marseille auf sich gezogen hat.
Transfergerüchte um Bensebaini: BVB offenbar gesprächsbereit
Der französische Traditionsklub habe laut dem Bericht bereits den Kontakt zum Umfeld von Ramy Bensebaini gesucht. Ein Wechsel des algerischen Nationalspielers an die Mittelmeerküste ist offenbar keineswegs ausgeschlossen.
Jedoch muss dabei auch der BVB mitspielen. Der 30-jährige Bensebaini wechselte erst im Sommer 2023 ablösefrei von Borussia Mönchengladbach zur Borussia und hat sich unter Trainer Niko Kovač zu einem festen Bestandteil der neu formierten Dreierkette entwickelt. Mit seiner robusten Spielweise, Kopfballstärke und seinem kompromisslosen Zweikampfverhalten hat er sich schnell einen Stammplatz erkämpft.
Vertrag bis 2027 – aber 20 Millionen könnten reichen
Trotz Vertrag bis 2027 könnte der BVB laut Bild bei einem Angebot von rund 20 Millionen Euro gesprächsbereit sein. Diese Summe wäre ein deutliches Transferplus – ein Faktor, der vor dem Hintergrund eines möglichen Kaderumbruchs von Bedeutung ist. Sportdirektor Sebastian Kehl hätte somit zusätzliche finanzielle Mittel, um den Kader im Sommer gezielt umzubauen.
Ein möglicher Wechsel nach Marseille könnte für Bensebaini aus mehreren Gründen attraktiv sein. Zum einen gilt die südfranzösische Hafenstadt als Hochburg der algerischen Community – der Linksverteidiger würde dort auf viele Landsleute treffen. Zum anderen ist Französisch seine Muttersprache, was die Eingewöhnung erleichtern würde.
Leistung und Leidenschaft – aber auch Schwankungen
Bensebainis Formkurve war in der laufenden Saison nicht immer konstant. Trotz seiner starken Physis und des beeindruckenden Einsatzes – etwa beim wichtigen 2:1-Tackling im Spiel gegen Leverkusen, das den Grundstein für den 4:2-Sieg und die mögliche Champions-League-Qualifikation legte – ist seine Zukunft offen. Gerade jetzt, wo sein Marktwert durch die jüngsten Leistungen gestiegen ist, könnte ein Verkauf sportlich schwer zu verkraften, aber wirtschaftlich sinnvoll sein.
Unter Kovač hat sich Bensebaini zwar zur Abwehr-Säule entwickelt, dennoch könnte der BVB angesichts zahlreicher Alternativen auf den Außenbahnen – darunter Julian Ryerson, Niklas Süle, Daniel Svensson und Yan Couto – auch auf einen Verkauf und ein dickes Transferplus setzen. (BenHot)
Rubriklistenbild: © IMAGO/RHR-FOTO
