Schwieriges Unterfangen

Borussia Dortmund: Wende im Transferpoker um Rashford?

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Marcus Rashford schien schon fast auf dem Weg zu Borussia Dortmund zu sein. Ob der Engländer beim BVB ankommt, ist noch unklar – aus einem speziellen Grund.

Dortmund – Borussia Dortmund will sich vor dem Ende des Winter-Transferfensters am 3. Februar noch verstärken. Die Bild schrieb zuletzt sogar schon von einem möglicherweise bevorstehenden Medizincheck von Marcus Rashford – sollte „alles nach Plan“ verlaufen. Doch es scheint nicht alles nach Plan zu verlaufen: Rashford ist bislang nicht nach Dortmund gereist.

Ob der 60-fache englische Nationalspieler in der restlichen Saison überhaupt das BVB-Trikot tragen wird, ist fraglich. Denn der Offensivspieler, der bei Manchester United inzwischen gar keine Rolle mehr spielt, soll eine Leihe zum FC Barcelona favorisieren.

Rashford will wohl lieber nach Barcelona als nach Dortmund

Laut der katalanischen Sportzeitung Mundo Deportivo wurde Rashford durch einen Mittelsmann beim FC Barcelona angeboten. Ohne einen Abgang von Ansu Fati sei Barça allerdings handlungsunfähig, so die Zeitung zuletzt. Fakt ist: Der FC Barcelona kämpft weiterhin mit finanziellen Problemen, bereits die Registrierung von Dani Olmo für die Rückrunde gestaltete sich als kompliziert und erfolgte letztlich nur vorläufig.

Marcus Rashford kam bei Manchester United schon seit Wochen nicht mehr zum Einsatz.

„Wir sind dabei, das Thema Financial Fairplay zu regeln. Wenn wir am Ende das Team verstärken können, werden wir es versuchen, aber heute gibt es nichts“, sagte Sportdirektor Deco unlängst rund um Barças 5:4-Sieg in der Champions League bei Benfica, nachdem es in Lissabon ein Treffen mit Vertretern von Rashford gegeben haben soll.

Eine Restchance bei Rashford gibt es noch für den BVB

Rashford und dessen Management spekulieren wohl darauf, dass der FC Barcelona noch bis zum Ende des Transferfensters einen Weg findet, um eine Leihe auf die Beine zu stellen. Laut Bild ist ein Wechsel von Rashford nach Dortmund indes „ziemlich sicher gescheitert“ – das nicht nur wegen Barças Bemühungen, sondern auch aufgrund der Entlassung von Nuri Şahin und der Unklarheit über die zukünftige Besetzung des Trainerpostens.

Die Boulevardzeitung räumt dem BVB immerhin noch Chancen als „Außenseiter“ ein. Laut Sky sehen die Dortmunder Bosse bei Rashford lediglich noch eine Möglichkeit gegen Ende des Transferfensters – wenn sich ein Transfer zum FC Barcelona tatsächlich als unmöglich erweist.

Klar ist aber auch: Eine Leihe von Rashford wäre teuer. Obwohl der 27-Jährige zu Gehaltseinbußen bereit sein soll, würde ein Deal kolportierte acht bis zehn Millionen Euro kosten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bradley Ormesher

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