Wieder keine Startelf: Matthäus sieht bei Bayern „Probleme zwischen Müller und Tuchel“
VonPatrick Mayer
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Münchens Trainer Thomas Tuchel setzt Thomas Müller auch gegen Werder Bremen auf die Bank. Lothar Matthäus wähnt die Bayern deshalb vor Schwierigkeiten.
München/Bremen - Unter Thomas Tuchel ist Thomas Müller in München nicht mehr erste Wahl. Auch beim Auswärtsspiel der Bayern in Bremen (2:1) blieb der bajuwarischen Identifikationsfigur nur der ungeliebte Bankplatz.
FC Bayern: Thomas Müller sitzt auch bei Werder Bremen nur auf der Bank
Der 33-jährige Angreifer stand zum zweiten Mal in Folge nicht in der Startelf des deutschen Bundesliga-Rekordmeisters, nachdem er auch in den zwei Champions-League-Duellen mit Manchester City (0:3, 1:1) nicht Teil der Anfangsformation war.
Wegen des neuerlichen Verzichts auf Müller sieht Sky-Experte Lothar Matthäus nun Schwierigkeiten auf die Bayern zukommen.
„Müller spielt nicht gegen Manchester, weil er vielleicht zu langsam ist. Dann spielt Müller nicht gegen Hertha, weil es vielleicht nicht sein Spiel ist. Jetzt spielt Müller nicht gegen eine Mannschaft, die im gesicherten Mittelfeld ist. Wann spielt er denn, wenn nicht heute?“, fragte der deutsche Rekordnationalspieler in der Analyse vor der Partie.
Thomas Müller: Lothar Matthäus sieht Probleme mit Trainer Thomas Tuchel
„Ich denke, dass Probleme zwischen Thomas Müller und Thomas Tuchel aufkommen. Thomas will spielen in den letzten zwei, drei Jahren seiner Karriere. Mit dieser Situation kann er nicht zufrieden sein“, meinte Matthäus am Sky-Mikrofon: „Es verwundert mich, dass er wieder nicht von Anfang an dabei ist.“ Kein Müller in der Startelf? Warum? „Das ist die Frage, die ich mir auch stelle. Das ist die entscheidende Frage. Wenn, dann muss das doch heute das Müller-Spiel sein“, sagte Sky-Kommentator Wolff-Christoph Fuss.
Bayern-Trainer Tuchel begründete ebenfalls bei Sky seine Entscheidung gegen Müller in der Startelf.„Alles sind Thomas-Müller-Spiele. Ich bin ein großer Fan von Thomas“, sagte der 49-jährige Coach. „Wir müssen ein paar Entscheidungen treffen. Thomas kann immer starten für uns. Die breiten Positionen mit King (Kingsley Coman, d. Red.) und Serge (Gnabry) sind eher nicht so seine Positionen“, erklärte Tuchel.
Jetzt spielt Müller nicht gegen eine Mannschaft, die im gesicherten Mittelfeld ist. Wann spielt er denn, wenn nicht heute?
Müller auf der Bank sei „eine harte Entscheidung, aber die gibt es bei Bayern München“, sagte Tuchel und erzählte: „Natürlich mag er das nicht. Ich weiß, was ich an ihm habe. Alles gut.“ Wie geht es für Müller beim FC Bayern weiter? Vor dem Bremen-Spiel hatte Matthäus sogar einen möglichen Abgang des Vereinsidols im Sommer in die Debatte eingebracht.
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„Wenn man nach der Saison eine Analyse macht und der Trainer sowohl der Mannschaft als auch den Verantwortlichen erklärt, was er sich für die kommende Saison wünscht und vorstellt, dann würde es mich überraschen, wenn Müller plötzlich wieder zum Stammspieler wird“, schrieb der TV-Experte in seiner Sky-Kolumne: „Und dann ist wohl der Punkt erreicht, an dem er sich den Transfermarkt mindestens ganz genau anschaut, um nicht zu sagen geht. Denn das macht er nicht mit.“ (pm)