Misere beim FC Bayern bringt Fitness-Papst in Bredouille
VonVinzent Tschirpke
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Manuel Bonke
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Der FC Bayern muss gegen Köln den nächsten Ausfall beklagen. Dieses Mal erwischte es Kingsley Coman. Die vielen Muskelverletzungen nerven den Rekordmeister.
München – Kingsley Coman machte das doppelte Dutzend gegen Köln perfekt.
Es ist bereits die 24. Muskelverletzung in dieser Saison, sehr zum Ärger von Cheftrainer Thomas Tuchel: „Es ist wieder ein Spieler, der aus einer Verletzung kommt, freigegeben wird und wir die Minuten managen. Trotzdem können wir es nicht verhindern. Das ist extrem bitter.“ Aber wer genau gibt die Spieler frei?
Viele Muskelverletzungen beim FC Bayern: Trainer Tuchel ist ratlos
Das geschieht in enger Absprache zwischen medizinischer Abteilung, Fitness- und Reha-Coaches und dem Trainerteam. Prof. Dr. Holger Broich ist als Wissenschaftlicher Leiter und Leiter Fitness die Schnittstelle all dieser Bereiche – und die vielen Verletzungen bringen auch ihn in die Bredouille.
Nicht umsonst kündigte Sportdirektor Christoph Freund nach dem Spiel gegen Köln an, dass am Saisonende auch der Fitness- und Rehabereich auf den Prüfstand kommt: „Es zieht sich durch die ganze Saison leider. Das ist alles andere als optimal. Wir diskutieren intern, an was es liegen könnte. Es ist keine gute Situation. Das Ziel ist, dass wir mit weniger Verletzungen durch die nächste Saison gehen.“
Nächste Muskelverletzung beim FC Bayern bringt nun Fitness-Papst in Bredouille
Wie pikant das Thema ist, wurde auch bei der Pressekonferenz am Samstag nach Abpfiff deutlich. Als Tuchel mit der Vermutung von Sky-Experte Didi Hamann konfrontiert wurde („Entweder trainieren die zu viel oder zu wenig. Mein Gefühl ist, dass die zu wenig trainieren. Das habe ich auch gehört“), antwortete der Trainer dünnhäutig und sarkastisch: „Kann ich nicht drauf antworten. Didi weiß es natürlich.“ Im nächsten Moment schaltete sich Pressesprecher Dieter Nickles ein: „Vielleicht kommen wir ein bisschen davon ab, Bewertungen von außen sofort beantworten zu müssen.“
Die vielen Verletzungen nerven den gesamten Club. „Diese Saison haben wir ganz selten mit derselben Aufstellung spielen können. Das ist auch eine Qualität der Mannschaft, wenn sie sich einspielt“, ärgert sich Sportdirektor Freund. Broich und sein Team genießen im Verein einen guten Ruf. Trotzdem beschäftigen viele Stars zusätzlich private Fitnesstrainer, was Broich nicht immer gutheißt.
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Thomas Müller findet auch keine Gründe für die vielen Verletzungen
Seine Befürchtung: Wenn er die Trainingspläne der Spieler nicht en detail kennt, kann er die Trainingssteuerung nicht optimal planen. „Ich glaube schon, dass die Gedanken der Spieler heutzutage mehr um den eigenen Körper kreisen als es vielleicht in früheren Zeiten der Fall war“, bestätigt Routinier Thomas Müller die kollektive Eigeninitiative innerhalb der Mannschaft.
Trotzdem ist die Muskel-Misere diese Saison auffallend groß. Zu groß. (bon/vt)
Aus der Allianz Arena berichten Manuel Bonke und Vinzent Tschirpke