- VonLuca Hartmannschließen
Wieder wird ein Ski-Alpin-Rennen von einem schweren Sturz überschattet. Bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen ist nun ein Weltmeister betroffen.
Wengen – Da muss selbst Ski-Superstar Felix Neureuther tief durchatmen: Bei der legendären Lauberhorn-Abfahrt in Wengen kommt es am Samstag (18. Januar) zu einer großen Schrecksekunde. Ski-Superstar Vincent Kriechmayr stürzt kurz vor dem Ziel heftig und verletzt sich dabei wohl ernsthaft.
Zweifacher Weltmeister Vincent Kriechmayr stürzt heftig bei Lauberhorn-Abfahrt in Wengen
Was war passiert? Bereits mit großem Rückstand kam der zweifache Weltmeister Kriechmayr auf den Schlussabschnitt ins Ziel-S in Wengen. In der letzten Rechtskurve vor der Zieleinfahrt dann das Unglück: Der 33-Jährige, der beim Super-G tags zuvor noch auf Platz zwei fuhr, wurde von einer Welle ausgehebelt, geriet in Rücklage und verlor dann die Kontrolle über seine Skier.
Mit hoher Geschwindigkeit prallte der Österreicher in die Fangnetze und blieb anschließend benommen liegen. Erschreckende Bilder, die böse Erinnerungen unter anderem an Aleksander Aarmot Kilde wecken, der fast auf den Tag genau vor einem Jahr ebenfalls in Wengen schlimm stürzte.
Nach einigen Minuten des Bangens dann immerhin leichtes Aufatmen: Kriechmayr rappelte sich mit blutiger Nase eigenständig langsam auf. Auf einem Ski fuhr der Speed-Spezialist durchs Ziel, belastete dabei aber nicht sein rechtes Knie, das offensichtlich schmerzte. Im Zielraum musste er von Betreuern gestützt werden und humpelte davon. Ob er sich schlimmer verletzte und jetzt womöglich sogar die Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm in Gefahr ist, stand zunächst nicht fest.
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Neureuther nach Sturz von Kriechmayr betroffen: „Das schaut nicht gut aus“
Auch bei ARD-Experte Felix Neureuther saß der Schock nach dem heftigen Sturz Kriechmayrs tief. „Nein, nein, nein. Bitte nicht. Bitte nicht jetzt auch noch der Vinc“, zeigte sich der langjährige Ski-Star bestürzt. „Das Ding hier in Wengen im Ziel-S ist, du bist Blitze-Blau. Jetzt hoffen wir nur, dass er sich nicht verletzt hat, aber das schaut nicht gut aus.“
Kriechmayr reiht sich damit in eine lange Liste von verletzten Ski-Stars in dieser Saison ein. Allein im Speed-Bereich waren es vor seinem Sturz bereits 21 Verletzte seit Saisonstart. Später kam mit Blaise Giezendanner sogar noch ein weiterer dazu, der nach seinem Sturz sogar mit dem Hubschrauber abtransportiert werden musste. Auch aus deutscher Sicht gab es für die Rennen in Wengen eine verletzungsbedingte Absage. (LuHa)
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