Vor allem Neukunden betroffen

Fußball-Fans stinksauer: DAZN erhöht schon wieder die Preise

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DAZN-Neukunden zahlen fortan nach dem ersten Jahr mehr Geld für ihr Abonnement. Das stößt einigen Fußball-Anhänger sauer auf.

Ismaning – Auch in den kommenden Saisons können Fußball-Fans die Champions League und Teile der Bundesliga live nur mit einem Abonnement beim Streaming-Dienst DAZN verfolgen. Die Preispolitik des Senders sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Unmut unter den Zuschauern. Jetzt müssen sich die Abonnenten erneut auf einen Anstieg der monatlichen Gebühren einstellen. Das verärgert nicht wenige Fußball-Fans.

DAZN
Auf Sendung seit:2016
Produktionsstandort in Deutschland:Ismaning
Übertragungsrechte:u. a. Champions League (zusammen mit Amazon Prime), Bundesliga (alles Freitags- und Sonntagsspiele)

Streaming-Dienst DAZN erneuert Preisstruktur: keine Änderungen für Bestandskunden

Wie der Streaming-Anbieter am Dienstag bekannt gab, stehen Änderung der Angebots- und Preismodelle ins Haus. Fortan können Interessierte zwischen drei Paketen wählen. Neben „DAZN Super Sports“ und „DAZN World“ ist für Fußball-Anhänger vor allem „DAZN Unlimited“ relevant.

Diese Option enthält Champions League und die Freitags- sowie Sonntagsspiele der Bundesliga. Im ersten Jahr kostet sie für Neu- und Altkunden wie bisher 29,99 Euro monatlich. Nach Angaben eines Firmensprechers ändert sich für Bestandskunden generell „preislich nichts“.

Der Streaming-Dienst DAZN erhöht zur neuen Saison einen Teil seiner Abonnement-Preise.

DAZN erhöht zur neuen Saison schon wieder Abo-Preise: Bundesliga-Paket pro Jahr 60 Euro teurer

Für neue Abonnenten jedoch sehr wohl. Stellen diese nach einem Jahr auf ein monatlich kündbares Abonnement um, müssen sie zukünftig pro Monat 44,99 Euro bezahlen. Bisher lag dieser Betrag bei 39,99 Euro. Auf zwölf Monate umgerechnet geht die neue Regelung mit einer Preiserhöhung von 60 Euro einher.

Zudem wird das „Standard“-Paket mit den Partien der Königsklasse und der Bundesliga gestrichen. Dieses kostete bis dato 24,99 Euro. Wer nun Champions-League-Abende oder Bundesliga-Freitage und -Sonntage erleben möchte, muss fortan also auf das „Unlimited“-Modell umsteigen und pro Monat 29,99 Euro mehr bezahlen. Auch dies entspricht einer Preiserhöhung von jährlich 60 Euro.

Fußball-Fans reagieren stinksauer auf DAZN-Beitragserhöhung: „jenseits von Gut und Böse“

Erst im letzten Jahr hatte der Streaming-Dienst mit einer satten Preiserhöhung für Ärger in der Fanszene gesorgt. Auf Twitter reagierten jetzt einige Fans wütend auf den erneuten Kostenanstieg. „Es ist bald günstiger, jede Woche ins Stadion zu gehen“, kokettierte ein Nutzer die DAZN-Entscheidung, während ein anderer von „Abzocke“ schrieb. Inhaltliche Kritik war auch nicht weit: „45 Euro für lasche Freitags- und Sonntagsspiele ist schon hart“, meinte ein User.

Ein anderer Twitter-Nutzer schrieb wütend von „Regionen, die sind jenseits von Gut und Böse preislich.“ Ähnlich sah dies ein weiterer Fußball-Fernsehzuschauer: „Habe noch ein Jahresabo bis Ende des Jahres, danach ist für mich auch Schluss bei DAZN.“ Obwohl in anderen Ländern sehr hohe Preise für Fußball-Übertragungen üblich sind, nannte er die Änderung der Preismodelle er „einfach nur noch frech.“

„Man kann sich DAZN doch easy teilen“: auch Verständnis in Fanszene für gestiegene Preise

Andere Fußball-Fans zeigten jedoch auch Verständnis für die Preiserhöhung: „Man kann sich DAZN doch easy teilen, sogar zu dritt“, machte ein Twitter-Nutzer auf die vielseitigen Möglichkeiten der Abonnements aufmerksam. „Viele vergessen einfach, dass DAZN diese Preise teilweise machen muss, weil die UEFA, DFL und Konsorten immer höhere Übertragungs-Beiträge verlangen“, schrieb ein anderer Fußball-Anhänger.

Ein weiterer User glaubt an ein schnelles Abflachen der von Wut geprägten Rezeption: „Am Anfang regt sich immer jeder auf, aber Leute werden es eh trotzdem kaufen. So sind halt Menschen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, ergänzte der Fußball-Fan.

Dennoch überwiegt in der Fanszene der Ärger über die Entscheidung des Streaming-Senders. Die jetzige Preiserhöhung ist darüber hinaus bereits die zweite innerhalb kürzester Zeit: Erst unlängst hatte DAZN einen Teil der Beiträge verdoppelt und einige Abonnenten verärgert. (wuc)

Rubriklistenbild: © Imago / Eibner

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