VonFlorian Bajusschließen
Die Bundesliga wurde in der vergangenen Saison von zwei Trainern aufgemischt. Einer von ihnen verfügt angeblich über eine brisante Ausstiegsklausel.
Stuttgart – Mit dem nationalen Double schrieb Bayer Leverkusen Geschichte, der Europa-League-Sieg hätte die Werkself sogar unsterblich gemacht. In der Bundesliga trumpfte allerdings noch ein anderer Klub auf.
Neben Leverkusen sorgte der VfB Stuttgart für Aufsehen
Während Leverkusen die Meisterschaft gewann, ohne eine einzige Niederlage zu erleiden, schwang der VfB Stuttgart vom Tabellen-16. zum Vizemeister auf. Sebastian Hoeneß hat die Schwaben nach seinem Amtsantritt im April 2023 transformiert und zu einer Mannschaft geformt, die selbst internationale Größen wie Juventus Turin in der Champions League bezwingen kann.
Wenig überraschend rankten sich schnell Gerüchte über das Interesse internationaler Spitzenvereine an Hoeneß. So soll Manchester United im Sommer angeblich beim 42-Jährigen vorgefühlt haben, der auch mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde.
Wer darf die Ausstiegsklausel für Hoeneß aktivieren?
Im März verlängerte Hoeneß jedoch seinen Vertrag bis 2027 und sendete mehrfach das Signal, langfristig etwas in Stuttgart aufbauen zu wollen. Laut Sport Bild kann der Erfolgstrainer dennoch vorzeitig den nächsten Karrieresprung wagen.
Dass der neue Vertrag eine Ausstiegsklausel beinhaltet, hatte Vater Dieter Hoeneß im Mai verraten. Diese greift dem Magazin zufolge nur bei Vereinen, die international spielen. Allerdings soll die Klausel mit einer kolportierten Ablösesumme zwischen fünf und sechs Millionen Euro vergleichsweise niedrig angesetzt sein.
Zum Vergleich: 2021 zahlte Borussia Mönchengladbach 7,5 Millionen Euro für Adi Hütter, der Eintracht Frankfurt 2019 ins Europa-League-Halbfinale führte und vor seinem Wechsel die Champions League um Haaresbreite verpasste. Der FC Bayern soll kurz darauf für Julian Nagelsmann sogar 25 Millionen Euro an RB Leipzig gezahlt haben.
Erwägt Hoeneß einen Abschied aus Stuttgart?
Abhängig davon, wie heftig sich das Trainerkarussell nach der laufenden Saison drehen wird, kann Hoeneß somit als ernsthafter Kandidat auf einen Wechsel zu einem Spitzenverein betrachtet werden. Sport Bild nimmt etwaigen Abschiedsgerüchten aber Wind aus den Segeln.
Dem Bericht zufolge hege Hoeneß keine Gedanken über einen Abschied aus Stuttgart, da er plane, seine Trainerkarriere behutsam aufzubauen. Zumal er am Neckar das Vertrauen der Vereinsführung spüre, die die Transfers von Alexander Nübel, Angelo Stiller und Ermedin Demirović auf seinen Wunsch hin abgewickelt habe.
Wenn überhaupt, werde sich Hoeneß frühestens im Frühjahr 2025 mit seiner Zukunft befassen. Das muss aber keinesfalls gleichbedeutend mit einem Abschied sein, solange Stuttgart auf einem sicheren Pfad bleibt.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Nicolo Campo

